Faschistische Relikte werden teils entfernt

27. Jänner 2011, 14:10

SVP feiert Kompromiss mit Rom - Grüne kritisierten "Anbiederung" an das Mitte-rechts-Bündnis

Rom/Bozen - Nach dem gescheiterten Misstrauensvotum gegen den italienischen Kulturminister Sandro Bondi (PdL) sieht die Südtiroler Volkspartei Grund zur Freude, was die Entschärfung faschistischer Relikte in Südtirol anbelangt. "Wir haben eine historische Chance genutzt", sagte SVP-Obmann Richard Theiner am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Sämtliche Abbilder und Reliefs aus der faschistischen Zeit an öffentlichen Gebäuden würden entfernt und an dafür geeigneten Orten wie Museen als historische Mahnmale ausgestellt.

Das Mussolini-Relief am Finanzgebäude werde abgetragen, wobei dazu das Land ermächtigt werde. Das sei das Ergebnis einer entsprechenden Vereinbarung mit Bondi. Die Restaurierung des Siegesdenkmales in Bozen werde außerdem nur im Einvernehmen fortgesetzt. Zudem werden erklärende Tafeln angebracht, die den geschichtlichen Hintergrund des Denkmals und des Ortes ausreichend darlegen, hatte Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder in einer Aussendung erklärt. In Bezug auf das Alpini-Denkmal in Bruneck werde ebenfalls im Einvernehmen eine neue Lösung ausgearbeitet.

Bei den Beinhäusern in Burgeis, Gossensass und Innichen sollen ebenfalls erklärende Tafeln angebracht werden, wobei der vom Land vorgeschlagene Text zur Anwendung komme. Die italienische Abgeordnetenkammer hatte am Mittwoch mehrheitlich einen Misstrauensantrag gegen Kulturminister Bondi abgelehnt. Gegen den Antrag votierten 314 Abgeordneten, 292 waren dafür, die zwei SVP-Kammerabgeordneten Siegfried Brugger und Karl Zeller enthielten sich der Stimme. Als Gegenleistung verlangten sie allerdings ein Entgegenkommen des Ministers bezüglich der umstrittenen faschistischen Relikte.

Grüne kritisierten "Anbiederung"

Häme kassierte die SVP für diesen Schritt von den Südtiroler Grünen, die das Vorgehen der Partei in einer Aussendung am Donnerstag als "Anbiederung" bezeichneten. Wieder einmal zeige sich, um zu politischen Erfolgen in Rom zu kommen, gebe die SVP ihre "Blockfreiheit" auf und sichere der Mitte-Rechts-Regierung des unsäglichen Premiers (Anm. Silvio Berlusconi) auch ihr konstantes Wohlverhalten zu. "Die Einhaltung einer Schamgrenze gegenüber einer Regierung, die Italien weder Aufschwung noch Reformen, sondern Skandale in Serie beschert, ist für die SVP kein Thema. Das ist Politik ohne Moral, die nur dem einen Motto folgt: Südtirol zuerst", hieß es.

Den Misstrauensantrag gegen Bondi hatten die Oppositionsparteien und das Parteienbündnis um den Präsidenten der Abgeordnetenkammer Gianfranco Fini eingereicht. Die Opposition hatte Bondi für die Einsturzserie im archäologischen Gelände von Pompeji in den vergangenen Wochen verantwortlich gemacht. Auch wegen der starken Kürzungen im Kulturhaushalt ist der Minister ins Visier der Opposition geraten. Während der Abstimmung kam es zu scharfen verbalen Gefechten zwischen Parlamentariern der Regierungskoalition und der Opposition. Nach der Abstimmung bleibt Bondi im Amt. (APA)

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-Nathan-
 
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11.2.2011, 23:53
2 Teil:

regierenden christlichen und sozialistischen, verteidigt worden. Weniger Lorbeeren als die geschickte Südtiroler Führung hat sich die seit ihrem Abfall von Berlusconi rundum gelobte Fini-Partei geholt. Denn sie will diese Denkmal-Demokratisierung noch verhindern.

