Videocast von Robert Misik - Folge 165

Arbeit macht glücklich! (soferne sie nicht unglücklich macht)

23. Jänner 2011, 20:30

Mehr Freude im Job - bald bis ins 70. Lebensjahr?

Es gibt so eine Haltung, dass Arbeit etwas ist, was die Menschen primär als Qual erleben, das sie bedrückt. Diese ganze Debatte um ein bedingungsloses Grundeinkommen wird aus dieser Haltung gespeist. Dass nicht Vollbeschäftigung das Ziel ist, sondern würdevolles Leben. Egal, ob würdevolles Arbeiten oder würdevolles Nichtstun. Aber auch in der Rentendebatte klingt das immer so ein bisschen an. Die ist ja ein wenig unterkomplex, sag ich mal so salopp: Da gibt’s die Neoliberalen und Neokonservativen, die sagen, das Rentensystem ist nicht mehr finanzierbar und die Leute sollen länger arbeiten. Und dann gibt’s die Linken, die sagen, aber klar ist es finanzierbar und es ist doch schön wenn die Menschen mit 59 oder 60 in Rente gehen, dann haben sie doch endlich Zeit für sich. Aber auch wenn es arbeitsmarktpolitische Argumente für diese Haltung geben mag, grundsätzlich ist es natürlich nicht so, dass Menschen glücklicher sind, wenn sie nicht arbeiten müssen. Im Gegenteil: Es hebt ihre Lebenszufriedenheit, wenn sie so lange als möglich ein tätiges Leben führen können, wenn sie Jobs haben, die sie als sinnvoll und bereichernd erleben, in denen sie kooperativ mit anderen etwas schaffen statt allein daheim zu vereinsamen.

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Posting 1 bis 25 von 136
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Dahaka
11
ArbeitsFREI aber Richtig!

Meiner Meinung nach sollte die Regierung dafür sorgen das man nach 40 Jahren Arbeit würdig in Rente gehen kann. Genauso sollte die Regierung dafür sorgen das Menschen die als Arbeitslos "gestempelt" werden auch leben können. Da wäre das Grundeinkommen genau richtig. Es würde die Menschen an keine Arbeit binden und die Bedingungen für Arbeit verbessern. Es stimmt das Menschen eine Beschäfgigung brauchen und ohne diese verkommen, aber über Jahre einen Job zu tun der keinen Sinn macht macht einen krank.

Meine Meinung

Dr.Nötigenfalls
03
Die Theorie

dass die Rente krank macht, zwecks kognitiver Unterforderung und die Arbeit deshalb eine Belohnung ist, kann wohl nicht ganz gehalten werden.

Bestes Beispiel:
Mein Arbeitgeber zahlt mich bestimmt nicht dafür, dass ich mir Misiks Beiträge hier anschau.
Wenn ich schon in Rente wäre, könnte ich wirklich alle sehen, und was gibt es kognitiv anregenderes als die TV-Misik?! (oft auch kreislauf und blutdruck anregend)

Schinkenfleckerl 3000
20
31.1.2011, 13:36

Japan würd ich jetzt nicht unbedingt als Vorbild heranziehen, wenn ich mir die Suizidstatistiken so anschau....

Haloander
00
31.1.2011, 12:22

wo find ich die komplette version der zwischenvideos?

Haloander
01
31.1.2011, 12:23

hätte bis zum ende warten sollen :D

Chris Quast
00
31.1.2011, 12:02

was bedeutet in diesen kontexten (wenn es um zukunftsprognosen geht, die manche von uns noch erleben könnten) eigentlich bald ?

bald werden wir mit dem flugauto in die ar beit fliegen
bald werden wir das papierlose büro haben
bald werden wir ein mondkolonie haben und der 1 mensch den mars betreten
bald wird es eine allumfassende verwaltungsreform geben.

also wann glaubt ihr werden die ersten unter euch diese baldigen zeitpunkt erleben an dem ihr von gesetzeswegen bis 70 arbeiten sollt ? noch vor 2050 ? sind 40 jahre bald.

