Rektoren-Chef für Studien­gebühren: "Lächerliche 2,70 Euro pro Tag"

27. Jänner 2011, 10:24

Wissenschaftsministerin erhält Unterstützung von Hans Sünkel - ÖH-Chefin weiter gegen Studiengebühren: "Bildung ist ein Grundrecht"

Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (ÖVP), die am Mittwoch ein neues Studiengebühren-Modell angeregt hat, erhält Unterstützung von Hans Sünkel, dem Vorsitzenden der Rektoren-Konferenz . Er kann sich vorstellen, dass künftig 500 Euro pro Semester pro Studierendem eingehoben werden: "Das sind lächerliche 2,70 Euro pro Tag. Das ist wirklich moderat." Im Gegenzug soll es bei diesem Modell mehr Studienbeihilfe und günstige Kredite für Studenten geben.

Die Vorsitzende der ÖH, Sigrid Maurer, ist weiter strikt dagegen: "Bildung ist ein Grundrecht, ein Menschenrecht. Es muss für alle Menschen möglich sein, zu studieren zu beginnen und es auch zu beenden." Studiengebühren würden bedeuten, "dass ich in meine Zukunft investiere und das das nichts mit der Gesellschaft zu tun." Das stimme aber so nicht. "Dementsprechend muss die gesamte Gesellschaft die Universitäten finanzieren, wie die Gesellschaft auch in Krankenkassen und Pensionskassen einzahlt", so Maurer. Sie fordert als Finanzierungsquelle für die Universitäten Vermögenssteuern. (red, derStandard.at, 27.1.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 393
1 2 3 4 5 6 7 8 9
Grinsegelb
01
österreich spart bildung zugrunde

da wär's doch g'scheiter die politiker würden mal ordentlich die steuern eintreiben bei leuten wie dem grasser zum beispiel, der hat so viel geld, dass er sogar vergisst, dass er noch mehr hat...

diese sorgen möcht' ich auch mal haben

Romeo und Julia
01
31.1.2011, 23:37
Sünkel, nehmen Sie ihren Hut!

Das ist ja mehr als peinlich. Ich warte auf ihren Rücktritt.

Schreck
04
29.1.2011, 18:56

Völlig arrogant und abgehoben.

leo lander
02
29.1.2011, 17:00
wie rechnet der Du..kopf ?

regelmässig wird ein Semester mit 12 Wochen gerechnet (4 Monate vermindert um Ferien,....) á 5 Tage macht 60 Tage, d.h. wiederum 500/60, also über 8€. Ist nun auch wieder nicht unmäßig viel, 2 Bier halt/Tag

tomato tirol
04
29.1.2011, 13:16
nicht ganz unverständlich

daß für einen rektor 2,70€ nicht gerade die welt bedeuten. trotz der bekannt schlechten bezahlung dieser hoch- wenn nicht überqualifizierten berufsgruppe :-)

opti
06
28.1.2011, 18:26
magnifizenz

belieben sich in die polemiker oder ignoranten einzureihen
seit Marie Antoinette mit dem kuchen und bis zur jungen övp mit der wurstsemmel versuchen lesezierkel- bankkredit- und versicherungsverkäufer mit dem trick "pro tag" ihre "schlitzohrigkeit" oder totale ignoranz zu bweisen.

ich lebe seit einem jahr von einer 800 im monat und gebe täglich 3 EUR für essen aus. mehr bleibt nach miete und heizung nicht. es geht, aber wenn mir 2.70 pro tag abgezogen werden, habe ich ein problem.

kommens auf die erde, magnifizenz, und fangens an zu denken bevor sie laut reden

Gerhard Wohlfahrt
02
28.1.2011, 15:58
Lächerlicher Beitrag...

