Commenda: "Reformen notwendig"

26. Jänner 2011, 13:38
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Interimistischer Generalstabschef: Reformen müssten "im Auftrag der Ressortführung" umgesetzt werden - Entacher will sich weiterhin nicht äußern

Wien - Für den interimistischen Generalstabschef Othmar Commenda steht es "außer Streit, dass Reformen notwendig sind und im Auftrag der Ressortführung umgesetzt werden müssen". Er sehe seine neue Aufgabe darin, "das Bundesheer im Auftrag des Bundesministers auf Kurs zu halten und die anstehenden Aufgaben zu lösen", wie es am Mittwoch in einer Aussendung des Verteidigungsministeriums hieß. Der abberufene Generalstabschef Edmund Entacher will sich weiterhin nicht äußern.

Commenda war bisher stellvertretender Generalstabschef. Verteidigungsminister Norbert Darabos hatte Commenda nach der Abberufung von Generalstabschef Edmund Entacher Montagabend vorläufig die Aufgaben des Generalstabschefs übertragen. Zu seinem Stellvertreter hat Commenda am Mittwoch Generalleutnant Christian Segur-Cabanac, Chef der Einsatz-Sektion, bestimmt.

Entacher will nichts sagen

Alle Führungskräfte des Bundesheers seien nunmehr "gefordert", "die tiefgreifenden Reformen, unabhängig vom zukünftigen Wehrsystem und angesichts einer schwierigen budgetären Situation, gemeinsam anzupacken", betonte Commenda. "Wir stehen vor großen Herausforderungen." Vordringlich gelte es aber auch, die "Tagesarbeit nach bestem Wissen und Gewissen zu erledigen, unbeschadet der intensiven Diskussionen um das Bundesheer". Er führe seit Dienstag intensive Gespräche mit der militärischen Führungsspitze. Persönlich stand Commenda am Mittwoch für ein Gespräch nach wie vor nicht zur Verfügung.

Der abberufene Generalstabschef Entacher will sich weiterhin nicht zur Causa äußern, da es sich um ein "schwebendes Verfahren" handle, wie er Mittwochvormittag mitteilte. (APA)

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