so nach dem krieg halt auch keiner gesagt, bald wird der ostblock zusammenbrechen !

whitey whitewine
11
30.1.2011, 00:07
Ziemlich enttäuschender blog...

von jemandem, der offensichtlich nur leute zu kennen scheint, die wie er selbst, das Privileg genießen frei beruflich tätig zu sein.

schade, aber irgendwie weltfremd diesmal der Hr Misik

lessismore
01
28.1.2011, 06:01

Ich möchte verspätet noch fragen, ob Anneliese Rohrer wirklich glücklich und zufrieden war, wie sie bei der "Presse" rausgeflogen ist. Wenn nämlich nicht, ...

Martin Karrer
 
01
26.1.2011, 01:41
BGE u. das Ende des Arbeits- u. Schulungszwangs

Nach der Einführung des BGE`s wäre es wohl keine Frage mehr, wann eine Person in Pension/Rente gehen würde!
https://sites.google.com/site/woch... mmens2010/

Vielmehr stellt sich hingegen die Frage, inwiefern ein Staatsnahes Privatunternehmen, wie das AMS, sich durch Arbeits- u. Schulungszwang an den BürgerInnen bereichern darf?
Den 4ten Prinzip des UN Global Compact entspricht dieses Geschäftsgebaren jedenfalls nicht! http://www.unglobalcompact.org/AboutTheG... iple4.html

delegationsleiterin
02
25.1.2011, 17:51

hmm - weiß nicht recht
wie auch immer man zur thematik steht, aber dieses "ich kenne (viele) leute, die ...." ist eigentlich kein so super-argument - ich werde immer etwas widerwillig, wenn dieser satz kommt - ich selbst vermeide dieses "ich kenne viele leute, die .."
war insofern überrascht, dass misik so argumentiert - und von der aussage her kann ich mich diesmal auch nicht soo recht anschließen ..

Urbin
60
24.1.2011, 23:47
Misik - der Staberl des Standard

trollvottel
06
25.1.2011, 11:08

Urbin, der Jeannee unter den Trollen?

Urbin
80
24.1.2011, 23:41
FS Misik

Der Mann, der zu allem und jedem einen Kommentar abgibt. Wozu braucht man da noch Fachkenntnis?

lessismore
03
24.1.2011, 22:55

Mir scheint, es gibt reiche Leute, die in ihrem Leben keinen Finger krumm gemacht haben, und es geht ihnen prächtig -- total verblüffender Sachverhalt!

trollvottel
01
25.1.2011, 11:11

Das ist die Nachkriegsgeneration ... durch den Marshallplan aufgepäppelt. Lebt noch in der Traumwelt der 60er und 70er Jahre, als es noch am Arbeitsmarkt noch mehr Nachfrage als Leute gab und man selbst mit "Seavas, hättens an Job fia mi?" binnen Stunden fündig werden konnte. Dann mit 45, 50 in Pension, ordentlich viel Pension natürlich, und alle paar Monate auf Kur. Geld? Kein Problem, können ja irgendwann die Enkerln blechen ... wir also, uns sagt man dauernd dass wir bis zum Abkratzen hackeln oder auf Sozialhilfe verhungern werden und dass wir nicht damit rechnen sollen, dass es in 40 Jahren noch ein Pensionssystem gibt.

lessismore
01
26.1.2011, 00:10

Ich würde empfehlen, zu schauen, WER das sagt.

Yes we try
02
25.1.2011, 00:49

Die besitzen, scheint es mir, ja auch so viel Charakter und Verantwortungsgefühl wie Maden im Speck -- total verblüffender Zusammenhang!

ca ramba
017
24.1.2011, 22:50

Die 40-45-Stunden-Woche ist eine Zumutung, eine Qual, die einem die allermeiste Zeit und sämtliche Energie raubt. Sie ist wie eine milde Krankheit, die man tagein, tagaus mehr oder weniger geduldig ertragen muss.

Menschen, die nach ihrer Pensionierung mit ihrer Zeit nichts anzufangen wissen, tun mir aufrichtig leid. Aber ich kann sie absolut nicht verstehen kann.

