FPÖ: Kunst ist "Krempel"

26. Jänner 2011, 18:33
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Kampagne gegen Skulpturen der Salzburg Foundation

Salzburg - Die Diktion lässt an kunstfeindlicher Eindeutigkeit wenig zu wünschen über: "Weg mit dem Krempel", so der Titel einer Unterschriftenliste der Salzburger Freiheitlichen. Mit dieser soll gegen die von der Salzburg-Foundation in der Landeshauptstadt aufgestellten Skulpturen mobilisiert werden.

Die Foundation ist eine private Initiative, die seit 2002 alljährlich einen internationalen Künstler engagiert. Inzwischen sind neun Plastiken von namhaften Größen der internationalen Kunstszene in der Altstadt zu besichtigen. Die Werke stammen unter anderem von Anselm Kiefer, Stephan Balkenhol oder Anthony Cragg. Die Auswahl der Projekte wird von einer international besetzten Jury getroffen.

Die Blauen stört vor allem, dass die Kunstwerke auf Dauer in der Stadt bleiben sollen. Die Foundation hat diese der Stadt geschenkt. Die jährlichen Kosten für die Erhaltung werden auf rund 30.000 Euro geschätzt. Mit der Forderung, die Statuen und Installationen abzubauen, stößt die FP aber nicht nur bei den anderen Parteien auf Ablehnung. Fremdenführerin Inez Reichl de Hoogh beispielsweise berichtet dem Standard von einem immer größeren Interesse nach speziellen Führungen zu den modernen Kunstwerken. (neu / DER SATANDARD, Printausgabe, 27.1.2011)


  • Die "Caldera" des Briten Anthony Cragg.
    foto: wild

    Die "Caldera" des Briten Anthony Cragg.

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