"Gorch Fock"-Affäre

Guttenberg verteidigt sich

26. Jänner 2011, 16:51
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    foto: epa/soeren stache

    Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg tritt nach seiner Anhörung im Parlament vor die Presse

Neue Hinweise auf Missmanagement auf dem Schulschiff der deutschen Marine - Verteidigungsminister sagt im Bundestag aus

Berlin - Keine Fehler gemacht, alle Anweisungen zur Aufklärung gegeben, kein Grund also zur Aufregung. So verteidigte sich - kurz zusammengefasst - der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) am Mittwoch im Bundestag. Er war wegen des Todes einer jungen Kadettin auf dem Schulschiff Gorch Fock, einem "Schieß-Unfall" in Afghanistan, bei dem ein deutscher Soldat starb, und geöffneter Feldpost unter Druck geraten.

Vor den Mitgliedern des Verteidigungsausschusses wies Guttenberg darauf hin, dass bei allen drei Fällen "die erforderlichen Aufklärungsarbeiten laufen", überall sei die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Ihm sei wichtig, "dass man nicht mit Vorwürfen, sondern mit Tatsachen arbeitet". Und bis jetzt stünden nur Vorwürfe im Raum, die nicht bewiesen seien.

Einmal mehr verteidigte er die rasche Suspendierung von Gorch-Fock-Kapitän Norbert Schatz. Dieser könne sofort wieder auf dem Schiff arbeiten, "wenn sich die Vorwürfe als haltlos erweisen". In den vergangenen Tagen hatten Berichte über Saufgelage und sexuelle Belästigungen auf dem Schiff die Runde gemacht. Die Zeit berichtet zudem, das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr habe in Forschungsstudien dem Verteidigungsministerium über Missstände auf dem Schiff (Probleme mit dem Sicherheitskonzept und mangelnde Hygiene) berichtet.

Information an Bundestag

Nicht zufrieden ist die Opposition. SPD-Wehrexperte Rainer Arnold erklärte: "Wir haben einen Minister erlebt, der auf Kritik äußerst dünnhäutig reagiert." Er warf ihm auch vor, den Bundestag nicht korrekt über die Vorgänge informiert zu haben - was Guttenberg zurückwies. Im Falle des in Afghanistan getöteten Soldaten habe sein Ressort den Bericht an den Bundestag korrigiert, nachdem es nähere Informationen erhalten hatte.

Die Grünen wollen nun den abgesetzten Gorch-Fock-Kapitän direkt im Verteidigungsausschuss befragen. Dessen rasche Suspendierung wird auch von Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) kritisiert. Zu den "Regeln" in der Bundeswehr gehöre auch, "dass über niemanden der Stab gebrochen wird, ehe er angehört wurde", sagt er in der Zeit. (bau/DER STANDARD, Printausgabe, 27.1.2011)

Kommentar posten
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Jürgen Rembremerding
00
27.1.2011, 13:10
neue Dienstvorschrift für das Verhalten von Kadettinnen am Mast:

http://www.youtube.com/watch?v=gp6A1KeXDC0

1116er
00
27.1.2011, 12:29
nur zur erinnerung

der vorgänger von guttenberg musste deshalb den job wechseln, weil er von seinen generälen falsch/nicht informiert wurde.
wo ist der unterschied zu heute?
das gel in den haaren des ministers?

Nicolas Castillo
01
27.1.2011, 15:00
er ist ein "von und zu" ...

beim Hochadel drückt man schon mal eher ein Auge zu

Wolfgang Bieber
00
27.1.2011, 12:22
Guttenberg macht den Westerwelle

Abgehoben, beratungsresistent, kritikunfähig. Das, was man im Moment im politischen Berlin über Verteidigungsminister zu Guttenberg hört, trifft auch auf FDP-Chef Guido Westerwelle zu. In der Tragik sind sie sich gleich. Dennoch gibt es einen Unterschied: Wenn Westerwelle morgen gehen müsste, hätte er auch Erfolge aus zehn Jahren politischer Hochebene vorzuweisen. http://bit.ly/fR1Kjy

leberkasi
01
27.1.2011, 12:20
was sollte ein verteidigungsminister sonst tun...

