Weltbank sieht Ende der billigen Lebensmittel

27. Jänner 2011, 11:37
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Um dem Preisanstieg entgegenzuwirken, werden höhere Investitionen in Afrika empfohlen

Davos - Die Zeiten billiger Lebensmittel gehören nach Einschätzung der Weltbank der Vergangenheit an. "Wir werden keine billigen Nahrungsmittelpreise mehr sehen, denn wir haben es mit einem langfristigen Phänomen zu tun", sagte Weltbank-Direktorin Ngozi Onkonjo-Iweala am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos zu den weltweit steigenden Preisen. Um einen noch stärkeren Anstieg zu vermeiden, empfiehlt sie höhere Investitionen in Afrika. "Denn mehr als 50 Prozent der anbaufähigen Flächen befinden sich in Afrika."

Eine starke Regulierung der Rohstoffmärkte hält die Weltbank dagegen für den falschen Weg. "Wir brauchen eine gewisse Regulierung, aber keine harte Hand", sagte Onkonjo-Iweala zu Reuters. "Wir müssen die Rohstoffmärkte in Schlüsselregionen wie Afrika weiterentwickeln, um den Landwirten die Planung zu ermöglichen." Einige Experten machen Hedgefonds und andere Investoren für die Preisexplosion mitverantwortlich.

Die Weltbank sieht in den steigenden Nahrungsmittelpreisen eine Gefahr für die globale Konjunkturerholung und soziale Stabilität. "Das trifft die Ärmsten am härtesten", sagte die Direktorin. (APA/Reuters)

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