Inflationsanleihe mit Jahreszinsen

26. Jänner 2011, 08:28
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Bei Anstieg des HVPI ohne Tabakwaren steigen die Zinsen - Von Walter Kozubek

Wegen der deutlichen Steigerungen der Großhandelspreise für Agrarrohstoffe, Industriemetalle und Energieträger gehen Experten davon aus, dass die Inflation auch in Deutschland in absehbarer Zeit wieder ansteigen wird. Die steigende Nachfrage der immer mächtiger werdenden Schwellenländer wie China und Indien stellt einen der wesentlichsten Aspekte für den permanenten Anstieg der Rohstoffpreise dar. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) ohne Tabakwaren für Deutschland befand sich am Ende des Jahres 2010 bei 110 Punkten.

Während viele Experten für das Jahr 2011 mit einer relativ moderaten Inflationserhöhung im Bereich von etwa zwei Prozent rechnen, halten sie für die darauf folgenden Jahre einen Inflationsanstieg bis in den Bereich von vier oder sogar fünf Prozent für möglich. Somit könnte ein Finanzprodukt, bei dem die Höhe der Zinszahlung von der jeweils aktuellen Inflationsrate abhängt, in den nächsten Jahren als durchaus sinnvolle Depotbeimischung dienen.

Jahreszinszahlungen von 2,35 bis 6 Prozent in Aussicht

Grundsätzlich hängt die Höhe der Zinszahlungen der WestLB-Inflationsanleihe von der jährlichen Entwicklung des HVPI ohne Tabakwaren ab. Unabhängig von der tatsächlichen Steigerung der Inflationsrate erhalten die Inhaber der Anleihe nach dem ersten Laufzeitjahr (2.2.12) eine Zinszahlung in Höhe von 2,75 Prozent p.a. gutgeschrieben. Der Zinssatz in den verbleibenden fünf Laufzeitjahren hängt von der Entwicklung des HVPI innerhalb der einjährigen, jeweils im November beginnenden und endenden, Bewertungszeiträume ab. Steigt der HVPI beispielsweise vom November 2011 bis November 2012 von angenommenen 111,50 Punkten auf 115,29 Punkte, so wird die positive prozentuelle Differenz in Höhe von 3,40 Prozent im Februar 2013 als Zinszahlung an die Investoren ausgeschüttet. Diese Vorgangsweise wird auch in den verbleibenden Laufzeitjahren angewendet. Legt der HVPI innerhalb eines Beobachtungszeitraumes um weniger als 2,35 Prozent zu, dann erhalten Anleger den Mindestkupon in Höhe von 2,35 Prozent gutgeschrieben. Auf der Oberseite begrenzt ein maximaler Zinskupon in Höhe von sechs Prozent p.a. die in Aussicht stehende Zinszahlung. Am Ende der Laufzeit wird die Anleihe mit 100 Prozent ihres Ausgabepreises zurückbezahlt.

Die WestLB-Inflationsanleihe, fällig am 2.2.17, ISIN: DE000WLB3LT7, kann noch bis 28.1.11 in einer Stückelung von 1.000 Euro mit 100 Prozent plus 1,5 Prozent Ausgabeaufschlag gezeichnet werden.

Zertifikatereport-Fazit: Die WestLB-Inflationsanleihe mit Kapitalgarantie eignet sich für sicherheitsorientierte Anleger als Depotbeimischung, die ihre Zinserträge an die Entwicklung der Inflationsrate koppeln möchten.

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