...als sich zu verteidigen.?

Plinius
10
27.1.2011, 11:19
nach meiner Ansicht nach...

...sollte man sich zunächst überlegen ob es Sinn macht Marine Offiziere auf einem Segelschiff auszubilden. Denn die Zeit der Windjammer ist vorbei, unwiederbringlich. Für einen modernen Kampfeinsatz zur See bringt eine Seglerausbildung genau gar nichts. Sowohl die US - wie auch die Roayl-Navy, die für mich noch immer die Benchmarks setzen, haben für ihre Offiziere und Mannschaften andre Ausbildungszenarien im Einsatz.

Eine andre Frage sind die Vorfälle an Bord der GF. Da steht zu vermuten das der Käptn überfordert war. Dennoch, zuerst genaue Untersuchungen, erst dann die Konsequenzen...

Andreas Pieper
00
28.1.2011, 00:38

ein wenig recherche zu themen von denen man ganz offensichtlich keine ahnung hat erspart einem derart peinliche auftritte.mit welcher qualifikation urteilen sie über die ausbildung der deutschen offiziere?

und ganz nebenbei,googeln sie mal nach der USCGC Eagle....

Plinius
00
28.1.2011, 17:13
wenn sie sooo viel Ahnung haben,...

...dann sagen sie mir bitte was an meiner Argumtentationskette falsch ist.
Anderfalls betrachten sie sich als armes Würschtl...

Melbac
00
27.1.2011, 16:24
der dienst auf der GF

dient nicht der seemännischen ausbildung sondern dem gnadenlosen schleifen und drillen - in schönsprech: dem heranführen des auszubildenden an die eigenen Grenzen.
Dazu ist die situation auf einem Segleschiff an sich sehr gut geeignet - es ist eine zwangssituation gegeben, seemännische befehle sind selbstverständlich zu befolgen, die Auszubilenden sind immer unter beobachtung.

es ist aber ein generelles Problem solcher Drilleinrichtungen das die Stammbesatzung mit der Zeit die Grenzen immer weiter dehnt und überschreitet. Das Argument das die Auszubildenen ja freiwillig dort sind zieht nur sehr bedingt - nach vielen Monaten schwerer Ausbildung und Drill will man die "paar Wochen" auch noch durchbeißen.

Andreas Pieper
00
28.1.2011, 08:53
ach,ist das so??

wie lange waren sie denn auf der fock um derartige aussagen treffen zu können?oder ist das (was ich ehr vermute) ihre persönliche hausmannspsychologie vermischt mit den "erfahrungen" diverser hollywoodfilmchen?

lucifer
01
27.1.2011, 11:18

inzucht adelt...

Wolfgang Bieber
00
27.1.2011, 10:54
Westerwelle als Vorbild?!

Abgehoben, beratungsresistent, kritikunfähig. Das, was man im Moment im politischen Berlin über Verteidigungsminister zu Guttenberg hört, trifft auch auf FDP-Chef Guido Westerwelle zu. In der Tragik sind sie sich gleich. Dennoch gibt es einen Unterschied: Wenn Westerwelle morgen gehen müsste, hätte er auch Erfolge aus zehn Jahren politischer Hochebene vorzuweisen:http://bit.ly/fR1Kjy

buena1vista1
00
27.1.2011, 10:39
Ich ....

finde es erbärmlich, dass man immer noch in Frage stellt und anzweifelt, dass es sowas beim BH gibt!

Schon vor 30 Jahren gab' es diese Rituale, Hiebe, Erniedrigungen und sogar Vergewaltigungen innerhalb der "heiligen Kasernengebäude" ...