Lächerliche 2,70 Euro

Rektorenchef Sünkel spricht im Zusammenhang mit Studiengebühren von lächerlichen 2,70 Euro/Tag. Das mag für manche Studierende stimmen, für die meisten sicherlich nicht. Deshalb folgender Gegenvorschlag:
Wenn alle AkademikerInnen (oder überhaupt alle), die mehr als die Höchstbemessungsgrundlage verdienen, einen – für sie vielleicht wirklich lächerlichen – Beitrag von 10 Euro/Tag für die Bildung unserer Jugend zahlen, dann hätten wir wirklich genügend Geld zur Sanierung unserer Unis und vielleicht sogar für unser ganzes Bildungssystem. (Rechenbeispiel: Rund 300.000 Betroffene mal 10 Euro mal 365 Tag ist rund 1 Mrd. p.a., die Studiengebühren würden nur ca. 200 Mio. p.a. bringen). Und die Einhebung einer solchen Bild

Pingu
01
28.1.2011, 17:09

Bei solchen Ideen stellt sich mir immer wieder die Frage, warum wir so hohe Steuern zahlen.
Ihre Idee entspräche ja einer Steuererhöhung von ca 5%, wenn ich mich nicht ganz täusche. Ob die Bevölkerung über eine solche erfreut wäre wage ich zu bezweifeln.

Vegetarier riechen nach Blümchen
04
28.1.2011, 12:52

Wenn für jemanden - so wie hier einen Beamten - knapp 3 Euro am Tag "lächerlich" sind, dann sollte das Gehalt gekürzt werden.

Ein Wahnsinn wie abgehoben manche Leute sind.

Wie immer in der Debatte der Finanzierung stehen die Rektoren NICHT an der Seite der Studentenschaft. Und wenn man sieht wie schwach die ÖH ist, erspäht man die Studiengebühren am Horizont, hastigen Schrittes auf uns zukommend.

Herr J.K.
09
28.1.2011, 12:24
"Lächerliche 2,70 Euro pro Tag"

Wow! Und ein Milligramm einer Trüffelknolle kostet lächerliche 0,9 Cent. Ein echtes Schnäppchen.

Hero1000
05
28.1.2011, 12:01

Auch wäre es notwenig, wenn sich unsere deutschen Nachbarn um ihre Unis kümmern würden anstatt ihre Studis ins Ausland zu verjagen. Die denken halt auch wirtschaftlich...

Und wer glaubt, daß es auf den Unis besser werden wird, wenn man Studiengebühren da sind, irrt.

Hero1000
03
28.1.2011, 11:59

Nachdem viele Studien schon verschult sind, ist auch nicht mehr viel Zeit zum Arbeiten. Und für viele, die nicht so viel Moneten haben, sind auch 500 Euro am Semesteranfang nicht wenig Geld.
Man könnte in den Ferien arbeiten- tut man auch- aber es wird auch oft die Zeit für Praktika, Famulaturen und Prüfungen genützt. Ich selbst beziehe keine Studienbeihilfe, arbeite nebenbei und zahle bereits meine Studiengebühren von knapp €380. Das ist für mich schon viel, wenns wenigstens nicht mehr werden würde. Auch finde ich den Versuch der Politik nicht sehr sinnvoll die Problematik in Puncto Forschung, Bildung und Co an den Studenten und Studiengebühren festzunageln.

Bert39
167
28.1.2011, 11:15

ich glaube wenn die lieben jammerlappen von studenten sich mehr ihrem studium und weniger den wochenendaktivitäten dann wären die € 500,-- pro semester kein problem mehr.

Und eins sei noch angemerkt. Auch ich habe studiert und damals die knapp € 370,-- pro Semester bezahlt. Und um mir alles zu finanzieren bin ich eben weniger weg- und mehr arbeitet gegangen. Und siehe da man überlebt es auch. Man lernt aus dieser Situation sogar noch etwas - man nennt es Zeitmanagement und Belastbarkeit. Denn hinterher wird einem nichts mehr geschenkt.

Schreck
03
29.1.2011, 18:55

Oh- Einzelschicksaltime, bekanntlich DAS Argument bei einer politischen Systemdiskussion:

Also, ich kannte jemanden, der kannte jemanden, dessen Dackels Schwester hatte ein Frauchen, das ihren Dackel weggeben musste, weil der Mietvertrag den nicht zulies. Und die hatte trotz arbeiten nur 700€ im Monat zur Verfügung. Beihilfen waren kein Thema, weil durch arbeiten zu lange studiert. Die Eltern waren arm und auf Unterhalt verklagen wollte sie nicht. Die lebte ihr ganzes Studium von Clever-Nudeln und Tomatensauce.
Also für die wären 2,70 am Tag schon ziemlich bitter gewesen.

