Sarkozy: Krise ist "Kollateralschaden"

24. Jänner 2011, 17:09
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Paris setzt auf neue Freundschaft mit Damaskus

Paris - Die Libanon-Krise, die zu einem parlamentarischen Mehrheitswechsel zugunsten des Lagers um die schiitische Hisbollah geführt hat, ist nach Einschätzung des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy ein "Kollateralschaden" der "unannehmbaren Blockierung" des Nahost-Friedensprozesses und soll auch die Aufmerksamkeit von heiklen Fragen wie dem iranischen Atomprogramm ablenken. Von der Krise in Beirut profitierten die "Extremismen", und Frankreich verurteile jegliche "Instrumentalisierung des Libanon im Dienste äußerer Interessen", sagte Sarkozy am Montag vor Medienvertretern in Paris.

"Die Libanesen haben ein Recht auf die Unabhängigkeit ihres Landes", sagte Sarkozy. Frankreich - zwischen den beiden Weltkriegen Mandatsmacht im Libanon - werde alles tun, um die "legitimen Institutionen" im Libanon zu unterstützen, und dazu beitragen, dass "die wunderbare Vielfalt des Libanon" erhalten bleibe. Der Präsident verteidigte zugleich die Annäherung zwischen Frankreich und Syrien. Gerade diese Freundschaft ermögliche es Frankreich, Syrien zu sagen, dass der Libanon unabhängig bleiben und das UNO-Tribunal zur Aufklärung des Mordes an Ex-Premier Rafik Hariri seine Arbeit machen müsse, sagte Sarkozy.(APA)

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