Presserat startete mit "Reihe von Geburtsfehlern"

25. Jänner 2011, 18:30
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Etwa: öffentliche Entscheide nur über Medien, die sich dem Presserat unterwerfen

Wien - "Nicht gleich schlechtreden" will Walter Berka den nach acht Jahren neu startenden Presserat, der sich "bewähren" möge.

Der Verfassungsrechtler nennt dem STANDARD jedoch "eine Reihe von Geburtsfehlern", etwa: öffentliche Entscheide nur über Medien, die sich dem Presserat unterwerfen, "fehlende Transparenz der Verfahren", nur Medienleute und Juristen als Räte, Ausschluss des Rechtswegs. "Internationale Standards einer Medienselbstkontrolle sehen anders aus." (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 26.1.2011)

Link
www.presserat.at

Service
Die Eröffnungsveranstaltung zum Österreichischen Presserat findet am Mittwoch, 26. Jänner, ab 10.00 Uhr in Wien in der Alten Börse statt.

Hinweis
Buchtipp zu Berkas Einwänden gegen den neuen österreichischen Presserat: Helmut Koziol, Josef Seethaler, Thomas Thiede (Hg.): Medienpolitik und Recht, Jan Sramek Verlag 2010 Link: http://www.jan-sramek-verlag.at/270.0.html

Nachlese
"Verantwortlich mit Privilegien umgehen" - In Deutschland können sich nicht nur Betroffene an den Presserat wenden - Beschwerden schließen den Rechtsweg nicht aus wie in Österreich - Der Manager des deutschen Presserats, Lutz Tillmanns, erklärte die Unterschiede

"Nichtkauf: Leser können Zeichen setzen" - Mittwoch präsentiert sich Österreichs neuer Presserat - Medienwissenschafterin Irene Neverla erklärt, warum dieser Tiger keine Zähne braucht, der ORF versagt und Journalismus Zukunft hat

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