14 Polizisten stoppen Kino-Abfilmer

24. Jänner 2011, 10:00
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Bremen: Gruppe von Beamten saß mit Abfilmer in einer Vorstellung - GVU stellte Strafantrag

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e. V. (GVU) hat nach eigenen Angaben einen Strafantrag gegen einen Mann gestellt, der am 6. Januar 2011 den Film "Die Superbullen" in einem Bremer Kino mitfilmte. Von der Theaterleitung gerufene Polizeibeamte holten den Mann aus der Vorstellung. 14 andere Polizisten, die sich den Film ansahen, waren Zeugen der Straftat.

Ein Kinosaal voller Polizisten

Laut GVU-Bericht saß eine Polizistin unmittelbar hinter dem Abfilmer. "Das hochgehaltene Smartphone bemerkend, wies sie den Mann auf das Aufnahmeverbot hin. Als der Mann weiterfilmte, informierte die Beamtin die Kinobetreiber, die den Herrn zum Verlassen des Saals aufforderten." Erst nach einigem Widerstand sei er dann dem Personal nach draußen gefolgt. "Mit der Behauptung, er wisse nichts von dem Verbot und habe auch nur 30 Sekunden mitgeschnitten, löschte der Uneinsichtige das Video und kehrte in den Saal zurück." Daraufhin holten Beamte der nächsten Polizeidienststelle den Mann erneut aus der Vorstellung und nahmen dessen Personalien auf. "Zur Behauptung des Täters bemerkten die polizeilichen Filmgäste, die 30 Sekunden seien wohl eher 30 Minuten gewesen", so der Bericht.

"Lokale Produktionen besonders gefährdet"

Die GVU weist darauf hin, dass Mitschnitte in Kinos "seit Einführung der Digitaltechnik eine der Hauptquellen für Raubkopien aktueller Kinofilme" darstellen würden. In Deutschland seien Vorstellungen lokaler Produktionen besonders gefährdet, da die so genannten Release-Gruppen nicht auf Mitschnitte aus dem Ausland zurückgreifen können. Die illegale Szene nutze dieses Ausgangsmaterial für die Erstellung besonders früher Kopien. (red)

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  • Szene aus dem Film "Die Superbullen".
    foto: constantin film

    Szene aus dem Film "Die Superbullen".

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