US-Börsen schließen kaum verändert

25. Jänner 2011, 22:21
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Verbrauchervertrauen durch enttäuschende Unternehmensergebnisse überschattet

New York - Die New Yorker Aktienbörse hat am Dienstag kaum verändert geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index fiel leichte 3,33 Punkte oder 0,03 Prozent auf 11.977,19 Einheiten. Der S&P-500 Index gewann 0,34 Punkte (plus 0,03 Prozent) auf 1.291,18 Zähler. Der Nasdaq Composite Index erhöhte sich leicht um 1,70 Einheiten oder 0,06 Prozent auf 2.719,25 Zähler ab.

Enttäuschende Unternehmensergebnisse, eine unerwartet schrumpfende britische Wirtschaft, geschwächte Bankenwerte und erneut fallende Häuserpreise dominierten am heutigen Handelstag das US-Marktgeschehen. Kaum Beachtung fand die Nachricht, dass sich in den USA das Verbrauchervertrauen im Jänner überraschend aufgehellt hatte. Von 53,3 Punkten im Dezember stieg der Zuversichtsindex auf 60,6 Punkte. Damit wurden die Erwartungen der Experten klar übertroffen, die lediglich mit einem Anstieg auf 54,0 Punkte gerechnet hatten.

Unter den Einzelwerten sorgten die Gewinnerwartung des Mischkonzerns 3M, die Bilanz von Johnson & Johnson und ein enttäuschender Ausblick bei American Express für etwas Druck. 3M hat zwar beim Gewinn je Aktie im vierten Quartal die Erwartungen etwas übertreffen können, verfehlte jedoch recht deutlich die Gewinnerwartungen. Titel von 3M gingen mit einem Minus von 1,89 Prozent bei 88,61 Dollar aus dem Handel.

Für einen weiteren Wermutstropfen sorgte die Bilanz von Johnson & Johnson, die von kostspieligen Rückrufaktionen überschattet wurde. So ging der Überschuss im vierten Quartal aufgrund von Sonderbelastungen um zwölf Prozent zurück, der Umsatz fiel um 5,5 Prozent. Zu Handelsschluss notierten Aktien von Johnson und Johnson mit einem Minus von 1,82 Prozent bei 61,09 Dollar.

Ebenfalls für Enttäuschung sorgte der Ausblick des Kreditkartenkonzerns American Express. Obwohl die bereits am Vorabend veröffentlichte Quartalsbilanz besser als erwartet ausgefallen war, sehe sich das Unternehmen einer 74-Millionen-Dollar-Klage gegenüber, die sich auf den Stellenabbau im Service-Netzwerk beziehen. American Express schlossen mit einem Minus von 2,10 Prozent bei 44,83 Dollar.

Auch in den USA befanden sich Bankenwerte unter den Verlierern. Analysten gehen hier von mehreren Belastungsfaktoren aus. Zum einen ist die Bank of America durch die in der Finanzkrise übernommenen Countrywide Financial erneut unter Druck gekommen. Zum anderen sorgten die jüngsten Entscheidungen der spanischen Regierung für negative Impulse, durch die bereits europäische Bankenwerte ins Minus gerutscht waren. Spanische Banken und Sparkassen werden gezwungen, ihre Kapitalreserven zu erhöhen - gesprochen wird von einer Eigenkapitalquote von mindestens acht Prozent. Aktien von Citigroup schlossen mit einem Minus von 0,72 Prozent bei 4,83 Dollar. Titel von Wells Fargo verloren 0,09 Prozent auf 32,67 Dollar und Papiere der Bank of America bildeten mit minus 2,16 Prozent bei 13,62 Dollar das Schlusslicht des Dow Jones Industrial.

Für erfreuliche Nachrichten der Versicherer Travelers, der nach einem Gewinnrückgang im Schlussquartal weitere Milliarden in einen Aktienrückkauf steckt. Der Verwaltungsrat habe diesbezüglich grünes Licht für einen Rückkauf in Höhe von 5 Mrd. Dollar gegeben. Hinzu kämen Rückkäufe über weitere 1,5 Mrd. Dollar, die zum Jahreswechsel noch nicht umgesetzt waren. Travelers-Papiere schlossen mit einem Plus von 1,04 Prozent bei 56,20 Dollar.

Auch Titel von Verizon Communications zählten mit einem Plus von 1,56 Prozent bei 35,79 Dollar zu den Gewinnern. Der Smartphone-Boom sorgte beim amerikanischen Telekom-Konzern beinah für eine Verdopplung des Gewinns verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. (APA)

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