Als junger Theologe

Papst war für Überprüfung des Zölibats

28. Jänner 2011, 11:04

Joseph Ratzinger hatte mit anderen Persönlichkeiten ein Memorandum an deutsche Bischöfe verfasst

München - Papst Benedikt XVI. hat sich einem Zeitungsbericht zufolge als junger Theologe für eine Überprüfung des Zölibatsgesetzes eingesetzt. Zusammen mit namhaften katholischen Theologen wie Karl Rahner, Karl Lehmann oder Walter Kasper habe der damals 42-jährige Joseph Ratzinger im Februar 1970 ein Memorandum an die deutschen Bischöfe verfasst, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Freitag. Diese wurden demnach darin aufgefordert, das kirchliche Gesetz zu überdenken, das Priestern Ehelosigkeit vorschreibt.

"(...) dann hat die Kirche die Pflicht, eine gewisse Modifizierung vorzunehmen"

In dem Schreiben wird dem Bericht zufolge unter anderem der Mangel an qualifizierten Nachwuchspriestern als Argument für die Überprüfung angeführt. Wenn genügend Jungpriester nicht zu gewinnen seien, "dann hat die Kirche einfach die Pflicht, eine gewisse Modifizierung vorzunehmen", heißt es demnach in dem Brief. Die Bischöfe seien nachdrücklich aufgefordert worden, sich bei dem damaligen Papst Paul VI. für eine Diskussion über die Zölibatspflicht einzusetzen.

Der Papst hatte kurz zuvor - auch mit Verweis auf die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) - den Wert des Priesterzölibates für die Kirche in seiner Enzyklika "Sacerdotalis caelibatus" (1967) bestätigt. Die Zeit nach dem Konzil war von heftigen Debatten über die kirchliche Disziplin und Lehre begleitet, die auch mit der "Flucht" vieler Priester und Ordensleute aus dem kirchlichen Stand einherging.

In der katholischen Kirche leben die Angehörigen des "geweihten Standes" (Ordensleute, geweihte Jungfrauen, Mitglieder von Säkularinstituten usw.) im Zölibat, sowie in neuerer Zeit auch manche Laien, die bestimmten Bewegungen oder Gemeinschaften angehören. In der Westkirche (Lateinische Kirche) gilt zudem die alte Tradition, dass generell nur Männer, die ein Zölibatsversprechen ablegen, zu Priestern geweiht werden. Es ist diese Regelung, die bei den Zölibatsdebatten meist unter Beschuss steht.

In der Ostkirche - bei den katholischen Ostkirchen genauso wie in den orthodoxen und orientalischen Kirchen - werden zwar auch Verheiratete zu Priestern geweiht, sie dürfen allerdings nach ihrer Priesterweihe nicht mehr erneut heiraten, selbst wenn ihre Ehefrau sterben sollte. Generell gilt in der Ost- wie der Westkirche, dass nur Zölibatäre (im Osten meist Mönche) Bischöfe werden können.

Der Zölibat kann in der Kirchengeschichte auf eine lange Tradition zurückblicken. Der Begriff "caelebs" wird oft in Verbindung mit "coelum" (lateinisch "Himmel") gebracht, was auf die vollständige Definition des Zölibats als "Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen" hinweist. In diesem Sinn wird die freiwillig gewählte Ehelosigkeit verstanden als ein Verzicht auf ein "Gut", nämlich die Ehe - immerhin eines der sieben Sakramente -, als Zeichen der Hingabe an ein "höheres Gut", nämlich Gott. Als Vorbild gilt dabei die Lebensform Jesu Christi, der selbst - für Juden der damaligen Zeit ungewöhnlich - unverheiratet war. (APA/AFP)

Link:

Süddeutsche Zeitung: "Die Zweifel des jungen Ratzinger"

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Posting 1 bis 25 von 114
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rudolf schladming
 
02
24.4.2011, 16:21

war er damals schon unfehlbar oder wird man das erst mit dem amtsantritt?

burnout...das beim auto
02
25.10.2011, 00:15
unfehlbar

wird man nicht als mensch. das ist verbunden mit dem heilgen stuhl und unter ausdrücklicher berufung darauf "ex cathedra". das heisst das war er damals noch nicht und ist er auch so laut deren verständnis nicht. im übrigen wurde bisher erst eine unfehlbare entscheidung mit berufung auf den heiligen stuhl getroffen:
1. leibliche himmelfahrt marias (2. war eigentlich vor dem dogma der unfehlbarkeit und das war die unbefleckte empfängnis marias).
Das muss auch so gelöst werden, denn eine biblischen grundlage hat dies in keinem fall.

Aber schön, wenn sie mit worten spielen die sie nicht verstehen. Wolltens mal wieder zeigen, dass sie humor aber nicht verstand haben, gell!

Horst Holzinger
01
30.1.2011, 00:59
später hat er gelernt,

das "Ding in den Griff" zu kriegen ...

