Forscherin entwickelt Android-Botnet

25. Jänner 2011, 16:08
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Zombie-Smartphones lassen sich per SMS steuern - Demonstration auf Hacker-Konferenz geplant

Die Sicherheitsexpertin Georgia Weidman warnt davor, dass es Internet-Kriminelle verstärkt auf Smartphones abgesehen haben und in Zukunft auf die von Computern bekannten Botnetze setzen werden. Dass es sich um eine echte Bedrohung handelt, will sie mit einem eigenen Botnet für Android-Smartphones unter Beweis stellen, berichtet Technology Review.

Botnet-Steuerung per SMS

Die Zombie-Smartphones im Botnet sollen sich laut Weidman über SMS steuern lassen. Für ihre Demonstration habe sie drei Android-Smartphones ausgesetzt. Dabei werde das System eines Geräts mit einem Rootkit geknackt. Über das infizierte Smartphone könnten dann Spam-SMS versendet oder sogar DDoS-Angriffe durchgeführt werden. Der User merke laut Weidman nichts davon. Es sei auch möglich, dass die SMS zum Steuern der Zombie-Rechner den Nutzer nicht angezeigt werden. Grundsätzlich ließen sich aber auch Sicherheitslücken in anderen Smartphones dafür ausnutzen.

Infektion schwierig

Am schwierigsten sei die Infektion des Geräts - über kontrollierte Download-Zentralen wie Apples App Store oder Googles Android Market sei es nicht so einfach Malware zu verbreiten. Beide Unternehmen haben die Möglichkeit, schädliche Software nicht nur aus dem Store zurückzuziehen, sondern auch vom Gerät zu löschen.

Handy-Viren

Schädlinge für Smartphones wurden in den vergangenen Jahren verstärkt thematisiert. Oft berichten allerdings Anti-Viren-Software-Hersteller in Zusammenhang mit ihrer Software darüber, weshalb unter Beobachtern eine gewisse Skepsis über das tatsächliche Gefahrenpotential herrscht. Details zum Android-Botnet will Weidman jedenfalls Ende Jänner in Washington auf der Hacker-Konferenz Shmoocon präsentieren. Die Forscherin will auch einen Proof-of-Concept-Code veröffentlichen. (red)

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    Kommen die Android-Zombies?

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