"Keine Vorurteile"

Lauda entschuldigt sich für "Schwulen-Sager"

26. Jänner 2011, 17:37

"Habe und hatte Zeit meines Lebens keine Vorurteile gegen Homosexuelle"

Nach den heftig kritisierten Aussagen über den geplanten Tanz von Alfons Haider mit einem männlichen Partner bei der ORF-Show "Dancing Stars" hat Niki Lauda Mittwochnachmittag auf der Facebook-Seite seines Unternehmens Flyniki eine Entschuldigung veröffentlicht. Vor allem auf den Internetplattformen Facebook und Twitter hatten die Aussagen des früheren Formel 1-Rennfahrers und Luftfahrtunternehmers zu Protesten geführt. Lauda hatte dem ORF in einem Interview mit der Tageszeitung "Österreich" am Montag vorgeworfen, "aus reiner Quotengeilheit (...) schwules Tanzen zu propagieren". In seinem heutigen Statement wolle er "nochmals klar zum Ausdruck bringen: Ich habe und hatte Zeit meines Lebens keine Vorurteile gegen Homosexuelle".

Lauda hatte sich im Vorfeld des Interviews bei ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz beschwert, dass Haider mit einem (heterosexuellen) Mann bei der Tanz-Show antreten will. "Es gibt so was wie gute Traditionen in unserer Kultur - dazu gehört, dass Männer mit Frauen tanzen. Bald kommt die Zeit, da werden wir uns noch alle öffentlich dafür entschuldigen, dass wir heterosexuell sind", wetterte Lauda daraufhin im Interview. Die Homosexuellen Initiative HOSI Wien forderte in einer Aussendung eine Entschuldigung von Lauda: "Wir sind wirklich fassungslos und äußerst überrascht, dass Herr Lauda solche Vorurteile gegenüber Homosexuellen hegt und den ORF in völlig ungerechtfertigter Weise angreift", sagte HOSI-Obmann Christian Högl.

Im veröffentlichten Statement schrieb Lauda, er "verstehe auch die Initiative der Menschen auf Facebook" und wolle sich "bei allen Menschen entschuldigen, die sich durch die Wahl meiner Worte verletzt fühlten". Im Gespräch mit Wrabetz habe er "bezüglich des geplanten Dancing Stars-Auftrittes eines männlichen Paares zum Ausdruck gebracht, dass es mich stört, wenn der ORF wie ein Privatsender agiert um die Quoten in die Höhe zu treiben". (APA)

derStandard.at/Etat auf Facebook

Nachlese
Niki Lauda empört sich über "schwules Tanzen"
- Fordert Stopp von "quotengeiler Schwulen-Nummer" - Wrabetz verwundert: "Zeigt, dass es ein Thema ist" - HOSI "fassungslos"

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17 Postings
vergib ihnen, denn...
30
31.1.2011, 00:22
erstens und zweitens und

estens darf Lauda nicht nur eine Meinung haben, sondern sie auch sagen. zweitens warum sollte er nicht das Recht haben, dass ihm davor graust, sich das vorzustellen. Er ist nicht der einzige. Ich weiß nicht, warum das unbedingt gleich homophob ist. Es ist genaus rechtens, dass seine "Natur" ihm vermittelt, dass das grausig ist, wenn dem so ist. Samma froh, wenn ihm graust und anderen auch, sonst hätten die Frauen überhaupt niemand mehr zum V. Wollen wir doch die Kirche im Dorf lassen. Viele Mitbürger, die den Schwulen alle Rechte geben wollen, wollen sich noch lange nicht im detail vorstellen, was die genau treiben. Darf sein. Und nun tanzen die da Schwanz an Schwanz. Naja, mal sehen. Exotischer Input für viele eben. Widerstand ist auch ok.

Sheriff Jack Mauer
36
28.1.2011, 14:44

Warum sollen Männer mit Männer nicht tanzen? Ist doch in Ordnung.

Einfach Schwachsinn was Lauda von sich gab.

Maximus Decimus Meridius
00
28.1.2011, 13:06
Quotenfutter

Je mehr Herr Lauda über diesen bedeutungslosen Schwachsinn redet, desto mehr wird die Quoten-Rechnung des Herrn Wrabetz aufgehen. Gratuliere!

leevi
04
28.1.2011, 12:00
Lauda vs. Homosexuelle

man möge seine Entschuldigung vielleicht respektieren, aber glauben kann man sie nicht.

