Lebensrettende LED-Leuchten für Nachtfalter

26. Jänner 2011, 12:17
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Metallhalogenlampen haben die schlimmsten Folgen für nachtaktive Tiere

Innsbruck - Metallhalogendampf-Hochdrucklampen führen zum Massensterben von Insekten, während LED-Leuchten wesentlich weniger Tiere töten. Dies hat ein am Dienstag präsentiertes Forschungsprojekt der Tiroler Umweltanwaltschaft und der Tiroler Landesmuseen gezeigt.

Der Versuch sollte gefährliche Lichtquellen für Insekten aufzeigen und weniger fatale Alternativen herausfinden. Besonders in den Ländern Deutschland, Schweiz, Italien und Slowenien habe das Projekt unter Wissenschaftern großes Interesse gefunden, betonte Umweltanwalt Johannes Kostenzer bei der Pressekonferenz.

Der Versuch schaffe nun erstmals wissenschaftlich fundierte Grundlagen zum Schutz nachtaktiver Insekten. Die Ergebnisse würden den Verantwortlichen Erkenntnisse bringen, welche Leuchtmittel vorrangig eingesetzt werden sollen. In Völs nahe Innsbruck wurde in 18 Nächten erforscht, welches Licht die meisten Insekten in eine tödliche Falle lockt. Sechs verschiedene Leuchten haben im betreffenden Zeitraum etwa 21.000 Tieren angelockt, davon knapp 3.900 Schmetterlinge.

1.249 Tote

Das Projekt habe ganz klar gezeigt, dass Metallhalogendampf-Hochdrucklampen für die Tiere am fatalsten wirken. So habe eine solche Lampe im Versuch 1.249 Schmetterlingsleben gefordert, während eine LED-Leuchte das beste Ergebnis erzielte. Dieser Lampe fielen lediglich 107 solche Tierchen zum Opfer.

Das ökologisch verträglichste Leuchtmittel seien somit die getesteten LED-Lampentypen. Die Umweltanwaltschaft werde daher verstärkt für den Einsatz dieser Lichter eintreten. Die aktuellen Ergebnisse werden aufgrund der Breitenwirkung unseres Projektes "Helle Not" weit über Tirol hinaus Richtschnur werden für eine umweltfreundliche Beleuchtung", zeigte sich Kostenzer als Projektträger überzeugt.

Durch künstliche Lichtquellen würden die Tiere geblendet und verlieren die Orientierung. Die Tiere fliegen zwanghaft die Leuchtkörper an, bis sie vor Erschöpfung verenden oder verbrennen, erklärten die Experten. Ein Versuch eines Wissenschafters in Italien habe gezeigt, dass bei einem einzigen beleuchteten Kriegerdenkmal jährlich sieben Millionen Schmetterlinge dadurch den Tod finden, so Peter Huemer vom Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum. (red/APA)


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Tiroler Umweltanwaltschaft: Die Helle Not

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