Natürlich traut sich niemand was sagen, aus Angst, noch mehr Ziel dieser Attacken zu werden, daher schweigt man(n) und wartet bis es vorbei ist.

Und ich nehme an, in allen Ländern wo es ein Heer gibt, ist es genauso. Habe schon diesbezüglich Berichte aus Russland gesehen, wo Rekruten gefoltert und getötet wurden .... wurde aber alles verschleiert .... aber irgendwann kommt alles an Tageslicht ....

ruzika
00
27.1.2011, 08:08
qalitätseinbuße

die lassen nach bei der deutschen bundeswehr, früher war das motto nur die besten kommen durch und von denen nur 10%.

USV
20
26.1.2011, 22:48
Guttenberg verteidigt sich

er eißt 'zu Guttenberg' ....

.MS.
00
27.1.2011, 11:16

nur außerhalb der österreichischen Staatsgrenzen.

LeSchakal
00
26.1.2011, 23:55
Wenn schon, dann heißt es

Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg verteidigt sich

Wäre aber eine blöde Überschrift.

Chat long
00
26.1.2011, 23:12

das ist in diesöm Zusammönang wirklisch sehr wischtisch, n'est-ce pas!

King of Cowards
01
26.1.2011, 22:23

Ihm sei wichtig, dass man nicht mit VORWÜRFEN [...] arbeitet. Und bis jetzt stünden nur Vorwürfe im Raum.

Rainer Arnold WARF ihm auch VOR, den Bundestag nicht korrekt über die Vorgänge informiert zu haben - was Guttenberg ZURÜCKWIES.

Ja ist das nicht einer der Hunde, die den eigenen Schwanz jagen?

Johannes Benn
31
26.1.2011, 20:57
.

die hysterié schraube dreht sich immer weiter.
die 68´er haben angefangen kritisch zu sein, und dann wurden ein paar missstände aufgedeckt, und es kam zu skandalen. heute ist die medienwelt und die linksliberale meinungsführerschaft derartig süchtig nach skandalen dass jeder einzenfall ausgeschlachtet wird, der vorwurf der "schlechten informationspolitik" und ähnliches liegt mittlerweile ständig in der luft.
dazu werden nach und nach alle öffentlichen und auch privaten institutionen durchdrungen von unerfüllbaren ansprüchen an risikominimierung und bequemlichkeit. gerade die bundeswehr wird arg bedrängt, die linksfraktion würde am liebsten über jeden morgenspaziergang irgendwelche rekruten einen untersuchungsausschuss anzetteln

_valina
00
27.1.2011, 10:46
wer ein anständiger landser werden will

dem sind solche fälle egal! ...der hindukusch ruft ja!

King of Cowards
00
26.1.2011, 22:17

Wen kümmert auch eine Kadettin die aufs Deck der Gorch Fock klatscht, sonstige Toten oder geöffnete Feldpost?

Stephen Ferrando
01
26.1.2011, 20:30

Fesch sein alleine reicht nur bei einer Frau. Guttenberg schreiben sie sich das hinter den Ohren.
Weniger Zeit mit Haarpflege und Fototerminen verbringen. Schon mal was von Arbeiten gehört, adelskind?

Jürgen Rembremerding
00
26.1.2011, 21:16
Ist die Leitung eines Ministeriums keine Arbeit?

Kohl-Haas
00
31.1.2011, 09:22
@ Ist die Leitung eines Ministeriums keine Arbeit?

Re.Ist die Leitung eines Ministeriums keine Arbeit?

Wenn man dem nachginge wäre es schon Arbeit.
Wenn man aber den Posten zur Selbstdarstellung missbraucht und sich mit Hofnarren wie Kärner umgibt , um eine Show abzuziehen ist die Frage mehr als legitim ob er nicht bei einem Provinztheater als Schmieren -komödiant besser aufgehoben wäre.
M.f.G. Kohl-Haas

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