In seinen Aussagen kam ja seine subjektive Meinung gegenüber Homosexuelle zum Vorschein.

Ob sich nun der Herr Lauda über das Programm respektive über die Tanzeinlage Alfons Haiders aufregen sollte, sei dahingestellt. Immerhin gibt Lauda seinen Expertenstatus für einen umweltbelastenden und natürlich auch geldgierigen, wie auch gefährlichen Sport frei.

Es lebe die Meinungsfreiheit und nebenbei die Toleranz ;)

Verdad
62
28.1.2011, 10:12

Hr Lauda hat das Richtige gesagt.

Eine Entschuldigung ist nicht notwendig.

Doper
00
28.1.2011, 09:01
Im ORF hat man gehofft,

dass man das Interesse an der Tanzshow steigern kann, wenn man ein schvvules Paar als Aufreger aufbietet. Das war vergebene Liebesmüh.
Der ORF bietet den Herrn Lauda auf, der mit homophoben Aussagen endlich für Aufregung und Interesse sorgen soll. Ein laues Lüfterl bläst durch den Blätterwald. Mit Laudas Entschuldigung versucht man die nicht vorhandene Aufregung am Kochen zu halten. Müde Reaktionen der Öffentlichkeit auch darauf.
Fazit:Das Produkt Tanzshow hat sich abgenutzt und wird den Marktanteil des ORF nicht erhöhen. Hätte Lauda für die Werbeauftritte zahlen müssen, hätte es dem ORF mehr gebracht.

Iris Meier
00
27.1.2011, 20:40
Lauda in fronz Presse

http://www.tetu.com/actualite... cela-18707

irre, selbst die französiche presse findet das berichtenswert r

Ingrid Goeschl1
01
27.1.2011, 20:35
Bekanntlich hat er ja nix zu verschenken,

und ganz besonders nicht zahlende Kundschaft.

Sogar wenn diese homo ist.

-Lucien-
63
27.1.2011, 16:58

Man kann Niki-Nationale nur zustimmen! Bei aller Toleranz, aber irgendwann ist es auch genug!

ente52
 
00
31.1.2011, 19:52
toleranz is immer

...von oben herab... wer stellt sich also über die menschen die anders denken, anders leben wollen, anders sind, anders...? die toleranten dosieren ihre toleranz...und wissen wann es genug is... gratulation...irgendwann schwingt sich einer auf und spielt den toleranten gegenüber den dep....en und bestimmt wann es genug is... uii da tät ma schaun :-)

. Diogenes
11
27.1.2011, 13:26
Möglicherweise hat sich Lauda in der Wortwahl vergriffen.....

Es wäre trotzdem naiv zu glauben der ORF hätte
das männliche Pas de deux inszeniert um Weltoffenheit und Liberalität zu demonstrieren.
Der Ausdruck quotengeil trifft es ziemlich gut.

Mariedl
13
27.1.2011, 12:06

copyright Falter: Kapperlclown

juanpablo85
01
27.1.2011, 10:54

Dibadibaduuu.

pia pemmerling
21
27.1.2011, 10:42
Niki: ein Wendehals!

schreibsauf
21
27.1.2011, 10:03
er ist halt ehrlich!

Das er knapp und trocken formuliert ist doch bekannt jetzt alles auf die Goldwaage zu legen finde ich unangebracht. Seine Art zu formulieren erlaubt halt keine Spielraum und das wird ihm oft falsch ausgelegt. Jedenfalls war keine Bösartigkeit dahinter, was man von seinen Kritikern nicht behaupten kann, so untergriffig wie manche von denen, da kann man sich nur wundern!

ente52
 
00
31.1.2011, 19:54
schreibsliebernetauf

...zu spät

Rauscher, der Hundefreund
12
27.1.2011, 10:00
Da kann er sich 10x entschuldigen, nutzen

... wird´s nichts. Denn alle, die sein Statement hörten, hörten auch die große Überzeugung dahinter, dass ihm die ganze Schwulerei am Keks geht. Sich jetzt am ORF abzuputzen, ist von einem, der getrost unter die Top Ten der Quotensäue gereiht werden kann, geradezu die Hinwendung zum Pharisäertum. Tja, lieber Herr Lauda, endlich an den Tiefen des Unterbewusstseins ausgerutscht....

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