Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Zentralheizungen sorgen für den erwünschten Temperaturkomfort.
London - Wer dafür sorgt, dass Innenräume im Winter nicht überheizt sind, schützt damit nicht nur das Klima: Er tut auch etwas gegen Übergewicht. Das behaupten zumindest Forscher vom University College London in der Fachzeitschrift "Obesity Reviews". Ihrer Analyse zufolge trägt der fehlende Kontakt mit Winterkälte daran Mitschuld, dass die Adipositas in vielen Industriestaaten auf dem Vormarsch ist - wenn auch freilich nur als ein Faktor unter vielen anderen.
Körper verliert an Heizkraft
Zwei Mechanismen des Körpers bringen die englischen Mediziner dabei ins Spiel. Einerseits verringert sich bei höheren Außentemperaturen der Energieaufwand des Körpers, um seine notwendige Betriebstemperatur zu erhalten. Andererseits gehe auch die Fähigkeit des Körpers verloren, Wärme zu erzeugen. Denn je weniger Menschen mit Kälte in Berührung kommen, desto eher legen sie Polster in Form des weißen Fetts an und verlieren dabei braunes, adipöses Fett. Nur letzteres kann jedoch Energie zu Hitze verbrennen.
Die Innentemperaturen im Winter sind in Europa und Nordamerika in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen. Zugang zu Zentralheizungen ist längst die Regel, zudem gleichen sich auch die Temperaturen der verschiedenen Räume einer Wohnung oder eines Hauses immer mehr an, da man immer mehr Temperaturkomfort erwartet. Die Folge dieser Entwicklung ist, dass die Menschen übers Jahr immer mehr Zeit in milderen Temperaturen verbringen und der Kontakt mit der Winterkälte auf ein Minimum sinkt.
Veränderte Energiebilanz
"Die Bandbreite von Temperaturunterschieden, denen unser Körper ausgesetzt ist, sinkt ständig. Damit verschwindet auch der leichte Temperaturstress, unter den der Körper bei Kälte kommt und damit Energie verbrennt. Das dürfte sich nicht nur auf die Energiebilanz des Körpers, sondern auch auf das Gewicht und die Entwicklung von Übergewicht auswirken, zumindest auf Ebene der Gesellschaft", so Studienleiterin Fiona Johnson. Wahrscheinlich sei, dass es neben den Hauptfaktoren Ernährung und Bewegung noch andere Ursachen für Adipositas gebe, wozu die Expertin auch die Temperatur im Winter zählt. (pte)
Weiterlesen:
Ernährungsexperte Widhalm: Übergewicht unbedingt ernst nehmen
Essen ohne Hunger: Nicht definierte Inhaltsstoffe scheinen auf das Lustzentrum im Gehirn zu wirken
Situation in Österreich dramatisch - Mehr fundierte Forschung zu Ursachen von Übergewicht und Fettleibigkeit erforderlich
Übergewicht könnte sich künftig möglicherweise über die Darmflora bekämpfen lassen
Weltweit sind 1,5 Milliarden Menschen zu dick, 500 Millionen sogar krankhaft fettleibig. Allein in den USA ist jeder Dritte adipös
In Österreich eine Million Menschen fettleibig - Besonders Männer betroffen
Ultraschalluntersuchungen zeigen, dass Fettleibigkeit bereits im Kindesalter Arteriosklerose verursacht
Das Gehirn besitzt eine besondere Rolle innerhalb des Stoffwechsels
Fettleibige Kinder entwickeln bereits in jungen Jahren Herz- und Gefäßerkrankungen, die sonst erst im höheren Alter auftreten
Meist wird ein Magen-Bypass angelegt - Noch keine Langzeiterfahrungen
Sterberisiko schlanker zuckerkranker Menschen doppelt so hoch, wie bei übergewichtigen Typ-2-Diabetes Patienten - Ursache nicht bekannt
Die viszerale Adipositas hat Einfluss auf die Entstehung von Krebs
Warum nehmen manche Menschen zu und andere nicht? Wie Genetik, Hormone und die Umwelt zusammenwirken
