Präsident Gül: "Türkei ist kein Auffanglager für Flüchtlinge"

25. Jänner 2011, 16:22
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    foto: dapd/lutz

    "Die Türkei ist ein Durchgangsland und es ist nicht unsere Bestimmung, ein Auffanglager für Flüchtlinge zu werden", sagte Präsident Gül.

Er mahnte zu einer EU-weiten Lösung und warnte vor Rassismus in Europa

Angesichts des Flüchtlingsdramas an der türkisch-griechischen Grenze hat der türkische Präsident Abdullah Gül zu einer EU-weiten Lösung gemahnt. Das Flüchtlingsproblem sei allen Mitgliedsländern der EU gemein und müsse auch gemeinsam gelöst werden, sagte Gül am Dienstag vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE) in Straßburg.

Die Türkei habe bereits drastische Maßnahmen ergriffen und stehe im engen Kontakt zu Griechenland und Bulgarien, um Lösungen zu finden. "Die Türkei ist ein Durchgangsland und es ist nicht unsere Bestimmung, ein Auffanglager für Flüchtlinge zu werden", sagte Gül. Griechenland will entlang des Grenzflusses Evros nahe dem griechischen Ort Orestiada und dem türkischen Edirne eine 12,5 Kilometer lange Absperrung errichten. Von Jänner bis November 2010 wurden dort nach Angaben griechischer Behörden rund 32.500 Einwanderer ohne Papiere festgenommen.

Die griechischen Behörden sind mit dem gewaltigen Andrang der Menschen aus Iran, Afghanistan oder anderen zentralasiatischen Ländern an der Grenze völlig überfordert. Die Zustände in den Flüchtlingslagern an der Grenze sind chaotisch und verstoßen sogar gegen die Grundrechte, wie der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in der vergangenen Woche festgestellt hat.

Warnung vor Rassismus

Gül warnte auch vor einer Zunahme von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Europa. Nicht zuletzt angesichts der Wirtschaftskrise seien immer mehr Regierungen versucht, eine harte Position gegenüber Einwanderern einzunehmen, sagte er. Dies verschaffe populistischen Parteien am Rande des politischen Spektrums Zulauf. Besonders besorgniserregend sei aber, dass auch traditionelle Parteien zunehmend die populistischen Ängste vor Einwanderung für sich nutzten, sagte Gül.

Gül warnte die europäischen Länder auch vor Abschottungsversuchen. Angesichts der in vielen Staaten alternden Bevölkerung werde Einwanderung weiterhin notwendig sein. Darin seien sich alle Experten einig. "Die Festung Europa ist eine Illusion", sagte Gül. Es sei klar, dass sich die Gesellschaften in Europa immer stärker vermischen würden, und daraus müssten die notwendigen politischen und sozialen Konsequenzen gezogen werden. Überdies gebe es bei der Migration mittlerweile auch Gegenströmungen: Die Türkei etwa sammle erste Erfahrungen mit Einwanderern aus Westeuropa. (APA)

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Dr.mumunator
07
20.3.2011, 00:03

"Gül warnte auch vor einer Zunahme von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Europa." - vor allem wenn die Türkei in die EU käme, wäre das eine riesige Zunnahme.

Atoar
00
18.3.2011, 16:37

"Gül warnte auch vor einer Zunahme von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Europa."

Ich würde gerne mal seine Meinung zum Mord an christlichen missionaren wissen...

goldener_drache_spielt_mit_phoenix
00
18.3.2011, 01:11
der gül sagt einfach was er denkt:

Count Saurüssel
01
"Präsident Gül: "Türkei ist kein Auffanglager für Flüchtlinge"

Aber die EU schon. So lautet der unausgesprochene Nachsatz Güls, den er auch noch mit einer Warnung vor "Abschottungsversuchen" untermauert.

Wem das noch immer nicht die Augen über die politische Agenda der Türkei öffnet, und wer sich weiterhin für deren EU-Beitritt einsetzt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

stefan1981
01

genau das ist was was die eu (vor allem d und ö) braucht: noch mehr türken...

Die Ente Lippens
013
14.2.2011, 11:34
Und Westeuropa ist kein Auffanglager fuer gescheiterte Existenxen aus der Tuerkei.

Sabbär
37
27.1.2011, 10:38
Weil mancher poster schreibt, in der Türkei gibt es keine extremistische Partei wie hierzulande die FP

http://tinyurl.com/5u3mvlw

Dagegen sind HC und seine Mannen ja direkt Waisenknaben

leader leader
 
22
27.1.2011, 01:43
ttp://derstandard.at/1295570768079/Coface-Laenderratings-Schwellenlaender-weiter-auf-Ueberholspur---ANHANG

was das wirtschaftwachstum der türkei anbelang:tttp://derstandard.at/1295570768079/Coface-Laenderratings-Schwellenlaender-weiter-auf-Ueberholspur---ANHANG.

Rating A4 gleich hinter Eingland.