Legibus solutus
00

das ding hatte er sicher vorher schon im griff, wie alle katholischen pfaffen

Cayenne69
11
29.1.2011, 13:05

Als er noch so jung war, hatte er sicher selbst auch Interesse an der Abschaffung des Zölibats...

Mr.Blue
03
29.1.2011, 10:57

wie nennt sich eigentlich die schicke frisur? volahiku ?

entenhausener
23
29.1.2011, 19:32

Nein. Vassilakou.

oberspirito
918
29.1.2011, 10:13
Ein bisschen mehr Respekt könnte man dieser Person schon entgegen bringen!

Micha Do
 
07
31.1.2011, 16:26
Den Respekt müsste er sich bei mir erst verdienen...

ryuu
103
29.1.2011, 14:46

müsst er dazu net was verändern und bewegen? normalerweise verdient man sich respekt durch taten und nicht durch titel...

fuchstritt
38
29.1.2011, 09:06

auf dem foto ist er aber noch nicht vom teufel besessen,das kam offensichtlich erst später

misfits74
 
123
29.1.2011, 08:53
bitte bitte zölibat behalten,

sodass der tro..elhafte und kriminelle verein schneller ausstirbt!

danke

Chien de Pique
04
29.1.2011, 15:08

Schneller aussterben, das tun aber gerade die Protestanten und Anglikaner.

frederic heine
12
29.1.2011, 04:42
Momentan noch ziemlich harmlos......

Solange man die anti papa's im standard wueten laesst fuehlen sich muslims ect. den katholiken zweifellos ueberlegen.
Zum glueck , bleiben dieselben jedoch ziemlich "cool".Bis heute hat noch "Keiner"von ihnen verursacht , eine anzahl schuldlose mitmenschen mit ins paradies zu befoerdern.

Walter Tiefenthaler
52
29.1.2011, 02:58
jesus war unverheiratet...

...weil er sich fuer seine apostel halt mehr interessiert hat, als fuer frauen. aus heutiger sicht kein makel mehr!

entenhausener
00
29.1.2011, 19:33

Ein Viertel der erwachsenen Österreicher sind Singles. Welche Schlussfolgerung ziehen Sie daraus?

Walter Tiefenthaler
43
30.1.2011, 02:21
ajesus war nicht single...

...sondern nur nicht verheiratet, so wie alle anderen schwulen in oesterreich im moment auch.

Mazzesinsulaner
 
00
12.1.2012, 19:57

warum soll es keine verheirateten Schwulen geben?

Nach aussen hin hetero, verheiratet, im innersten schwul oder bi.

Alles ist möglich.

Fifty2106
16
29.1.2011, 08:31
Wenn Du Dich da mal nur nicht täuschst!

Weder ist es bewiesen, dass er unverheiratet war, noch dass er es war.
Allerdings war es für einen Rabi Zwang, sich zu verheiraten und Jesus war ein Rabi! Was z.B. ist mit Maria-Magdalena, die auch auf dem Bild "Das Abendmahl" von Leonardo da Vinci zu sehen ist, gleich links von Jesus?
Zudem berichtet die überlieferung, dass Jesus mit Maria Magdalena Kinder hatte.

Glaub mal nicht Alles, was Dir die Kirche vorgaukelt - beginn selber zu denken.

Cerberus303
00
21.6.2011, 12:33
Jesus...

... war nicht existent... und überhaupt: "Wenn du dich da mal nur nicht täuscht"??? Wtf - und wenn? ist doch auch egal

Meister Yoda
21
29.1.2011, 14:06

Dass mag ja auf der Grundlage religiöse Überlieferungen alles richtig sein. Aber da bis heute kein historischer Beleg darüber existiert, ob Jesus überhaupt gelebt hat, sind diese Fragen bis auf weiteres irrelevant.

Kiste
00
10.3.2011, 19:15
Flavius Josephus, Antiquitates XX 9,1

"Er versammelte daher den Hohen Rat zum Gericht und stellte vor dasselbe den Bruder des Jesus, der Christus genannt wird, mit Namn Jakobus, sowie noch einige andere, die er der Gesetzesübertretung anklagte und zur Steinigung führen ließ." (Es geht um die Verurteilung des leiblichen Bruders Jesus durch den Hohen Priester Ananus im Jahr 62)

Cerberus303
00
21.6.2011, 12:34
Sorry, aber was soll das sein?

Ein Beleg? Nice try

Kiste
01
21.6.2011, 14:01

Da ist der Bericht eines jüdisch-römischen Geschichtsschreibers. Eine außerbiblische Quelle. Die muss man natürlich kritisch bewerten. Das ist es, nicht mehr und nicht weniger.

Walter Tiefenthaler
52
29.1.2011, 10:51
leonardo da vinci war kein zeitzeuge..

...und hat das bild ueber 1,500 jahre spaeter gemalt. die frauen in der weiteren peripherie hin oder her, wenn einer nie heiratet und stattdessen mit mehreren knackigen jungs auf wanderschaft geht, dann draengen sich solche schluesse unweigerlich auf. verdraengung ist auch einer der gruende, warum die christlichen kirchen so homophob sind...

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