Fernost-Börsen schließen ohne klare Richtung

27. Jänner 2011, 12:17
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Tokio und Shanghai im Plus - Gute US-Vorgaben stützen

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 76,76 Zähler oder 0,74 Prozent auf 10.478,66 Punkte. Nach oben ging es auch in Shanghai. Der Shanghai Composite Index stieg um 1,49 Prozent auf 2.749,15 Punkte.

Andere Börsen mussten hingegen leicht nachgeben. Der Hang Seng Index in Hongkong ermäßigte sich um 63,62 Zähler oder 0,27 Prozent auf 23.779,62 Einheiten. Der FTSE Straits Times Index in Singapur schloss bei 3.219,83 Zählern und einem Minus von 0,95 Punkten oder 0,03 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 2,00 Zähler oder 0,04 Prozent auf 4.907,0 Einheiten.

Unterstützt wurden die asiatischen Börsen von positiven US-Vorgaben. Die US-Notenbank Fed hatte am Vortag ein Festhalten an ihrer expansiven Geldpolitik signalisiert. Der US-Leitindex Dow Jones war zudem am Mittwoch im Verlauf erstmals seit 2008 zeitweise über die Marke von 12.000 Punkten gestiegen.

In Tokio kamen zudem Impulse in Form der anlaufenden Ergebnisberichtssaison in Japan. Der Drucker- und Kamerahersteller Canon etwa rechnet 2011 mit einem Anstieg des operativen Gewinns, blieb damit aber im Rahmen der Erwartungen. Die Papiere gewannen 2,19 Prozent auf 4.195 Yen.

Fanuc schnellen hoch

Aktien des Roboterherstellers Fanuc schnellten um 4,58 Prozent auf 13.250 Yen in die Höhe, nachdem dieser seinen Gewinn im Ende Dezember ausgelaufenen Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als verdoppeln konnte. Gefragt waren in Tokio auch Rohstoffwerte sowie nach guten Zahlen des US-Netzwerkausrüsters Juniper Technologiewerte.

Die Abstufung der Kreditwürdigkeit Japans durch die internationale Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) wurde erst nach Börsenschluss in Tokio bekannt und wirkte sich damit nicht auf den Handel aus. Die Ratingagentur hat Japans Bewertung wegen der steigenden Staatsverschuldung von derzeit "AA" auf "AA-" gesenkt. Die Herabstufung spiegle die Einschätzung wieder, dass die staatliche Verschuldung weiter steigen werde. Der Ausblick sei aber stabil, hieß es. Am Anleihemarkt wurde die Entscheidung der Agentur mit Kursverlusten aufgenommen.

Gesucht waren an den anderen asiatischen Börsen angesichts der jüngsten Anstiege vieler Rohstoffpreise zahlreiche Rohstofftitel. So stiegen China Petroleum & Chemical an der Börse Hongkong um 2,85 Prozent auf 8,29 Hongkong-Dollar. Auch Metall-Hersteller fanden sich unter den Gewinnern. Schwach zeigten sich hingegen einige Finanzwerte. So verloren Bank of China 0,98 Prozent auf 4,06 Hongkong-Dollar. Größere Abgaben gab es in Hongkong auch für einige Immobilienentwickler. (APA)

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