Cisco: Internet-Kriminalität verlagert sich auf Smartphones

25. Jänner 2011, 13:42
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Dafür gab es erstmals weniger Spammails

Internet-Kriminelle haben sich bisher vor allem auf Windowssysteme konzentriert. Nun gebe es eine deutliche Verschiebung in Richtung Smartphones, Tablets und mobile Plattformen, so der "Cisco 2010 Annual Security Report". Erstmals wurde auch ein Rückgang von Spams registriert, während "Money Muling", eine Art Geldwäsche über Online-Kanäle, zunimmt.

2010 war das erste Jahr in der Internet-Geschichte, in dem das Spam-Volumen zurückgegangen ist. Brasilien, China und die Türkei konnten ihr Volumen massiv senken. Dies sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass Behörden diese Problematik zunehmend ernster nehmen und härter durchgreifen. Einen leichten Spam-Zuwachs stellten jedoch die Industriestaaten fest: Die meisten der ungewünschten Mails, nämlich mehr als elf Milliarden, wurden 2010 aus den USA verschickt.

"Money Mules"

Geldwäsche ist ein florierendes Geschäft der kriminellen Cyber-Ökonomie: Sogenannte "Money Mules" stellen ihr Bankkonto als Zwischenstation für illegal abgebuchtes Geld zur Verfügung. Viele von ihnen sind sich dabei nicht bewusst, dass eingehende Beträge aus digitalen Raubzügen stammen - und dass sie als Strohmänner fungieren, um die Spuren von Geldtransaktionen zu verwischen. Der "Cisco Annual Security Report" prognostiziert für 2011 eine weitere Zunahme dieser Machenschaften.

Cyberbetrüger machen sich gerne die Gutgläubigkeit vieler User zunutze. Vor allem durch Sex-Appeal, Grüße angeblicher Facebook-Freunde, Eitelkeit, Vortäuschung besonderer Vertrauenswürdigkeit, Trägheit der User, Mitleid sowie inszenierte Dringlichkeit erschleichen sich die Betrüger das Vertrauen ihrer Opfer. (APA)


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