US-Produzenten wählen "The King's Speech" zum Besten Film

23. Jänner 2011, 23:06
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Etwas überraschendes Votum knapp vor der Bekanntgabe der Oscar-Nominierungen - Preise auch für "Toy Story 3", "Mad Men" und "Modern Family"

Los Angeles - Die Vereinigung der amerikanischen Filmproduzenten hat das Königsdrama "The King's Speech" zum besten Film des Jahres gekürt - im Kern eine britische Produktion mit australischer Beteiligung, in den USA vermarktet durch die tapfere Weinstein Company, eventuell auch dies ein Grund für das Votum.  Die Produzenten-Gilde PGA kürte außerdem "Toy Story 3" zum besten Zeichentrickfilm, während in den Fernsehkategorien die Serien "Mad Men" und "Modern Family" die Auszeichnungen erhielten.

"The King's Speech", ein Historienfilm über die Sprachprobleme von König Georg VI.  setzte sich gegen insgesamt neun Konkurrenten durch, darunter wahrscheinliche Oscar-Co-Kandidaten wie "The Social Network" über die Gründung des Online-Netzwerks Facebook, der Ballett-Thriller "Black Swan" und der Science-Fiction-Film "Inception". "The Social Network" hatte zuvor die Preisverleihungen diverser Filmkritikerverbände und die Golden Globes in der vergangenen Woche für sich entschieden und gilt vorerst als hoher Oscar-Favorit.

Dienstag: Hollywood gibt Oscar-Nominierungen bekannt

Oscar-Preisträgerin und Komödiantin Mo'Nique (43) lüftet am Dienstag, 25. Jänner, das Oscar-Geheimnis. Zusammen mit Tom Sherak, Chef der Filmakademie, wird die Schauspielerin in Los Angeles noch vor Morgengrauen um 5.30 Uhr Ortszeit (entspricht 14.30 MEZ) die mit Spannung erwarteten Nominierungen bekanntgeben.

Colin Firth ("The King's Speech") und Natalie Portman ("Black Swan") können nach ihrem Golden-Globe-Gewinn ganz sicher mit einer Oscar-Nominierung rechnen. Für eine der Hauptdarsteller-Trophäen sind auch Nicole Kidman ("Rabbit Hole"), Michelle Williams ("Blue Valentine"), Annette Bening ("The Kids Are All Right"), Jesse Eisenberg ("The Social Network") und Jeff Bridges ("True Grit") im Gespräch.

In der Königskategorie als bester Film konkurrieren zehn Kandidaten, also doppelt so viele wie in den übrigen Hauptkategorien. Als sichere Anwärter gelten der "The Social Network", das Western-Remake "True Grit", "The King's Speech", "Black Swan", "The Fighter" und "Toy Story 3".

Österreich ist 2011 nicht mehr im Rennen: "La Pivellina" von Tizza Covi und Rainer Frimmel hatte es nicht auf die Liste der neun Favoriten für den besten ausländischen Film geschafft. 2010 hatte mit Christoph Waltz ein Österreicher einen Oscar für seine Leistung im Quentin-Tarantino-Film "Inglourious Basterds" bekommen; Michael Haneke war zwar wie Kameramann Christian Berger für seinen Schwarz-Weiß-Film "Das weiße Band" unter den Nominierten, ging jedoch leer aus. 2008 hatte Stefan Ruzowitzkys Film "Die Fälscher" den Oscar für den besten fremdsprachigen Film erhalten.

Die Oscars werden am 27. Februar in Hollywood zum 83. Mal vergeben. Die Trophäen-Gala wird von den Schauspielern Anne Hathaway und James Franco gemeinsam moderiert. (APA)

  • Wie man politische Ansprachen angesichts herannahender Kriegszeiten lernt - eine Demonstration der Qualitäten traditioneller BBC-Dramen: "The King's Speech" mit Colin Firth als George VI zwischen Helena-Bonham-Carter als seine Gattin Elizabeth Bowes-Lyon - später bekannt als "Queen's Mum" - und Geoffrey Rush als dem von ihr engagierten, unorthodox australischen Sprachtherapeuten. In österreichischen Kinos ab 18. Februar.
    foto: constantin

    Wie man politische Ansprachen angesichts herannahender Kriegszeiten lernt - eine Demonstration der Qualitäten traditioneller BBC-Dramen: "The King's Speech" mit Colin Firth als George VI zwischen Helena-Bonham-Carter als seine Gattin Elizabeth Bowes-Lyon - später bekannt als "Queen's Mum" - und Geoffrey Rush als dem von ihr engagierten, unorthodox australischen Sprachtherapeuten. In österreichischen Kinos ab 18. Februar.

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