-Nathan-
 
00
11.2.2011, 23:53
gut so !

die SVP bewirkt was im Land:
Südtirol: Die Turbulenzen Silvio Berlusconis haben den geschickt agierenden Südtirolern ein historisches Fenster geöffnet. Das hoffentlich auch nicht mehr geschlossen werden kann (in Italien weiß man freilich nie). Die Südtiroler haben sich im Gegenzug für die parlamentarische Unterstützung des bekanntesten Verehrers junger Mädchen eine für sie historische Zusage geholt: In der Provinz sollen sämtliche Abbilder und Reliefs aus dem Faschismus von öffentlichen Gebäuden entfernt werden. Diese Aufschriften sind für die Südtiroler wirklich provozierend oder gar demütigend und denunzieren sie beispielsweise als kulturloses Volk. Dennoch sind sie bisher von allen Parteien Italiens, insbesondere von den lange ...

Bunga Bunga
00
10.2.2011, 14:31
schade

gerade manche fräfaschistische bauten haben eine gewisse ästhetik.

-Nathan-
 
00
12.2.2011, 15:24
und die soll man auch retten.

2 Möglichkeiten:a) einen Faschismusdenkmalpark (so wie bei Budapest den Kommunismusdenkmalpark
b) erläuternde Schilder aufstellen

e g c
32
29.1.2011, 00:42
man kann es nicht oft genug sagen

für mehr macht tut die SVP alles!!

heri13
00
das erinnert mich an die unsägliche schüsselsche mistregierung!

da durften die blauen in ihren ministerien hausen wie die wilden.
dafür konnten die schwarzen ihre schmiergeldgeschäfte auch ohne widerstand erledigen!

Karl Heiden1
13
29.1.2011, 20:55
Sie tut es vor allem für Südtirol und dessen Autonomie,

die durchaus noch eine Stärkung verträgt ...

e g c
00
südtirol ist schon so zentralistisch regiert ...

... dass der oberfürst durnwalder weiß, wann wer in welchem kaff aufs klo gegangen ist.

du meinst, diese autonomie braucht noch eine stärkung ...

berlusconi träumt schon lange von wowas italienweit!

-Nathan-
 
00
15.2.2011, 21:50
wie denn auch sonst?!

das ist eine kleine "Region/Bundesland" mit ca 500.000 EW-also mit Kärnten vergleichbar-klar das die "zentralistisch" (was soll das bitte in diesem Fall heißen?trifft das nicht auch auf den Trentino,Friuli und Aostatal zu?!) rgiert wird...bitte nicht reflexartigauf alles schimpfen was nicht links ist ;-) cmq fG!

Karl Heiden1
00

Die Tschetschenen wären schon froh für eine derartige Autonomie, damit wenigstens Putin sie nicht am Clo (er sagte entsprechend seiner Sozialisation "Scheißhaus") erwischt und runterspült ...

e g c
30
29.1.2011, 00:34
Wie schon Gatterer gesagt hat ...

... der Horizont der Südtiroler ist der Berghang, der sie umgibt ...

Joseph EU
02
29.1.2011, 09:41
DAS ham Bergvölker...

so an sich...........wunderts ???

Joseph EU
08
28.1.2011, 11:40
Weltfremde Maximalisten wollen immer alles....

und das sofort......Die Südtiroler machen es ganz richtig, faschistische Denkmäler werden wenn nicht weggemacht so zumindest neutralisiert, und ausserdem bleiben die Südtiroler selber gern in Italien, haben mit zivilem Ungehorsam und Terror gegen Sachen sich eine vernünftige Autonomie durchgeboxt, leben eine positive Art des Multikulti und nehmen das italienische grosso modo als Bereicherung....Recht haben sie, ganz sicher recht, hätten nationale autochtone Minderheiten überall solche Bedingungen könnte die Welt viel friedlicher sein...Die Italiener wollen nicht latinisieren, die Tiroler nicht germanisieren, bissl Troubles gibts immer und niemand will islamisieren - BINGO....

Aguirre74
 
00
29.1.2011, 08:11

Multikulti? Ein Freund von mir ist wegen seiner Frau nach Bruneck gezogen. Als ich ihn fragte, wie es sich mit den Italienern so lebt, hat er gemeint, dass es da überhaupt keine Berührungspunkte gäbe. Die Volksgruppen leben nebeneinander her, haben eigene Lokale, etc.

Karl Heiden1
02
29.1.2011, 20:57

... besser, als sie fallen übereinander her!

plentn
00
29.1.2011, 09:45

nana net uebertreiben.
ausserdem, beim eishockey wird brav zweisprachig geflucht.

