Ab Sommer

Brummi-Fahrverbote im Salzkammergut

24. Jänner 2011, 11:18
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    Mehr Idylle - weniger Schwerverkehr - im Salzkammergut will man auf manchen Strecken Brummis "aussperren".

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Oberösterreich, Salzburg und die Steiermark beschäftigten sich mit der Idee, einzelne Strecken für den LKW-Verkehr zu sperren

Linz - Lkw-Fahrverbote sollen nach Plänen der betroffenen Bundesländer das Salzkammergut künftig verkehrsmäßig entlasten. Oberösterreich plant ab Sommer zwei Strecken für Schwerverkehr von außerhalb zu sperren, Salzburg überlegt ähnlich Maßnahmen für internationalen Transit, auch in der Steiermark beschäftigt man sich bereits mit der Idee. Der oberösterreichische Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger (SPÖ) verweist in diesem Zusammenhang auf positive Erfahrungen mit einem Lkw-Fahrverbot im Innviertel.

Das oberösterreichische Modell sieht vor, dass die B145 zwischen Bad Goisern und der Pötschenhöhe sowie der Koppenpass zwischen Obertraun und Koppenhöhe für Lkw über 3,5 Tonnen gesperrt werden. Ausgenommen sind Fahrzeuge mit Ziel und Quelle in einem fix definierten Umlandbereich, der auch ein Stück in die benachbarten Bundesländer hineinreicht. Das Verfahren bei der BH Gmunden dürfte noch bis März dauern, im Mai oder Juni könnte das Verbot dann in Kraft treten, erwartet man im Verkehrsressort.

In Salzburg werde an einem Lkw-Fahrverbot im Seengebiet zwischen Strobl und Koppl sowie im Ennstal zwischen Altenmarkt und Mandling gearbeitet, so Kepplinger. Die BH Liezen prüfe derzeit, welche Schritte man von steirischer Seite zu einem koordinierten Vorgehen aller drei Bundesländer setzen könnte. Die Grundidee ist, mit einzelnen "Pfropfen" - der Sperre eines kurzen Anschnitts - den Durchzugsverkehr weiträumig zu verringern.

Gute Erfahrungen

Im Bezirk Braunau gebe es damit gute Erfahrungen, so Kepplinger: Dort ist seit 13. Dezember 2010 die B148 zwischen dem Grenzübergang Braunau und Altheim - eine Strecke mit 40 Prozent Transitanteil - für den Schwerverkehr gesperrt. Ausgenommen sind Fahrzeuge, die aus einem eng definierten Bereich kommen oder dorthin unterwegs sind. Auf den Verbindungen Passau-Linz oder Passau-Wels beispielsweise kann der Abschnitt nicht mehr als Abschneider genutzt werden. Innerhalb eines Monats hat die Polizei 331 Lastwagen kontrolliert, 107 Lenker wurden angezeigt oder mussten Sicherheitsleistungen hinterlegen, zog Kepplinger zufrieden eine erste Bilanz. "Weiters drehten 35 Lkw direkt am Grenzübergang um, als sie die Polizeikontrolle erblickten."

Lob gab es von den oberösterreichischen Grünen, die die Idee stets forciert haben: Mit dem Wegfall der "Transit-Brummis" sei ein wichtiges Ziel erreicht, so Verkehrssprecher Markus Reitsamer. "Unsere Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt." (APA)

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19 Postings
Sevenmoons
00
24.1.2011, 19:40
finde ich sehr gut

sollte auch an anderen Gebieten so gehandhabt werden, z.B. im steirischen sulmtal oder sausaltal.....

brummis gehören max. auf autobahn
besser noch auf die schiene, damit die autobahn keine ersatzbahn ohne schiene wird

Kroko Daxl
01
24.1.2011, 14:59
Gut, aber zu wenig

Auch der Abschnitt zwischen Goisern und der Gosau sollte für die LKWs gesperrt werden - die umgehen nur die Autobahnkosten, um die Tauernautobahn zu erreichen.

Anne Bonny1
01
24.1.2011, 15:42

Das Pass Gschütt zu sperren würde reichen :)

Verpestungs-Profi ("Werbefachmann")
24
24.1.2011, 14:22
Inzwischen ist das markdurchdringende Kreissägengeheule der Motorräder ein viel größeres (Gesundheits-)problem als die LKWs.

Den "Fahrspaß" eines einzigen Motorradfahrers müssen tausende andere, Alte und Säuglinge, mit irrer Lärmbeeinträchtigung büßen.

Würde man evaluieren, wieviele Tote durch Herzinfarkt die Motorradausfahrten verursachen, würde einem anders werden.

time to get sober
01
24.1.2011, 17:07
tod durch evaluierung?

