Börse Frankfurt schließt knapp im Minus

25. Jänner 2011, 18:22
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Ergebnisse und Konjunkturdaten im Fokus

Frankfurt - Der Frankfurter Aktienmarkt hat am Dienstag nach einem überwiegend freundlichen Verlauf leichte Verluste verbucht. Trotz positiver Daten zum Verbrauchervertrauen in den USA drehte der deutsche Leitindex DAX am Nachmittag ins Minus und schloss 0,12 Prozent tiefer bei 7.059,01 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte gab um 0,17 Prozent auf 10.047,95 Punkte nach, während der TecDax um minimale 0,05 Prozent auf 862,36 Punkte zulegte.

"Der Dax ist heute nicht so recht von der Stelle gekommen", resümierte ein Händler von der Postbank das Aktienmarktgeschehen. "Überraschenderweise konnten die erfreulichen US-Daten keine positiven Impulse geben, aber solange sich der Dax über 7.000 Punkten hält, dürfte es noch weiter hoch gehen, auch wenn die Widerstände größer werden", hieß es weiter.

Siemens und Ericsson rückten mit ihren Quartalsberichten europaweit den Technologiesektor in den Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Beide Konzerne lagen mit ihren vorgelegten Zahlen größtenteils über den Analystenschätzungen. Nach einem Tageshoch der Siemens-Aktien bei 96,00 Euro schmolzen deren Kursgewinne allerdings wieder zusammen. Mit einem Abschlag von 0,26 Prozent auf 93,61 Euro gingen sie aus dem Handel, hatten aber bereits am Vortag in Erwartung starker Zahlen an der Dax-Spitze um 1,6 Prozent zugelegt.

Die Anteilsscheine von Merck KGaA sprangen nach einem Bericht des "Manager Magazin" über einen bevorstehenden Wechsel des Finanzchefs von Lanxess zum Darmstädter Chemie- und Pharmaunternehmen um 2,52 Prozent auf 61,80 Euro hoch. Die Lanxess-Titel büßten zugleich im MDax 3,37 Prozent auf 51,290 Euro ein.

Infineon-Aktien verbuchten als größter Dax-Gewinner ein Plus von 4,83 Prozent auf 7,57 Euro. Anleger ignorierten damit enttäuschende Äußerungen des Branchenkollegen STMicro zum laufenden Quartal des neuen Geschäftsjahres.

Die Titel des Flughafenbetreibers Fraport gewannen im MDax nach Aussagen zur Dividende und positiven Analystenkommentaren 2,19 Prozent auf 49,00 Euro. Zu den vorgelegten Jahreszahlen sagte ein Händler: "Der Überschuss fiel zwar nur wegen der Auflösung einer Steuerrückstellung deutlich höher als erwartet aus, aber erfreulich ist, dass das freiwerdende Geld eingesetzt wird, um die Dividende zu erhöhen." (APA)

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