Wirtschaftsflüchtlinge wird es aus der Türkei nich mehr viel geben. Was ist mit den vielen Wirtschaftsflüchlingen aus D, die nach Ö kommen?

hatamatata
 
00
waren das jemals wirtschaftsflüchtlinge?

kommt mir bei einigen so vor wie wenn die wegen kultureller eroberung hierhergekommen sind, sonst dürften sich die Kinder wohl auch vermischen (ohne Religion ändern zu müssen)

leader leader
 
11
26.1.2011, 23:36
laizistisch

also, die hier über das laizistische system der türkei negativ posten, haben keine ahnung. ist doch wohl gut so, dass die religion im staat untergeordnet ist und damit nicht freien lauf hat. unterordnung heisst kontrolle. kontrolle von religiöser fanatismus.
gut, dass das religionsministerium gibt. die kontrollieren
eben, dass nicht so sein kann, wie in den anderen islamischen ländern, wie z.b. iran, afghanistan usw.
deshalt ist die türkei ein vorzeigeland innerhlab der islamischen länder. bravo türkei, bravo atatürk, dank dir ist es so. einerseits wird gemeckert, dass die islamischen länder religiös bestimmt sind, und andrerseits wird kritisiert, dass die türkei die religion kontolliert. also, so glaubwürdig sind die kritiker nicht.

BJ örk
515
26.1.2011, 16:23

wenn der österreichische präsident solche aussagen machen wurde, werd ma gleich als nazis beschimpft....

Octopus Paul +
23
27.1.2011, 10:29
ähm, das glaube ich kaum

"...Gül warnte auch vor einer Zunahme von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Europa...."

stefan1981
04

ja, und warum sagt er das? weil er noch mehr seiner landsleute bei uns sehen will.

BJ örk
12
27.1.2011, 12:52

ähm, das glaub ich schon!

i wär sowieso dafür das ALLE staaten zerst mal schaun, das im eigenen land grecht zugeht. DANN könnens mal ausserhalb schaun.....

Dhimmi
65
26.1.2011, 16:16
"....es ist nicht unsere Bestimmung, ein Auffanglager für Flüchtlinge zu werden"

Und warum tut ihr dann nichts an eurer Grenze, sondern betreibt Begünstigung des Schleppergewerbes?

Bei den Gazaschiffen war ihr auch nicht so zimperlich.

Psycho Dad
03
26.1.2011, 16:02
Gleichen Zaun wie die Griechen machen

Alles andere is primär oder irreregulär
23
26.1.2011, 15:36
Ich gebe Herrn Gül recht...

...die Türkei ist kein Auffanglager und der Rassiusmus/Fremdenfeindlichkeit speziell in Öst./Europa ist im steigen.Die EU Bevölkerung altert,also wird man um Einwanderung nicht rumkommen.
Nur sollte man nicht mit Steinen werfen,wenn man im Glashaus sitzt. Vor allem sollte sich Herr Gül mal um die Integrationsunwilligen Landsleute kümmern.

Hannes Launer
02
27.1.2011, 08:00

Ich bin prinzipiell ein Einwanderungsbefürworter, aber man sollte nicht massiv soziale, kulturelle, religiöse,... Probleme aus den Ursprungsländern importieren, sondern auf eine gewisse Qualität bei Zuwanderern achten (Politische,... Flüchtlinge sind hiervon natürlich ausgenommen).

Johannes Benn
37
26.1.2011, 15:27
.

nach erdogan der befand die eu sei kein "christen-club" versucht einmal mehr ein türkischer politiker europäische bevölkerungspolitik von außen zu machen.
-
also: die europäischen gesellschaften sollen sich vermischen, ihre identitäz aufgeben - nur in der türkei darf das nicht passieren. der präsident eines landes in dem kaum ausländer leben, die verbliebenen (schon vor den türken ansässigen) volksgruppen bekiregt werden (kurden) oder mit einer aggressiven assimilationspüolitik konfronitert werden warnt vor fremdenfeindlichkeit

GiordanoB
15
26.1.2011, 15:19

Wikipedia: Necmettin Erbakan.

Politischer Ziehvater Güls und Erdogans, und ehemaliger Ministerpräsident der Türkei.
Seine Aussagen entlarven die Sichtweise der Türken auf Europa, mehr muss man eigentlich dazu nicht wissen.

Octopus Paul +
53
26.1.2011, 15:08

die hasserfüllte stimmung hier ist grauslich hoch 3.
unpackbar - die leute die sich hier über die getätigten aussagen echauffieren wählen im eigenen land leute, die weitaus hetzerischer unterwegs sind.....w i d e r l i c h

Etchno
219
26.1.2011, 14:41

Warum kann eigentlich das islamische Vorzeigeland Türkei nicht auch Flüchtlinge dauerhaft aufnehmen, ihnen eine pausable Grundsicherung, hürdenfreien Zugang zur Bildung, Arbeitsmarkt und geförderten Wohnungen gewähren? Besonders religiös politische Flüchtende würden sich dort sicher heimischer fühlen als im faschistoiden, dekadenten, ungläubigen und islamophoben Europa und als aufstrebende Wirtschafts- und Supermacht mangelt es dort sicher auch an Fachkräften.
Die Überspitzung ist absichtlich, denn eines kann die Türkei besonders gut: Auf andere zeigen, sich selbst aber abputzen.

Johannes Benn
01
26.1.2011, 18:42
.

die türkei käme als oase der friedlichkeit und des wohlstandes umso mehr als migrationsziel für flüchtlinge aus dem nahen und mittleren ziel da ja erdogan seit seinem auftritt in davos als schutzpatron der islamischen welt gefeiert wird

Onkel Tom
00
26.1.2011, 15:46

Wie der Herr, so's G'scherr. Wie der Gül in Ankara, so der dauernd beleidigte Arkan in Ottakring.

Octopus Paul +
121
26.1.2011, 15:14

die türkei ist ein demokratischer, laizistisch geprägter staat

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