Und die hatten außerdem noch einen Bruder- bei dem wars noch schlimmer.

King of Cowards
05
29.1.2011, 18:35

Dafür sehen wir was aus Ihnen jetzt geworden ist...

Got Your Noes!
02
29.1.2011, 14:48

ja, fein.

sie haben also auch studiert. meine eltern haben auch gern so geredet, und wenns dann gesehen haben wie es bei uns abläuft, da haben sie gemeint "also, das tät ich mir heute nicht mehr an".
und sie sind nicht die einzigen. um 7 aufstehen, vorlesung bis 2, dann praktikum bis 4, dann nächstes praktikum bis 6, dann heim und bis 12 lernen. vielleciht fält ja male in tutoriumsjob ab. schön wenn die das alles hinbekommen haben, damals. ich jedenfalls hab von der süßen unabhängikeit und den wilden jahren an der uni noch nicht viel mitbekommen.

Hosenträgerträger
04
28.1.2011, 16:03
Wollen Sie wissen, wie oft ich fortgegangen bin seit Oktober 2010?

Nein? Ich sag's trotzdem. 5x. Gezählt. Im Sommer davor? 14x. Ebenso gezählt. Einmal in der Woche in den Ferien. Am Wochenende, unter der Woche hab ich gearbeitet. Arbeiten könnte ich natürlich auch weiterhin noch... Aber das ist einfach von der Lernmenge eines Medizinstudiums nicht anzuraten. Den letzten Kurs hätt ich nicht mit 7-23 Uhr lernen (teils länger) überlebt...
Wär sich also ohnehin weder finanziell, noch Timemanagemant-mäßig mit fortgehen ausgegangen...
Aber glauben Sie jetzt bitte nicht ich hätte es deswegen reichlich... Ich bin eher froh, wenn ich am Monatsende noch einen Automatenkaffee bekomm...

MedicalDioctonary
23
28.1.2011, 13:15
überleben ja,

aber es geholfen hat sinnerfülltes Leben zu führen? Hier habe ich ernsthafte Zweifel. Akademische Ausbildung ist halt etwas mehr als simply time management.

Tethys
25
28.1.2011, 12:24

Was genau erhält der Student für seine Gebühren?

Soulman
41
28.1.2011, 20:31
Selten dämliche, präpotente Frage.

fast_matt
02
29.1.2011, 23:09

Nein, berechtigte Frage.
Keine Verbesserung, nur mehr zahlen.

Es ist ja nicht so das Studenten nicht eh für Ihr Studium zahlen, sie tun jetzt derzeit halt nach Abschluss des Studiums (durch die höheren Steuern).

Jetzt frag ich Sie auch noch mal: Was erhält der Student dafür das er sich pro Monat nen Hunderter weglegt um die Gebühren zu bezahlen?

unfremdverschämt
15
28.1.2011, 11:13

ich seh schon die automaten die die uni zum münzklosett machen

Spar Gourmet
15
28.1.2011, 10:59
wenn diese saturierten...

... kotzbrocken, die ihren a... aber sowas von im trockenen haben, in ihren elfenbeintürmchen, fern jeglicher alltags-realität thronend, wenigstens einfach ihr blödes maul halten könnten. damit meine ich nicht nur den offenbar komplett verblödeten rektoren-chef, sondern auch diese vertrottelte ministerin, die den vorschlag überhaupt gemacht hat.

Soulman
30
28.1.2011, 20:34

Saturiert sind höchstens (tatsächlich studierende??) Leute wie Sie - wenn das Ihr Hauptproblem ist.

Nicht, dass die Karl einen besonders guten Job macht - aber Sünkel ist sicher kein "Trottel", er hat als Rektor im sog. Elfenbeinturm(no na) eine andere Meinung wie Sie. Und weiß halt auch viel mehr als Sie!

MAXIMA
40
28.1.2011, 15:17
... political correctness wird von den Linken von den anderen eingefordert ....

... mit dieser primitiven Ausdrucksweise müßte die Uni-Gebühr zumindest verdoppelt werden.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 393
1 2 3 4 5 6 7 8 9

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.