Obama: Legalisierungsdebatte ist "legitim"

28. Jänner 2011, 15:29
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In YouTube-Interview gibt sich Präsident zwar weiterhin als Gegner der Marihuana-Freigabe, will aber zumindest darüber diskutieren

Wirklich weit lehnt sich US-Präsident Barack Obama nicht aus dem Fenster. Er sei gegen die Legalisierung von Drogen, wolle das Thema aber als Gesundheits- und nicht als Kriminalitätsangelegenheit betrachtet wissen. Das sagte Obama in einem so genannten Town-Hall-Gespräch, das auf YouTube verfügbar ist. Ein früherer Polizist aus Massachusetts hatte ihn gefragt, ob er sich eine Welt ohne den Krieg gegen Drogen vorstellen könne. "Die Debatte über eine Legalisierung von Drogen ist aber völlig legitim", sagte Obama.

Für die Internetzeitung Huffington Post geht der Präsident damit weiter als alle seine Amtsvorgänger seit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Und Obamas Antwort lasse demnach auch auf einen sachten Meinungswandel innerhalb des Weißen Hauses schließen. 2009 blieb Obama im Rahmen eines ähnlichen User-basierten Interviews noch weit wager. (red)

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    Bei einer Pro-Legalisierungsdemonstration in Las Vegas, Nevada.

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