Zu viel Heizen begünstigt Übergewicht

25. Jänner 2011, 14:06
  • Zentralheizungen sorgen für den erwünschten Temperaturkomfort.
    foto: standard/matthias cremer

    Zentralheizungen sorgen für den erwünschten Temperaturkomfort.

Fehlender Kontakt mit der Winterkälte trägt mit Schuld daran, dass Adipositas in vielen Industriestaaten auf dem Vormarsch ist

London - Wer dafür sorgt, dass Innenräume im Winter nicht überheizt sind, schützt damit nicht nur das Klima: Er tut auch etwas gegen Übergewicht. Das behaupten zumindest Forscher vom University College London in der Fachzeitschrift "Obesity Reviews". Ihrer Analyse zufolge trägt der fehlende Kontakt mit Winterkälte daran Mitschuld, dass die Adipositas in vielen Industriestaaten auf dem Vormarsch ist - wenn auch freilich nur als ein Faktor unter vielen anderen.

Körper verliert an Heizkraft

Zwei Mechanismen des Körpers bringen die englischen Mediziner dabei ins Spiel. Einerseits verringert sich bei höheren Außentemperaturen der Energieaufwand des Körpers, um seine notwendige Betriebstemperatur zu erhalten. Andererseits gehe auch die Fähigkeit des Körpers verloren, Wärme zu erzeugen. Denn je weniger Menschen mit Kälte in Berührung kommen, desto eher legen sie Polster in Form des weißen Fetts an und verlieren dabei braunes, adipöses Fett. Nur letzteres kann jedoch Energie zu Hitze verbrennen.

Die Innentemperaturen im Winter sind in Europa und Nordamerika in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen. Zugang zu Zentralheizungen ist längst die Regel, zudem gleichen sich auch die Temperaturen der verschiedenen Räume einer Wohnung oder eines Hauses immer mehr an, da man immer mehr Temperaturkomfort erwartet. Die Folge dieser Entwicklung ist, dass die Menschen übers Jahr immer mehr Zeit in milderen Temperaturen verbringen und der Kontakt mit der Winterkälte auf ein Minimum sinkt.

Veränderte Energiebilanz

"Die Bandbreite von Temperaturunterschieden, denen unser Körper ausgesetzt ist, sinkt ständig. Damit verschwindet auch der leichte Temperaturstress, unter den der Körper bei Kälte kommt und damit Energie verbrennt. Das dürfte sich nicht nur auf die Energiebilanz des Körpers, sondern auch auf das Gewicht und die Entwicklung von Übergewicht auswirken, zumindest auf Ebene der Gesellschaft", so Studienleiterin Fiona Johnson. Wahrscheinlich sei, dass es neben den Hauptfaktoren Ernährung und Bewegung noch andere Ursachen für Adipositas gebe, wozu die Expertin auch die Temperatur im Winter zählt.  (pte)

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also mein bissi Übergewicht kommt definitiv vom Sitzen/guten Essen :-P
weil ich lauf auch im Winter oft mit kurzem TShirt, geh aber auch gern in die Sauna, Temperaturstress genug ^^

Ihr habt alle nicht aufgepasst...

schwere knochen auch

Seit ich mein Haus nicht mehr heize -inzwischen hats nur mehr 3Grad Celsius- hab ich 9 Kilo abgenommen.
Das kommt vom Zittern...

Oder weil in der Eiseskälte das Essen nicht mehr schmeckt ...

Das auch noch...

aber some like it hot

http://de.wikipedia.org/wiki/Brau... Fettgewebe
und wieder etwas gelernt - bisher dachte ich wärme wird nur in der muskulatur erzeugt...

Vielleicht kann man so endlich mal die Kollegen zum Lüften überreden.

Zu viel hatzen begünstigt Übergewicht durch den dann entstehenden "Fressflash".

"Zu viel Heizen" ist imho eine Missinterpretation von Messergebnissen ums nett auszudrücken. Vielleicht habens Dicke einfach lieber warm? Explodiert man wenn man zu oft in die Sauna geht?

