Anklage gegen ranghohen Polizisten wegen sexueller Nötigung

28. Jänner 2011, 11:41
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Außerdem wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch - Verfahren soll am Landesgericht Feldkirch stattfinden

In der Causa rund um eine angebliche Sexaffäre eines hochrangigen Beamten der Tiroler Sicherheitsdirektion (SID) hat die Staatsanwaltschaft Feldkirch beim Landesgericht Innsbruck Anklage erhoben. "Wegen Verdachts des Amtsmissbrauches und der geschlechtlichen Nötigung zum Nachteil einer weiblichen Person", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Feldkirch, Heinz Rusch, und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Tiroler Tageszeitung (Freitag-Ausgabe).

Um dem Verdacht der Befangenheit vorzubeugen, soll der Prozess am Landesgericht Feldkirch stattfinden. "Wir haben beim Oberlandesgericht Innsbruck einen Antrag auf Delegierung gestellt", erklärte Rusch. Die Ermittlungen hatten mehr als ein Jahr in Anspruch genommen. Für den Beamten gilt die Unschuldsvermutung.

Kein Antrag auf U-Haft

Der Spitzenpolizist war im November 2009 vom Dienst suspendiert worden. Er soll eine Kandidatin bei einer Aufnahmeprüfung für den Flughafensicherheitsdienst zu sexuellen Handlungen genötigt haben. Eine Arbeitskollegin des angeblichen Opfers hätte dann ein ähnlich unmoralisches Angebot bestätigt. Die Chefin der Frauen habe schließlich Anzeige bei der Polizeiinspektion Flughafen erstattet, nachdem sie davon erfahren habe. Wegen des Verdachts der Verdunkelungsgefahr wurde der Beamte vorübergehend in die Feldkircher Justizanstalt überstellt. Ein Antrag auf Untersuchungshaft wurde jedoch abgelehnt. Seither befindet er sich auf freiem Fuß. (APA)

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