Das "Tacheles" wird zwangsversteigert

25. Jänner 2011, 16:40
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Selbstverwaltete Künstlerinitiative will dennoch in den Räumen bleiben

Berlin - Das legendäre "Tacheles" im Berliner Bezirk Mitte soll Anfang April unter den Hammer kommen. Wie das Kammergericht am Dienstag in Berlin mitteilte, ist die öffentliche Versteigerung für den 4. April anberaumt. Das Haus an der belebten Oranienburger Straße beherbergt derzeit rund 30 Künstler und ist eine Attraktion für viele Hauptstadttouristen. Die selbstverwaltete Künstlerinitiative in der Kaufhausruine wehrt sich seit Jahren gegen eine Versteigerung und will in den Räumen bleiben.

Der Verkehrswert des Gebäudes sowie des dazugehörigen Geländes wurde vom Gericht auf insgesamt 35,1 Millionen Euro beziffert. Hauptgläubiger ist die mehrheitlich den Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein gehörende HSH Nordbank. 1998 hatte die Fundus-Gruppe das Gelände, auf dem das "Tacheles" steht, vom Land Berlin für rund 2,7 Millionen Euro erworben und wollte dort Wohn- und Geschäftshäuser bauen. Aber aus den Bauplänen wurde nichts, und die Fundus-Tochtergesellschaft, die das Gelände besaß, ging in die Insolvenz. (APA)

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