Auch Sauna erzeugt Stress, da die viel zu hohen Temperaturen ebenfalls körpereigene Reaktionen auslösen. Bloß ständig in milden Temperaturen unterwegs zu sein und dabei an mitteleuropäische Winter angepasste Essgewohnheiten zu pflegen, das macht dick.

Adipös heißt fettleibig und zu Fettleibigkeit gehört weißes Fett.

Wenn im Artikel "verlieren dabei braunes, adipöses Fett", dann gehört "adipös" gestrichen.

okay, das heisst also, dass bewohner_innen wärmerer gefielde alle dick sind. interesting....

Vielleicht geht's auch um die Essgewohnheiten, darüber mal nachgedacht?

fahr mal nach Kreta ;o)

wobei, dort liegts vermutlich am olivenöl... die meisten älteren blad, aber eine der geringsten herzinfarktraten der welt.

der Artikel ist reiner Nonsens

Fett wird man, wenn man mehr futtert als verbrannt wird.
Heut futtern die Leut zuviel und tun fast nix -> fett.

Die Umgebungstemperatur ist dabei ein vernachlässigbarer Faktor: wenn es kalt ist hat man auch mehr Appetit - grundsätzlich gesehen.
Nur orientieren sich unsere EWrnährungsgewohnheiten längst nimmer an unsere Bedürfnisse.

Wenn Wärme Fettleibigkeit begünstigte, wären die Bewohner der warmen Erdteile die fettsten. Tatsächlich haben aber (ursprünglich) lebende Inuits höhren KFA als zB südamerikanische Indianer oder afrikanische Ureinwohner.

das kann schon stimmen, wer mehr daheim ist, ergo weniger draußen und aktiv, isst daheim auch mehr und heizt im Winter auch mehr, als jene, die sich grad im Schiurlaub vergnügen ...

du hast natürlich recht....

aber wenn einer 1000 kalorien zu sich nimmt und 800 verbraucht und bei weniger heizen 850 verbrauchen würde, stimmst du doch wohl überein, daß es logisch ist, daß er noch fetter wird, als er es sonst wäre.

ich glaube das problem ist nicht das heizen

sondern die mangelnde bewegung. und das wird ja im artikel auch nahegelegt, wenn es heißt "zu wenig kontakt mit der winterkälte".

natürlich ist die mangelnde bewegung hauptschuld

aber eben die wärme ist zu einem teil mitschuldig.

machen wir es noch anschaulicher.
jmd. hat eine ausgeglichene energiebilanz - er nimmt 1000 kalorien zu sich und verbraucht 1000.
er isst nicht viel und bewegt sich wenig.

dann bekommt er eine zentralheizung aber ändert weder sein essverhalten noch seinen verbrauch.
durch die neue wärme verbraucht er aber nur noch 980 koloriern - was passiert wohl nach mehreren jahren?
er wird dicker weil er täglich mehr isst als er verbraucht.

Volle Zustimmung.

Ist der Kalorienverbrauch kleiner als die -aufnahme und hat der Körper nichts zu tun, wird man fett.

Die meisten anderen Faktoren wie Kälteeinwirkung usw. sind erst mal vernachlässigbar. Die meisten Kritiker ihrer Aussage sollten sich alles nochmals genau durchlesen.

Ein Mensch, egal ob Inuit, Indianer oder Europäer wird bei übermäßiger Kalorienaufnahme und fehlender Bewegung fett. Durch die Evolution und Anpassung variiert das Verhältnis von Fett und Muskeln, so ist der Fettanteil (=Kälteschutz) bei Inuits um eine kleine Prozentzahl größer als bei Südeuropäern z.B.

da musst du aber schon mit leuten vergleichen, die ähnliche resourcen haben, nicht mit "urweinwohnern" die nichts zu beißen haben.

fahr mal in die USA, da scheinen die afroamerikaner im schnitt sogar noch dicker zu sein als die weißen.

ihr letzter absatz widerspricht!
schon mal was von klimatischer anpassung gehört, bzw. evolution?

Hätten wir nur mehr 1€ am Tag zur Verfügung, wären schnell viele Österreicher ebenso gertenschlank.

deshalb sind die Menschen in den Tropen

wahrscheinlich alle so dick

die Polynesier sind sehr dick. Die Melanesier weniger.

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