Europas Leitbörsen schließen überwiegend schwächer

25. Jänner 2011, 18:22
posten

Banktitel unter Druck - Ericsson nach Zahlen stark

Wien - Die großen europäischen Leitbörsen haben die Sitzung am Dienstag überwiegend mit Kursverlusten beendet. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,71 Prozent und ging bei 2.957,78 Zählern aus dem Handel.

In den Blickpunkt des Anlegerinteresses gerieten einige Unternehmensergebnisse. So konnten die von Siemens und Ericsson veröffentlichten Zahlen im Frühhandel noch für Auftrieb sorgen. Stärkere Abschläge gab es hingegen im Bank-Sektor zu verzeichnen. Die Kursverluste vor allem bei den Aktien spanischer Institute bremsten die Kauflaune der Investoren.

Händler verwiesen auf die jüngsten Entscheidungen in Madrid. Demnach werden die Banken und Sparkassen des Landes gezwungen, ihre Kapitalreserven zu erhöhen. Alle Geldinstitute müssen laut der Wirtschafts- und Finanzministerin Salgado künftig über eine Eigenkapitalquote von mindestens acht Prozent verfügen.

Die Anteilsscheine von BBVA büßten 2,92 Prozent auf 8,82 Euro ein und Banco Santander rutschten 3,13 Prozent ins Minus auf 8,76 Euro. Auch an anderen europäische Märkten mussten Bank-Titel Abschläge verbuchen. So verloren Credit Agricole 1,93 Prozent auf 10,94 Euro und Intesa SanPaolo 2,17 Prozent auf 2,37 Euro.

In Frankfurt gaben Siemens nach freundlichem Verlauf leicht um 0,26 Prozent auf 93,61 Euro nach. Der Konzern ist mit einem Rekordgewinn und vollen Auftragsbüchern ins neue Geschäftsjahr gestartet. Ericsson-Aktien zogen nach Ergebnisvorlage um 2,46 Prozent auf 79,00 schwedische Kronen an. Der Netzwerkausrüster hat seinen Gewinn im vierten Quartal mehr als verzehnfachen können.

Unter den Rohstoffwerten verbilligten sich ArcelorMittal leicht um 0,18 Prozent auf 27,32 Euro. Dem Börsengang der Edelstahlsparte des Stahlkonzerns steht nicht mehr im Wege. Die Aktionäre stimmten für die Ausgliederung der defizitären Sparte.

Als größeren Gewinner zeigte ein Branchenvergleich auch den Automobil-Sektor. Fiat zogen um 2,26 Prozent auf 7,26 Euro an und Renault legten 1,16 Prozent auf 47,87 Euro zu. In Frankfurt gewannen BMW 1,54 Prozent auf 56,08 Euro. (APA)

Share if you care.