Novartis zeigt starkes Wachstum

27. Jänner 2011, 11:32
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Basel - Größere Nachfrage nach neuen Produkten hat dem Schweizer Pharmakonzern Novartis 2010 ein zweistelliges Plus bei Umsatz und Gewinn beschert. Der Reingewinn erhöhte sich um 18 Prozent auf 9,969 Mrd. Dollar (7,3 Mrd. Euro) teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Das operative Ergebnis kletterte um 15 Prozent auf 11,526 Mrd. Dollar und lag damit im Rahmen der Analystenerwartungen. Für 2010 kündigte das Unternehmen die 14. Dividendenerhöhung in Folge an, die Aktionäre erhalten 2,20 (2,10) Franken je Aktie.

Einmalaufwendungen

Novartis habe erneut ein starkes Wachstum erzielt, sagte der seit einem Jahr amtierende Konzernchef Joseph Jimenez. Der Umsatz erhöhte sich um 14 Prozent auf 50,624 Mrd. Dollar. Zum Umsatzsprung trug auch der für mehr als 50 Mrd. Dollar übernommene Augenheil-Weltmarktführer Alcon bei, der für vier Monate konsolidiert wurde. In der Pharma-Division stiegen die Erlöse dank weiter anziehender Verkäufe von wichtigen Medikamenten wie dem Blutdrucksenker Diovan oder dem Leukämiemittel Glivec aber auch gut gestarteten neuen Präparaten wie dem Krebsmedikament Afinitor um sechs Prozent auf 31 Mrd. Dollar. Im vierten Quartal belasteten Einmalaufwendungen allerdings das operatives Ergebnis.

2011 wollen die Baseler auf Konzernebene den Umsatz zu konstanten Wechselkursen um den zweistelligen Bereich steigern. Die größte Geschäftseinheit Pharma soll im unteren bis mittleren einstelligen Bereich wachsen. Alcon wird mit einer Abschreibung von rund 2 Mrd. Dollar zu Buche schlagen.

Das gute Geschäftsjahr von Novartis füllt auch das Portemonnaie der Chefs: Novartis-Konzernchef Joe Jimenez hat für das vergangene Geschäftsjahr eine Gesamtvergütung von 11,7 Mio. Franken (9,05 Mio. Euro) erhalten. Er ist damit der bestbezahlte Manager des Pharmakonzerns. Im Jahr davor erhielt Jimenez, damals allerdings noch nicht CEO, insgesamt 7,3 Mio. Franken. Verwaltungsratspräsident Daniel Vasella verdiente für 2010 insgesamt 7,95 Mio. Franken. Damit liegt die Entschädigung deutlich unter den 20,5 Mio. Franken des Vorjahres. Damals hatte Vasella allerdings noch die Doppelfunktion von Chef und VR-Präsident inne. (APA/Reuters)

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