Europas Börsen schließen leichter

28. Jänner 2011, 18:22
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Schwache US-Vorgaben belasten

Wien - Die europäischen Leitbörsen haben die Sitzung am Freitag, nach den schwachen Vorgaben der US-Börsen, mit Kursverlusten beendet. Der Euro-Stoxx-50 schloss bei 2.954,13 Zählern mit einem Minus von 1,19 Prozent.

An sich ergaben die jüngsten US-Daten ein relativ solides Bild, sagte ein Marktbeobachter. Die US-Wirtschaft ist im vierten Quartal 2010 auf Jahresbasis um 3,2 Prozent gewachsen. Damit wurden allerdings die Prognosen der Volkswirte (plus 3,5 Prozent) leicht unterschritten. Auch der private Konsum im dritten Quartal und das Konsumentenvertrauen im Jänner konnten Zuwächse verzeichnen. Dass heute schließlich die Verluste überwogen führten Börsianer auf die schlecht aufgenommenen Unternehmenszahlen einiger großer US-Unternehmen zurück. Auch Gewinnmitnahmen hätten vereinzelt für Verkaufsdruck gesorgt, hieß es.

Im Branchenvergleich zeigten sich am heutigen Handelstag einige Pharmawerte schwach. So gaben die Papiere von Sanofi-Aventis an der Sohle des Euro-Stoxx-50 3,82 Prozent auf 49,22 Euro ab, nachdem der französische Pharmakonzern in einer Studie zu einem Produktkandidaten zur Behandlung von Brustkrebs nicht den gewünschten Erfolg verbuchen konnte. GlaxoSmithKline gingen mit einem Minus von 2,51 Prozent auf 1.143,5 Pence aus dem Handel. Der britische Pharmakonzern hatte zuvor die klinische Entwicklung des Schlafmittels Almorexant eingestellt. Merck verloren im DAX unterdessen 0,96 Prozent auf 61,94 Euro.

Ebenfalls verlustreich verabschiedeten sich einige Rohstoffwerte in das Wochenende. BHP Billiton sanken in London um 2,40 Prozent auf 2.379 Pence. Ebenso verbilligten sich Rio Tinto um 3,00 Prozent auf 4..281,5 Pence. Die Analysten der Royal Bank of Scotland hatte die Branche zuvor von "Overweight" auf "Neutral" herabgestuft.

Gut gesucht waren hingegen Bankenwerte wie Societe Generale, die ihre Spitzenposition im Euro-Stoxx-50 mit einem Plus von 1,72 Prozent auf 48,32 Euro bis zum Handelsschluss verteidigen konnten konnten. Banco Popolare verteuerten sich Mailand um 1,79 Prozent auf 2,57 Euro und National Bank of Greece stiegen um deutliche 4,81 Prozent auf 6,97 Euro.

Vereinzelt sorgten Analystenkommentare für Bewegung. So verbilligten sich beispielsweise Fiat-Papiere um 4,51 Prozent auf 6,99 Euro, nachdem die Anlageempfehlung der Aktie durch Goldman Sachs von "Neutral" auf "Underperform" gesenkt wurde. Nach einer Herabstufung von "Buy" auf "Neutral" durch die Investmentbank Natixis gaben auch TUI Travel 4,45 Prozent auf 259,8 Pence ab. (APA)

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