Beim neuen "Signature Knee" hilft eine computergenerierte Schablone dem Operateur, das künstliche Kniegelenk passgenau im Köper zu implantieren
Eine neue Methode in der Implantation von künstlichen Knieprothesen wird seit einiger Zeit im Orthopädischen Spital Speising in Wien, angewandt: das so genannte "Signature Knee"."Dabei wird die Lage der Kniegelenks-Prothese vor der Operation anhand von MR-Daten des Hüft-, Knie- und Sprunggelenks am Computer geplant. Dies führt zu einer optimalen Passgenauigkeit des künstlichen Gelenks und zu einer reduzierten Operationsdauer", erklären die anwendenden Mediziner Alexander Spatschil und Wolfgang Freilinger, in einer Aussendung. Weitere Vorteile seien ein weniger invasiver Eingriff, und damit ein geringerer Blutverlust und eine raschere Mobilisation des Patienten.
Erstellung einer "virtuelle Schablone"
Die konkrete Vorgangsweise: Der Patient lässt sich sechs Wochen vor der Operation ein Magnetresonanz-Bild anfertigen. Die Daten werden dann anonymisiert in ein Rechenzentrum in den USA geschickt. Dort werden aufgrund der Bilddaten die notwendigen Knochenschnitte, die Lage sowie auch die Größe des Implantats genau berechnet. Anhand dieser Informationen wird eine Schablone erstellt, welche bei der Operation die notwendige Vorgangsweise vorgibt. Für den Operateur bestehe die Freiheit, jederzeit von dieser Vorgabe abzuweichen und konventionell weiterzuoperieren, so Franz Landsiedl.
Bislang wurden im Orthopädischen Spital Speising mehr als 20 derartige Signature-Knieprothesen eingesetzt wobei eine sehr hohe Exaktheit der Implantation erzielt werden konnte. Geplant ist auch die Teilnahme an einer europaweiten Multicenter-Studie, um die Methode wissenschaftlich noch besser zu bewerten.(red)