Für einen interessierten intelligenten Menschen ist ein Vollzeitjob immer eine Zumutung, weil er einem eine schmerzende Einseitigkeit aufzwingt.

Außerhalb der Arbeit ist mir keine Sekunde langweilig, Langeweile erlebe ich ausschließlich in der Arbeit, obwohl ich an sich viel zu tun habe. Es ist ein Zuviel des Immerselben.

Verpestungs-Profi ("Werbefachmann")
05
25.1.2011, 13:55
Sie sprechen eine Mehrzahl der Arbeitstätigen aus der Seele, das wage ich zu sagen.

Wenn Hr. Misik in einer Metzgerei, einer Anwaltskanzlei, bei Siemens, beim Schlecker oder in einer ähnlichen Bude arbeiten würde, dann würde er wohl nicht so reden.

Dem was er sagt, hätte man vor ein paar Jahrzehnten durchaus noch zustimmen können.
Es ist allerdings ein übersehenes Fakt, dass sich die Arbeitswelt in den letzten 10 Jahren FUNDAMENTAL verändert hat. Mit Selbstverwirklichung hat ein Angestelltenverhältnis heute so gut wie gar nichts mehr zu tun (und wer glaubt, dass er sich selbst verwirklicht hat, wenn er BMW fährt, Flachbildschirm glotzt und in einem neuen kofferförmigen Passivhaus Stelzen grillt, wird auch irgendwann aufwachen). Denn dazu sind die Motive, denen man in einem Konzern dienen muss, meistens nicht tauglich.

tignosa
00
31.1.2011, 12:13
nichtgenügend in Lesen, setzen!Misik schreibt ja nicht, dass Arbeit per se so toll und schön ist.

Er fordert sinnvolle und sinnstiftenden Arbeit, die gibts beim Schlecker sicher nicht, und in dem Hotel, wo ich arbeite sicher auch nicht! Sinnvoll ist die Arbeit dann, wenn man einen Tisch produziert und sieht, der ist was geworden- und wenn der dann noch verkauft wird und man hat was davon- schön! Sinnvoll ist es auch, jemandem etwas beizubringen, und der/die kapiert es dann. Ein altes Gemälde zu restaurieren und zu sehen, was man geschafft hat. Jemanden von einem Leiden zu kurieren oder selbiges zu lindern. Gute Speisen zu kochen (aber dann nicht, wie meistens in der Gastro, der A vom Dienst sein!). Von solchen Arbeiten schreibt Misik, aber wir sind ja schon so gedrillt auf Arbeit um jeden Preis, und dass sie ubedingt "wäh" sein muss!

KindDesKellers
00
25.1.2011, 08:55
soviel

geld wie man in 40-45 Stunden verdient kann ich nicht ausgeben.

will ich nicht ausgeben. Ich verstehe die Menschen nicht.

dlang
00
25.1.2011, 00:14
Hatten Sie schon darüber nachgedacht...

... dass vielleicht nicht die Arbeit im Allgemeinen, sondern Ihre Aufgabe dabei die Ursache für dieses Empfinden ist?

In vielen Unternehmen soll es ja eben nicht ein Zuviel des Immerselben, sondern ein interessanter Mix aus immer neuen Herausforderungen und Aufgabenstellungen geben. Ich für meinen Teil könnte mir nicht ausmalen, wie es wäre nicht mehr arbeiten zu können/dürfen.

tignosa
00
31.1.2011, 12:14
...genau

und da hat sich mein Chef auch noch gewundert, weil ich letzte Woche gekündigt hab. Weil ich mich nämlich woanders nicht zutode fadisiere, und außerdem noch das Doppelte bezahlt bekommen.

KindDesKellers
20
25.1.2011, 08:57
vielleicht

ohne ihnen zu nahe treten zu wollen, sind sie einfach durch ihr natürliches Handicap immer wieder aufs neue herrausgefordert.

tignosa
00
31.1.2011, 12:15
vielleicht sind Sie ja zu "gehandicapt", um Herausforderungen anzunehmen?

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