Arbeiterkammer warnt

Schädliche Stoffe in Heimwerkerprodukten

26. Jänner 2011, 16:33
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    foto: apa/armin weigel

    Heimwerken kann gefährlich sein.

Die Hälfte der von der AK getesteten Werkzeuge sind nicht für den längeren Kontakt mit der Haut geeignet

Eisenstadt - Viele Werkzeuge enthalten gesundheitsgefährdende Stoffe, machte die Arbeiterkammer (AK) Burgenland in einer Pressekonferenz in Eisenstadt aufmerksam. Das Umweltbundesamt hatte im Auftrag der Arbeiterkammer 17 Heimwerkerprodukte überprüft. Neun davon wurden mit mangelhaft oder nicht genügend bewertet und sind für den längeren Kontakt mit der Haut nicht geeignet. Drei Werkzeuge waren sehr hoch mit krebsauslösenden PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) belastet und fünf Produkte wiesen hohe Konzentrationen des Kunststoffweichmachers DEHP auf.

Grenzwerte überschritten

Eingekauft wurde in sechs Baumärkten, geprüft wurde auf krebsauslösendes PAK und den Kunststoffweichmacher DEHP, Di(2-ethylhexyl)phthalat. Drei Artikel - ein Teleskopschraubendreher der Marke OK. (Baumax), ein Gummihammer (Zgonc) und ein Schlosserhammer der Firma Starke (Hornbach) waren laut AK im Vergleich zum Grenzwert von 0,2 mg/kg sehr hoch (bis über 4.000-fach) mit den krebsauslösenden PAK belastet. Diese Produkte wiesen auch hohe Konzentrationen an DEHP auf. Vier weitere Produkte seien zusätzlich aufgrund des PAK-Gehaltes nicht für den längeren Kontakt mit der Haut (mehr als 30 Sekunden) geeignet, zwei Werkzeuge hätten hohe Konzentrationen des Kunststoffweichmachers DEHP aufgewiesen, so die Konsumentenschützer.

Durch Hautkontakt in den Körper

"PAK und DEHP sind ein Risiko für Mensch und Umwelt", betonte Sabine Cladrowa, Leiterin der Abteilung Chemikalien im Umweltbundesamt. "Sie gelangen hauptsächlich durch den Hautkontakt in den Körper. PAK können das Krebsrisiko erhöhen und DEHP auch den Hormonhaushalt beeinträchtigen. Zudem belasten PAK- und DEHP-haltige Produkte nach ihrem Gebrauch als Abfälle die Umwelt."

"Besonders ärgerlich sind die Testergebnisse angesichts der Tatsache, dass das Problem seit Jahren bekannt ist", meint Eva Schreiber, Leiterin der Konsumentenberatung der AK Burgenland. Analysen von mehr als 5.000 Verbraucherprodukten durch Labors in der EU hätten gezeigt, dass ein beträchtlicher Anteil der Produkte PAK enthält. Während PAK in Stoffen und Zubereitungen für die Allgemeinheit nicht über einer Konzentration von 0,1 Prozent enthalten sein dürfen, ist der Gehalt der PAK in Verbraucherprodukten - mit Ausnahme von Autoreifen - nicht reguliert. Ziel sei deshalb auf EU-Ebene zu bewirken, dass die Verwendung dieser gesundheitsschädlichen Substanzen in einer Vielzahl von Produkten beschränkt oder verboten werde. (APA/red)

sirius5one
01
27.1.2011, 11:04
selbst schuld

keiner will was ausgeben, aber jeder will alles haben. den billigschrott könnnen sie sich behalten. gutes werkzeug ist sicher nicht dermaßen gesundheitsschädlich. aber der vergleich eines qualitätshammers - vorzugsweise aus einer österreichischen manufaktur - mit einem billighammer sollte eigentlich sofort überzeugen. was mich sonst noch aufregt lest ihr auf wwwgesundemeinung.at

bärli bär
01
27.1.2011, 09:39
Ich seh auf der Liste nur Verkaufsläden von "Chinaschrott"

Gibts da weiterführendes oder darf ich mal extrapolieren das Markenware aus dem Profibedarf auch betroffen ist?

Bei Kunststoffererzeugnissen aus China darf ma sich net wundern, bis vor ein paar Jahren waren Kinderspielzeuge aus der PRC ebenso hochbelastet.

The Sailor
01
27.1.2011, 09:18
Eigentlich erschreckend

Wir bringen uns wirklich selbst um, ganz ohne Atomwaffen (wer hätte das in den 80ern noch gedacht!)...

Es vergeht kein Tag, an dem nicht soetwas bekannt wird.
Belastete Arbeitshandschuhe, Blei im Kinderschmuck, Belastete Werkzeuge,...

Und jedesmal heisst es dann, das ist alles ganz legal...

Wohin sind wir gekommen, dass wir lauter Unsinn machen, nur weil er nicht explizit verboten ist?
Früher (vor der blöden Billa-Werbung) hat man das Hausverstand genannt.

catnip for christmas
00
27.1.2011, 14:57
verdammmmt

als erstes hab ich mir gedacht, nehm ich mir halt zusätzlich ein paar arbeitshandschuhe mit.

das ist eh alles ein plan der nwo. zuerst alle krankmachen und dann mit einer krebsbehandlung ködern. wer nicht spurt, kriegt keine.

übrig bleiben die elite und die ökos.

Petzibär
01
26.1.2011, 22:29
glück gehabt

hab nur altes verdrecktes und verostetes werkzeug. :-)

Hercules
10
26.1.2011, 19:40

In Otto- und Dieselkraftstoff bzw. Heizöl findet man Spuren von PAK. Auch kommen PAK in Tabakrauch und geräuchertem, gegrilltem und gebratenem Fleisch vor. An verkehrsreichen Straßen kann sich PAK auch im Hausstaub anreichern (WIKI).

Tja, da wird uns die AK auch bald das Grillsteak verbieten. Rauchen gibt´s eh bald nicht mehr. Und beim Tanken ist der STaat (Steuern) dagegen ;-)

roterbruder1
01
26.1.2011, 17:35

was du auch machst....mach es nicht selbst....auch wenn du dir.....darin gefällst.
wer zuviel selbermacht...wird schließlich dumm...aus-genommen selbstbefriedigung......

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