Geballte Analysten-Kompetenz fürs Depot

27. Jänner 2011, 15:09
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Empfehlungen von Analysten bewegen die Aktienkurse. Langfristig sind manche Expertenteams sogar besser als der Gesamtmarkt

Mit dem Zertifikat auf den Top of Research Basket (ISIN AT0000A02YS3) hat sich die Erste Group Bank einen Namen gemacht. Das Papier ist mit den Top-Empfehlungen der Researchabteilung der Investmentbank bestückt und wird regelmäßig angepasst - ohne Gebühr. Aufgelegt Ende 2006 gelang es dem Papier, den ATX deutlich zu schlagen (siehe Chart). Beim Zertifikate Award Austria 2007 holte sich die Erste damit Platz eins in der Kategorie „Österreich-Produkt des Jahres". Den ähnlich konzipierten Nachfolger, das Top of EG Research II Zertifikat (ISIN AT0000A0H8M5), haben wir seit November 2010 in unserem Musterdepot.
Nun hat auch die Raiffeisen Centrobank (RCB) ein ähnliches Produkt auf den Markt gebracht: Das Research Zertifikat (ISIN AT0000A0MRB7) bündelt die Expertise des RCB-Analystenteams. Das Zertifikat basiert auf einem Aktienbasket, in dem die Favoriten der Experten aus mehr als 100 Titeln vereint sind. Im Gegensatz zur Lösung der Erste Group umfasst das Auswahluniversum hier nicht nur österreichische, sondern auch osteuropäische Aktien. Aktuell ist Polen mit 20,4 Prozent, Rumänien mit 10,8 Prozent dabei. Da bei dem aktiv gemanagten RCB-Papier im Gegensatz zum Erste-Zertifikat sogar Dividenden reinvestiert werden und ebenfalls keine Gebühren anfallen, sehen wir den Neuling im Vorteil.

Auch die Schweizer UBS hat ein Zertifikat aufgelegt, das die Kompetenz des eigenen Researchteams bündelt: Das Papier auf den UBS Key Calls - Europe Investable Index (ISIN DE000UB6KCE6) enthält die sogenannten „Key Calls", also die Top-Favoriten unter den Kaufempfehlungen der UBS. Der Index umfasst derzeit 16 Aktien und wird regelmäßig angepasst. Mit dem Zertifikat erhalten Anleger indirekt Zugang zum UBS-Research, das sonst nur Profianlegern zur Verfügung steht. Nachteilig sind die Kosten: Zu den 1,25 Prozent pro anno gesellt sich eine zehnprozentige Gebühr, die sich auf die Überperformance gegenüber dem Euro Stoxx 50 TR bezieht und direkt im Index widergespiegelt wird.

Fazit: Das RCB Research Zertifikat überzeugt: Es bündelt die Aktienfavoriten der mehrfach ausgezeichneten Researchabteilung des Bankhauses, verlangt für die regelmäßige Überprüfung des Basiswerts keine Gebühren und rechnet sogar Dividenden an. Im Gegensatz zu unserem Musterdepotmitglied Top of Erste Group Research verfügt das RCB-Papier jedoch noch nicht über den nötigen „Track Record". Wer die Kosten in Kauf nehmen will, bekommt mit dem UBS-Zertifikat eine europäisch angelegte Lösung. (Christian Scheid, derStandard.at, 27.1.2011)

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