Toyota ruft 1,6 Millionen Autos zurück

26. Jänner 2011, 13:47
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Wieder weltweiter Massenrückruf beim japanischen Automobilkonzern

Köln - Erneuter Massenrückruf bei Toyota: Der japanische Autokonzern ruft weltweit rund 1,6 Millionen Wagen in die Werkstätten zurück. Grund seien Probleme an der Kraftstoffleitung, teilte Toyota Deutschland am Mittwoch in Köln mit. Diese könne undicht werden und so zu Benzingeruch im Auto führen. In Deutschland seien rund 24.000 Fahrzeuge betroffen: Bestimmte Modelle des Toyota Avensis sowie 660 Wagen der Nobeltochter Lexus.

Die Fahrzeughalter würden zeitnah schriftlich informiert und gebeten, eine Werkstatt aufzusuchen. Dort würden die fraglichen Teile überprüft und ersetzt.

Probleme in Europa offenbar nicht akut

Betroffen seien in Europa ausschließlich Avensis-Modelle mit 2,0- und 2,4-Liter Benzindirekteinspritzer, die zwischen Juli 2000 und September 2008 produziert worden seien. Davon gebe es europaweit etwa 135.000 Fahrzeuge. Durch den variierenden Chloranteil im Kraftstoff könnten ein Dichtring am Rückschlagventil der Kraftstoff- Hochdruckpumpe sowie die Benzinleitung spröde werden. Weltweit hätten bisher 117 Kunden Benzingeruch beanstandet. In Europa sei bisher kein Fall bekanntgeworden, sagte ein Sprecher.

Beim Lexus geht es um Modelle des Typs IS 250, die im Zeitraum von August 2007 bis Februar 2009 produziert wurden. Europaweit seien etwa 10.000 solcher Fahrzeuge zugelassen. Hier soll der Drucksensor an der Kraftstoffleitung überprüft und gegebenenfalls nachjustiert werden.

Von dem Massenrückruf sind in Österreich nur 435 Autos betroffen - konkret 353 Fahrzeuge der Modellreihe Avensis sowie 82 Lexus IS250, teilte Toyota mit. Sprecher Sebastian Obrecht betonte, dass für die Besitzer keine Gefahr ausgehe, aber man eben die strengen Toyota-Kriterien anlege. Durch eine undichte Benzinleitung könne sich Benzingeruch im Fahrzeuginneren ausbreiten.

Fortsetzung der Pannenserie

Toyota hatte im vergangenen Jahr immer wieder wegen weltweiter Rückrufaktionen Schlagzeilen gemacht. Zunächst wurden mehr als acht Millionen Autos wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten zurückbeordert. Später folgten rund eine halbe Million Hybridautos, bei denen das elektronische Bremssystem falsch programmiert war.

Die Pannenserie setzte sich im Oktober fort, als weltweit 1,5 Millionen Wagen der Marken Toyota und Lexus wegen Problemen am Brems- und Kraftstoffsystem in die Werkstätten gerufen wurden. Dem Image des Konzerns hatten die Rückrufe enormen Schaden zugefügt.

Toyota: Stehen zu Verantwortung

"Toyota-Kunden erwarten zu Recht eine gleichbleibend hohe Qualität", heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Falls es Zweifel an der Funktion der Produkte geben, stehe Toyota "auch dann zu seiner Verantwortung und ruft konsequent alle infrage kommenden Fahrzeuge in die Werkstätten". (APA)

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    foto: epa
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