EU will bei Beseitigung von Schäden helfen

26. Jänner 2011, 15:33
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Kommission erwartet konkrete Vorschläge vin Italien

EBrüssel - Nach der Einsturzserie im antiken Pompeji will die Europäische Union den Wiederaufbau der archäologischen Stätten mitfinanzieren. EU-Regionalkommissar Johannes Hahn habe dazu mit italienischen Regierungsvertretern Gespräche geführt, sagte sein Sprecher Ton van Lierop am Mittwoch in Brüssel. Es liege nunmehr an Italien, konkrete Vorschläge zu unterbreiten. "Wir erwarten, dass Pompeji eine archäologische Ausgrabungsstätte sein wird, die unter dieses Programm fällt."

Insgesamt stünden eine Milliarde Euro aus dem EU-Fonds für Regionalentwicklung für kulturelle Programme in Süditalien zur Verfügung, sagte der Sprecher. Davon könne aber nicht die gesamte Summe für archäologische Stätten aufgewendet werden, ein Teil der Mittel sei auch schon verbraucht. Die EU-Hilfen müssten im Regelfall mit einem gleich großen Betrag von der italienischen Regierung kofinanziert werden. Der Fokus des Programmes sollte nunmehr auf archäologischen Stätten liegen, die einen hohen kulturellen, historischen und touristischen Wert haben. Konkrete Vorschläge von italienischer Seite erwarte die EU-Kommission bis zum Frühjahr.

In der antiken Stadt Pompeji waren im Dezember zweimal Überreste eines historischen Bauwerks eingestürzt. Nach mehrtägigem heftigen Regen brach eine rund drei Meter lange Mauer in sich zusammen. Zuvor war in Pompeji eine zwölf Meter lange Mauer vor dem "Haus des Moralisten" an mehreren Stellen eingebrochen. Am 6. November war ein Haus eingestürzt, das Gladiatoren in der Römerzeit für das Training vor Kämpfen genutzt hatten. (APA/red)

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