Fast 10.000 Uni-Absolventen waren im Dezember arbeitslos

26. Jänner 2011, 12:18
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Hälfte aller Arbeitssuchenden haben nur Pflichtschule

Wien - Bildung senkt zwar das Risiko, arbeitslos zu werden, dennoch waren im Dezember 9.983 Uni-Absolventen auf Arbeitsuche. Rechnet man die 1.622 Job suchenden Fachhochschüler dazu, stieg die Zahl der arbeitslosen Akademiker sogar auf 11.605. Der größte Teil der Arbeitslosen mit einem Anteil von 46,2 Prozent hat allerdings nur Pflichtschule. Der Anteil der Jobsuchenden mit maximal einem Lehrabschluss lag bei 36,7 Prozent, geht aus der aktuellen Statistik des Arbeitsmarktservice (AMS) hervor.

Mit einer Arbeitslosenquote von 21,3 Prozent (Dezember 2010) haben Personen mit maximal einem Pflichtschulabschluss das größte Risiko, arbeitslos zu werden. Deutlich besser ist die Situation mit einer abgeschlossenen Lehre: Die Arbeitslosenrate beträgt in diesem Bereich 7,5 Prozent und liegt damit bereits unter dem Bundesschnitt von 8,2 Prozent. Bei Absolventen einer AHS oder berufsbildenden höheren Schulen beträgt die Arbeitslosenrate 3,7 bzw. 4 Prozent. Deutlich geringer mit 2,5 Prozent ist die Rate bei Uni- und Fachhochschulabsolventen.

Im Jahresvergleich ist die Arbeitslosigkeit 2010 im Schnitt um 5,5 Prozent auf 250.782 Jobsuchende zurückgegangen. Bei den Uni-Absolventen gab es jedoch einen Anstieg gegenüber 2009 um 7,7 Prozent auf 9.093 im Jahresschnitt und bei den Absolventen einer Fachhochschule ein Plus von 8,1 Prozent auf 1.358 Betroffene. Am deutlichsten zurückgegangen ist die Arbeitslosigkeit laut AMS bei den Pflichtschülern mit minus 7,3 Prozent auf 98.485 Betroffene und bei den Personen mit einer Lehre mit minus 6,9 Prozent auf 85.991 Arbeitssuchende. (APA)

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