Joseph EU
01
29.1.2011, 09:18
Da hams recht.....Teil 2

gibt halt solche und solche, und dann gibt es auch welche die zwischen den Sprachen hinundher switchen wie das weiland in der Monarchie und auch heute noch Menschen (z.B. im Burgenland) machen, hab mich köstlich amüsiert als ich mal in einem Wirtshaus in Parndorf 3 ältere Ftauen belauscht hab die zwischen Kroatisch , ungarisch und deutsch hinundhergeswitscht ham, das ich ned amal die Hälfte verstanden hab, auch in Bratislava hab ich das schon am Bahnhof mal bemerkt, ebenfalls 2 ältere Damen, wirklich Damen, das Deutsch das sie verwendeten war herrlich antiquiert, übers Slovakisch kann ich da nix sagen ....na jedenfalls um auf Südtirol zurückzukommen, Multikulti ist irgendwie
auf dem Weg, möge es auch langsam u. regional sein...

Joseph EU
02
29.1.2011, 09:11
Da hams recht.....

und klar gibts welche, die wolln die "Walschen" nit, genauso wie es bei den andren welche gibt, die wollen keine "Tedesci!" echte Na*i und echte Faschisti gibts sicher auch, dann die mit oder ohne Groll stur nebeneinander leben, aber in Meran oder Bozen hab ich schon auch Tiroler gesehen die mit Italienern im Supermarkt italienisch parlierten, und umgekehrt waren viele Italiener mir gegenüber (mein italienisch ist wirklich solo un poco) gern bereit Deutsch zu sprechen, nicht nur im Supermarkt oder wo sie mir sonst was verkaufen wollten.ic.h glaub auch das es Mischehen gibt, speziell in den Städten wo sich auch die ganzen Familien annähern und wo man dann an den anderen nicht nur "wurstel con krauti" versus Mortadella z.B. schätzt..

laguna21
11
28.1.2011, 15:49

Der Russenfresser outet sich als Möchtegern-Südtirolexperte?

Joseph EU
02
28.1.2011, 18:47
Woll ma an Köch, Towarisch ????

Super Beitrag !!!! Wenns der Wahrheitsfindung dient ??? Oh i denk se manan nur russenknecht derfn a Meinung habn, bzw da postn..Supa Putin hat den Gressten&Robin ist a supa - Papa darf i jetzt da weita posten, oder muss i a no a sogn denan Russn gheat e ganz Osteuropa , Katyn warn de Deitschn. da Holodomor a Erfindung westlicha Geheimdienst, d Opposition in RU wird ganz fair behandlt, 3 Tage war Staatstrauer um Anna Politkowskaija, die Balten & Ukrainer solln froh sein das se vo RU so gut behandlt wurdn san...wollens nowas ???
Ich frag ja nur, eh schon gaaanz eingeschüchtert. ach ja, ich hab vergessen Ukrainer san a Russen, alle,ned nur 17% ....tut leid..Belarussn und Moldawier a, olle. RU, RU über aaalles, aaalles auf da wöd....

rosentod
42
28.1.2011, 07:55

Je kleiner das Territorium, umso größer der Anteil an nationalistischem/"patriotischem"/etc. Gehabe in der Politik und in den Köpfen der Bewohner ("Wir Südtiroler", "Recht auf Heimat", etc.).
Absurde Auseinandersetzung, prinzipiell und inhaltlich.

Joseph EU
03
28.1.2011, 11:43
So ein Schwachsinn.....

das Recht auf Heimat ist ein Menschenrecht, ganz egal ob es einen bedrohten Stamm im Amazonas oder Kongobecken trifft, oder Kurden, ...alles andre ist Staatsterror....

Jens Kampe
57
28.1.2011, 06:52
Gut so.

Aber dieses "Heim ins Reich", "Südtirol ist nicht Italien" und was fürn Nonsens noch alle, geht einem ziemlich auf die Nerven.

Traumpass - Spieler
00

das geht den meisten tirolern/südtirolern gleich.

Aguirre74
 
21
29.1.2011, 08:18

Man könnte das auch "Selbstbestimmung" nennen. Wer dieses Recht Iren, Basken, Kurden, etc zugestehen will, der muss es auch den Tirolern zugestehen. Ob sie es nutzen oder nicht, ist ihre Sache. Dass die Grenze eine willkürliche Grenze aus der Zeit des Imperialismus ist, scheint hier keinen besonders zu stören.

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