Fossilienfund löst über hundert Jahre altes Rätsel

27. Jänner 2011, 18:40
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Eine überraschende Riesenflusskrebs-Entdeckung, ein manipuliertes Lincoln-Dokument und ein runder Geburtstag für das Automobil

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"Moora" mit Gesichtern

Die im Uchter Moor in Niedersachsen in den Jahren 2000 und 2005 entdeckte Moorleiche "Moora" hat ein Gesicht bekommen. Genau genommen haben Experten insgesamt fünf verschiedenen Rekonstruktionen der vor 2.650 Jahre verstorbenen jungen Frau hergestellt. Bei dem 16 bis 19 Jahre alten Mädchen aus der Eisenzeit handelt es sich um die zweitälteste in Deutschland je gefundene Moorleiche. Die Untersuchung der Überreste ergaben einige Details über den Gesundheitszustand von "Moora". So dürfte die Frau unter einem gutartigen Tumor im Kopf, einer Verkrümmung der Wirbelsäule sowie einer chronischen Entzündung des Schienbeins gelitten haben. Außerdem dürfte sie körperlich schwer gearbeitet haben. Aufgrund dieser und weiter Untersuchungsergebnisse gehen die Forscher davon aus, dass "Moora" nicht zu einer privilegierten Schicht gehörte. Woran sie letztendlich gestorben ist, bleibt aber vorerst noch ungeklärt.

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