Gefährliche Häufung von Risikofaktoren bei übergewichtigen und adipösen Kindern
Ernährungsmediziner Kurt Widhalm und Gesundheitsminister Alois Stöger lehnen in der ATV-Sendung "Am Punkt" eine "Zuckersteuer" ab
Die Frage nach der Eigenverantwortung für die Gesundheit wird brisant, wenn die Politik Fettsteuern und den Gesundheitsbonus zu Themen macht
In Österrerich leben 80.000 morbid adipöse Menschen - Spezielle Betten, OP-Tische und Rollstühle in Spitälern sind dringend gefragt
Übergewicht, Alkohol, Rauchen: Kinder und Jugendliche in ärmeren Ländern haben zunehmend mit nicht ansteckenden Krankheiten zu kämpfen
US-Ernährungswissenschaftler haben nachgewiesen, dass Tellergröße und Farbkontraste den Nahrungskonsum beeinflussen
Sozial benachteiligte Männer seltener unzufrieden mit Übergewicht
Während die Kalorienaufnahme in der Schweiz in etwa gleich blieb, stieg sie in den EU-Ländern an - In Österreich besonders stark
Neben der Lebensweise spielen auch die Gene eine Rolle bei der Entwicklung von Übergewicht - Deutsche Forscher haben zwei neue Gene identifiziert
Vor allem Generation 55 plus mit wenig Bildung gefährdet - Grazer Sozialmediziner analysierten Daten von 1983 bis 2007
http://de.wikipedia.org/wiki/Brau... Fettgewebe
und wieder etwas gelernt - bisher dachte ich wärme wird nur in der muskulatur erzeugt...
Zu viel hatzen begünstigt Übergewicht durch den dann entstehenden "Fressflash".
"Zu viel Heizen" ist imho eine Missinterpretation von Messergebnissen ums nett auszudrücken. Vielleicht habens Dicke einfach lieber warm? Explodiert man wenn man zu oft in die Sauna geht?
Auch Sauna erzeugt Stress, da die viel zu hohen Temperaturen ebenfalls körpereigene Reaktionen auslösen. Bloß ständig in milden Temperaturen unterwegs zu sein und dabei an mitteleuropäische Winter angepasste Essgewohnheiten zu pflegen, das macht dick.
Fett wird man, wenn man mehr futtert als verbrannt wird.
Heut futtern die Leut zuviel und tun fast nix -> fett.
Die Umgebungstemperatur ist dabei ein vernachlässigbarer Faktor: wenn es kalt ist hat man auch mehr Appetit - grundsätzlich gesehen.
Nur orientieren sich unsere EWrnährungsgewohnheiten längst nimmer an unsere Bedürfnisse.
Wenn Wärme Fettleibigkeit begünstigte, wären die Bewohner der warmen Erdteile die fettsten. Tatsächlich haben aber (ursprünglich) lebende Inuits höhren KFA als zB südamerikanische Indianer oder afrikanische Ureinwohner.
aber eben die wärme ist zu einem teil mitschuldig.
machen wir es noch anschaulicher.
jmd. hat eine ausgeglichene energiebilanz - er nimmt 1000 kalorien zu sich und verbraucht 1000.
er isst nicht viel und bewegt sich wenig.
dann bekommt er eine zentralheizung aber ändert weder sein essverhalten noch seinen verbrauch.
durch die neue wärme verbraucht er aber nur noch 980 koloriern - was passiert wohl nach mehreren jahren?
er wird dicker weil er täglich mehr isst als er verbraucht.
Ist der Kalorienverbrauch kleiner als die -aufnahme und hat der Körper nichts zu tun, wird man fett.
Die meisten anderen Faktoren wie Kälteeinwirkung usw. sind erst mal vernachlässigbar. Die meisten Kritiker ihrer Aussage sollten sich alles nochmals genau durchlesen.
Ein Mensch, egal ob Inuit, Indianer oder Europäer wird bei übermäßiger Kalorienaufnahme und fehlender Bewegung fett. Durch die Evolution und Anpassung variiert das Verhältnis von Fett und Muskeln, so ist der Fettanteil (=Kälteschutz) bei Inuits um eine kleine Prozentzahl größer als bei Südeuropäern z.B.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.