Schlaflosigkeit als Beziehungskiller

  • Schlafstörungen wurden bereits in der Vergangenheit mit Depressionen, Immunschwäche und Herzerkrankungen in Verbindung gebracht.
Foto: Rolf van Melis / www.pixelio.de
    foto: rolf van melis / pixelio.de

    Schlafstörungen wurden bereits in der Vergangenheit mit Depressionen, Immunschwäche und Herzerkrankungen in Verbindung gebracht.

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Schlafmangel verstärkt Beziehungsprobleme, psychische Probleme und Konzentrationsmangel

London - Schlafmangel muss als großes Gesundheitsthema angesehen werden. Zu diesem Ergebnis kommt der von der Mental Health Foundation veröffentlichte Great British Sleep Report. Darin wird von einem Zusammenhang zwischen Schlaflosigkeit und schwierigen Beziehungen, niedrigen Energielevels und der Unfähigkeit sich zu konzentrieren ausgegangen.

Studie macht Trends sichtbar

Schlafstörungen wurden bereits in der Vergangenheit mit Depressionen, Immunschwäche und Herzerkrankungen in Verbindung gebracht. Das Forscherteam um Dan Robotham fordert die praktischen Ärzte auf, sich entsprechend weiterzubilden, um die Symptome erkennen zu können. Allein in Großbritannien leiden Schätzungen zufolge rund 30 Prozent der Erwachsenen an Schlaflosigkeit.

An der Online-Umfrage nahmen fast 6.800 Personen teil. Sie gilt als die größte derartige Studie, die je in Großbritannien durchgeführt worden ist. Allerdings darf davon ausgegangen werden, dass eher Menschen teilgenommen haben, die Schlafprobleme haben. Die Umfrage kann daher nicht als repräsentativ angesehen werden. Die Studie macht jedoch Trends in den Erfahrungen von Menschen, die gut schlafen und Menschen, die unter Schlafproblemen leiden, sichtbar.

Gefangen in einer Spirale

Menschen mit Schlafstörungen haben vier Mal so wahrscheinlich Beziehungsprobleme, fühlen sich drei Mal so wahrscheinlich depressiv und leiden ebenso oft unter einem Mangel an Konzentration. Robotham geht davon aus, dass Menschen sich in einer Spirale verfangen können, in der Schlafmangel zu psychischen Problemen führt, die ihrerseits dazu führen, dass die Schlafprobleme nur noch größer werden.

Betroffenen sollten wissen, wie sie durch die Verbesserung ihrer Schlafqualität wieder aus dieser Spirale herauskommen. Arbeitgeber, Schulen und das Gesundheitswesen müssten ebenfalls wissen, wie sie Betroffene erkennen und unterstützen können. Colin Espie vom Glasgow University Sleep Centre betonte, dass man die Auswirkungen von Schlafstörungen nicht länger einfach ignorieren könne. Schlafstörungen haben Auswirkungen auf die Gesundheit, die Wirtschaft und auch die Lebensqualität. (pte)

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