Raumzeit, Wurmlöcher, Mathematik und Physik

25. Jänner 2011, 17:44
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Piotr Chruściel, geboren 1957 in Polen, ist seit Anbeginn seiner wissenschaftlichen Karriere ein Pendler zwischen Mathematik und Physik. So lautet auch der Titel seiner Antrittsvorlesung als Professor for Gravitational Physics an der Uni Wien, die er am Mittwoch um 17 Uhr im Großen Festsaal hält:"General Relativity: Physics or Mathematics?" Chruściel, der u. a. in Yale, Oxford, in Cambridge und am Max Planck Institute for Gravitational Physics forschte und lehrte, interessiert sich vor allem für mathematische Probleme, die aus Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie und der damit verbundenen Beschreibung der Gravitation durch die Krümmung der vierdimensionalen Raumzeit erwachsen. Mithilfe von partieller Differenzialgleichung nähert er sich Fragen der Topologie von Raumzeit. Dabei zeigte Chruściel, dass es möglich ist, Wurmlöcher, also Abkürzungen, durch die Raumzeit, zu konstruieren. Seine aktuelle Vorlesung an der Uni Wien handelt von "Relativity and Cosmology" . (kri/DER STANDARD, Printausgabe, 26.01.2011)

  • Piotr Chruściel.
    foto: mfo

    Piotr Chruściel.

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