Die "Salzacharena" soll kommen

26. Jänner 2011, 18:32
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Das Stadionprojekt der Salzburger Austria nimmt Formen an. Im Stadt­teil Liefering soll eine 6000 Zuschauer fassende Arena mit drei Trainingsplätzen entstehen

Salzburg - "Ja, wir wollen in den Profifußball und dazu benötigen wir auch ein bundesligataugliches Stadion", betonte Austrias Manager Gerhard Stöger bei der Präsentation des neuen Stadionprojekts. Derzeit spielen die Violetten noch in der Regionalliga West. Geht es nach den Verantwortlichen des Vereins, könnte die Austria bereits in der Saison 2011/2012 den Angriff auf die zweite Liga wagen. Die derzeitige Spielstätte im Salzburger Stadtteil Maxglan bietet lediglich 1566 Zuschauern Platz und ist nicht bundesligatauglich. "Wir haben weder genügend Parkplätze, noch ein Flutlicht und auch keine Tribüne, die den Statuten der Bundesliga entsprechen", erklärte Austrias Obmann Walter Windischbauer.

Daher hat der Verein den Halleiner Architekten Christoph Adlhart beauftragt, ein neues Stadion zu entwerfen. Als möglichen Standort wurde die bereits vorhandene, aber sanierungsbedürftige Sportanlage an den Salzachseen in Liefering gewählt. Konkret soll die "Salzacharena" 6000 Zuschauern Platz bieten, aufgeteilt in 4500 Sitz- und 1500 Stehplätzen. Die Kosten für das Stadion belaufen sich auf zirka zehn Millionen Euro. Gleich daneben sollen die drei Trainingsplätze erneuert werden. Diese Kosten werden mit drei bis vier Millionen Euro beziffert. "Der Standort in Liefering ist ideal, weil man dort eine gute öffentliche Anbindung hat und die Zuschauer auch die Parkplätze des benachbarten Messezentrums nützen können", erklärte Architekt Adlhart. Sportdirektor Stöger betonte auch, dass mit den in Liefering ansässigen Vereinen (Lieferinger SV, ASVÖ Liefering und FC Salzachsee) über die gemeinsame Nutzung der Anlage gesprochen werde.

Finanzierung noch offen

Noch nicht geklärt ist die Frage, wie das Projekt konkret finanziert werden soll. Obmann Windischbauer hat bereits Gespräche mit den Politikern der Stadt geführt. Dabei signalisieren vor allem die SPÖ und die FPÖ die Bereitschaft, den Bau des neuen Stadions zu unterstützen. „Die Stadt könnte 50 Prozent, sprich sieben Millionen Euro übernehmen. Drei Millionen Euro könnten aus der Sportförderung von Land und Bund bereit gestellt werden. Wir führen auch Gespräche mit Unternehmen, die uns bei der Finanzierung behilflich sein könnten", so Windischbauer.

Ein weiterer Befürworter des Projekts ist Planungsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste), Er wies bereits vor einem Jahr darauf hin, dass es eine Schande sei, dass eine Stadt wie Salzburg kein bundesligataugliches Stadion habe. Bedenken kommen vor allem von Seiten der ÖVP. Vizebürgermeister Harald Preuner kann sich einen Bau in der derzeit finanziell angespannten Lage nicht vorstellen. Bis Ende des Jahres hofft man bei der Austria auf eine endgültige Entscheidung, ob das Stadion gebaut wird oder nicht.

Die Austria rüstet weiter auf

Sportlich haben die Verantwortlichen der Violetten die bisherige Winterpause genutzt, um den Kader punktuell zu verstärken. Der ehemalige Bundesliga-Spieler Pa Ousman Sonko wechselt mit sofortiger Wirkung zum Tabellen-Siebten der Westliga. Der 26-jährige Innenverteidiger spielte bereits 2004 im Nachwuchs der Austria und später bei den Red Bull Juniors. Der Verteidiger aus Gambia war zuletzt in Altach und beim Kapfenberger SV unter Vertrag." Ich kenne ihn schon sehr lange. Seine Einstellung ist vorbildhaft und er hat einen tollen Charakter", so das Urteil von Austria-Coach Didi Emich. (derStandard.at; 26. Jänner 2011)

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    foto: christoph adlhart
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