Mr. Smart
00
24.1.2011, 16:05

"Würde man evaluieren, wieviele Tote durch Herzinfarkt die Motorradausfahrten verursachen, würde einem anders werden."

udn net die toten durch genmanipulierten löwenzahn vergessen, das sind ganze legionen!

flohimpelz
02
24.1.2011, 14:19
Super Sache

nur Prölleten schließen 20 Nebenbahnen!!

lord sinclair
01
24.1.2011, 13:58
wieso nicht auf allen straßen?!?

damit wäre das defizit der öbb (vor allem der rail cargo, die nebenbei bemerkt, österr. größter straßen-spediteur ist...) auch bereinigt...

wenn da nicht eine gewisse lobby wäre...

all who believe in telekinetics,raise my hand
05
24.1.2011, 12:58
01.04 - 30.09. Kalte Kuchl für mehrspurige gesperrt.

Das wärs.

Mr. Smart
00
24.1.2011, 14:10

bitte den ochsattel net vergessen, zeiten unter 5minuten sind damit endlich möglich!

Anne Bonny1
00
24.1.2011, 12:47
Ein guter Anfang,

die Bemühungen der Bürgerinitiative tragen Früchte, obwohl sich Hr. Kepplinger ziemlich lange gewehrt hat.

Lächerlich ist aber eine Sperre über die Koppenhöhe, weil nur ein wahnsinniger LKW-Fahrer würde sich da drüber wagen, um sich die Maut zu sparen.
Dagegen wäre es sinnvoll, zusätzlich eine Sperre über das Pass Gschütt von Gosau nach Rußbach in Betracht zu ziehen.

Mr. Smart
00
24.1.2011, 14:12

"Lächerlich ist aber eine Sperre über die Koppenhöhe, weil nur ein wahnsinniger LKW-Fahrer würde sich da drüber wagen, um sich die Maut zu sparen. "

davon gibt es mehr als genug, glauben sie mir.

Anne Bonny1
00
24.1.2011, 15:44

Mag sein, aber kennen Sie die Koppenhöhe? Das ist im Winter schon für normale PKWs eine Herausforderung :)

Mr. Smart
00
24.1.2011, 16:04

ich kenn die koppenhöhe sehr gut, nur leider viel ausländische lkw fahrer nicht. der fährt dort wohin ihn sein navi leitet, dann haben'S einen riesenspass wenn -wie auf einem anderem pass erlebt- der sattelschlepper in der kurve parkt und nichts mehr geht.

Anne Bonny1
00
24.1.2011, 16:21

Ja stimmt, solche Deppen gibts immer... Ein Paar sind ja schon nicht soweit, im Winter Schneeketten mitzunehmen, und wenn sie dann (teils mit Sommerreifen) über den Pötschenpass fahren, bleiben sie hängen und der Verkehr steht.

MirIstZumSpeibn
 
112
24.1.2011, 11:56
Chaos nach St. Florian...

Welcher LKW-Fahrer soll sich mit diesen vielen lokalen Fahrverboten noch auskennen? Statt endlich einmal das Grundprinzip des freien Warenverkehrs in für Europa sinnvolle Bahnen zu lenken, wird mittels nicht nachvollziehbarer Schikanen gearbeitet.

Wie wär als 1. Schritt zum Beispiel mit einem Autobahn-Benutzungs-Gebot, abseits der Autobahn bzw. definierter Europastraßen darf nur Zubringerverkehr stattfinden.

w1stein
 
00
24.1.2011, 14:39
was glaubens wie schnell des in den LKW-Navis eingepflegt is?

MirIstZumSpeibn
 
00
24.1.2011, 15:20
so wie Brückenhöhen?

kommt ja ganz selten vor, dass wieder mal ein Brummi in der Brücke steckt, weil er sich aufs Navi verlassen hat... :-)

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
00
24.1.2011, 11:44
"...mit Ziel und Quelle..."

Wie Pilze schiessen diese LKW-Fahrverbote aus dem Boden. Interessant wäre allerdings, ob das Ganze auch kontrolliert bzw. sogar sanktioniert wird, oder einmal mehr eine reine Politische Alibi-Aktion darstellt, die keiner ernst nimmt.
Wie wichtig Kontrollen wären, zeigt die Bilanz der Kontrolle von 331 LKW auf der Strecke Linz-Passau, wobei ein Drittel(!!!) illegal unterwegs war. Allerdings kann hier nicht lang kontrolliert worden sein, 331 LKW fahren dort sicherlich in nicht einmal 3 Stunden...

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