Die Entwicklung der muslimischen Bevölkerung

27. Jänner 2011, 14:55
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2030 wird Pakistan Indonesien als Staat mit der größten muslimischen Bevölkerung überholt haben

Washington - Weltweit wird die Zahl der Muslime einer Studie zufolge innerhalb der nächsten 20 Jahre doppelt so schnell wachsen wie die restliche Weltbevölkerung. In den nächsten beiden Dekaden werde die muslimische Bevölkerung jährlich um 1,5 Prozent anwachsen, die Zahl der Nicht-Muslime dagegen nur um 0,7 Prozent, hieß es in der am Donnerstag veröffentlichten Studie des US-Instituts Pew Forum on Religion and Public Life. Dieser Trend bedeutet eine Verlangsamung, denn die jährliche Zuwachsrate ist in der vergangenen Dekade (1990 bis 2010) bei 2,2 Prozent gelegen.

Insgesamt werde die muslimische Bevölkerung in den 20 Jahren um rund 35 Prozent wachsen - von 1,6 Milliarden im Jahr 2010 auf 2,2 Milliarden im Jahr 2030. Dann wird der Anteil der Muslime an der Weltbevölkerung 26,4 Prozent ausmachen. Bis dahin wird Pakistan Indonesien als Staat mit der größten muslimischen Bevölkerung überholt haben, sagt die Studie weiter voraus. In Europa werde der Anteil der Muslime von heute sechs auf acht Prozent steigen - von 44,1 Millionen Einwohnern islamischen Glaubens auf 58,2 Millionen.

In einigen europäischen Ländern wird der Anteil in den kommenden 20 Jahren noch stärker ansteigen. Die Studie listet unter anderem Belgien auf, wo der Anteil von sechs auf 10,2 Prozent wachsen soll, Frankreich, wo er von 7,5 auf 10,3 Prozent anwachsen dürfte, sowie Schweden, wo sich der Anteil auf zehn Prozent verdoppeln werde. In Österreich werde der Anteil der muslimischen Bevölkerung von 5,7 auf 9,3 Prozent steigen. In den USA dürfte der Anteil der Muslime der Studie zufolge von weniger als einem auf 1,7 Prozent steigen. Die Prognosen des US-Instituts basieren auf den aktuellen Geburten-, Sterbe- und Migrationsraten. (APA/AFP/red)


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Pew Forum on Religion and Public Life: The Future of the Global Muslim Population

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