Weltweites BBC-Angebot wird weiter reduziert

26. Jänner 2011, 12:54
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Gewerkschaften befürchten Gefährdung von bis zu 650 Jobs

Der britische Sender BBC setzt seinen Sparkurs fort und stellt unter anderem fünf seiner weltweiten Fremdsprachen-Angebote ein. Den Einschnitten fallen unter anderem die Dienste für Albanien, Mazedonien und Serbien zum Opfer, wie die Welt-Sparte BBC World Service in London mitteilte. Außerdem würden künftig die Angebote Portugiesisch für Afrika und Englisch für die karibische Region wegfallen. Am Mittwoch wollte der Sender seine Mitarbeiter über Details informieren.

Gewerkschaften befürchten, dass bis zu 650 Jobs auf dem Spiel stehen könnten, und haben Proteste angekündigt. Die BBC betonte, die Programme würden nicht wegen mangelnden Interesses in den Regionen oder inhaltlicher Probleme eingestellt. Grund seien ausschließlich die Finanzen.

Wegen der Kürzungen der Gelder aus dem Außenministerium, die Teil des rigorosen Sparprogramms der britischen Regierung seien, müsse der Sender bei seinem Weltangebot rund 16 Prozent weniger ausgeben. Man werde sich nun auf die wichtigsten Sprachen und die Regionen konzentrieren, für die der Nutzen am größten sei, sagte der BBC-Weltnachrichten-Chef Peter Horrocks.

Bereits am Montag hatte die BBC bekanntgegeben, die Ausgaben für das Online-Angebot um rund 25 Prozent auf 103 Millionen Pfund (119,5 Mio. Euro) herunterzufahren. Bis zu 360 Stellen und 200 Internetseiten könnten dann wegfallen.

Auf der Internetseite der BBC wurde vorausgesagt, dass noch Programme in sieben weiteren Sprachen eingestellt werden könnten. Offizielles dazu gab es zunächst nicht.

Das BBC World Service wurde 1932 gegründet und hat weltweit rund 241 Millionen Zuhörer, Zuschauer und Online-Leser. Die Kosten liegen bei jährlich 272 Millionen Pfund. Derzeit sendet die BBC nach eigenen Angaben noch in 32 Sprachen. (APA)

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