Präsident hält nach Kabinettsrücktritt an Ministern fest

24. Jänner 2011, 13:11

Nur drei Ressorts werden umbesetzt

La Paz/Sao Paulo - Nach dem Rücktritt der kompletten Regierung in Bolivien hat Staatspräsident Evo Morales die Liste der Minister nahezu unverändert gelassen. Zu Beginn seines sechsten Regierungsjahres berief er am Sonntag (Ortszeit) 17 der 20 Minister wieder auf ihren Posten. Nur drei Ressorts wurden umbesetzt - die Ministerien für Produktion, Energie und Umweltschutz.

Seit dem Amtsantritt des linksgerichteten Politikers Morales im Jänner 2006 kam es in Bolivien jedes Jahr zu Veränderungen in der Regierungsmannschaft. Am Wochenende hatte Außenminister David Choquehuanca allerdings zum ersten Mal den Rücktritt des gesamten Kabinetts verkündet. Auf diese Weise sollte die Umbildung erleichtert werden.

Ende 2010 sah sich der Staatschef massiven Protesten ausgesetzt, nachdem seine Regierung versucht hatte, Subventionen für Benzin zu streichen. Morales, der im Dezember 2009 wiedergewählt wurde, betont, dass nur er das Recht habe, die Regierungsmannschaft umzubilden. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 30
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el topo negro
13
24.1.2011, 02:37
Ähm, mir scheint, da hat jemand

nicht verstanden, wie das bolivianische regierungssystem funktioniert, welches indigene traditionen einfliessen lässt.Die bolivianische regierung ist natürlich nicht zurückgetreten. Warum sollte sie auch??? Naja, mein posting kommt wahrscheinlich eh schon zu spät. Der artikel wird morgen früh vermutlich nimma dasein.

insertnamehere
 
10
24.1.2011, 20:57
"wie das bolivianische regierungssystem funktioniert, welches indigene traditionen einfliessen lässt"

Na, hoffentlich nicht grade die Tradition der Regierungsauffassung in der Inka-Theokratie?

el topo negro
01
25.1.2011, 01:07
:-)) Das brauchen sie nicht zu befürchten.

Bolivien heisst mittlerweile offiziell: estado plurinacional de bolivia. Zur weiteren information siehe u,.a. auch http://www.heise.de/tp/r4/art... 22/1.html. Sind sie des spanischen mächtig, so wenden sie sich doch bitte an den ethnologen und soziologen alvaro garcia linera, zur zeit vizepräsident von bolivien. Ich denke, der wird sich zur thematik hoffentlich ein bisi besser auskennen als meinereiner...

insertnamehere
 
10
25.1.2011, 11:48
Link geht nicht.

Schade. Hätt mich interessiert. Grade, weil ich eben nicht sofort in Begeisterung verfalle, wenn ich "indigene Tradition" höre.

insertnamehere
 
00
27.1.2011, 09:16
Vielen lieben Dank.

Wie die Einbindung "indigener Traditionen" jetzt konkret aussieht, sagt der Artikel zwar auch nicht, aber dafür waren sonst ein paar Sachen drin, die mir neu waren.

El Pulpo Feliz
100
24.1.2011, 10:24
Arbeitslosigkeit-Hunger-Not wie in Kuba

qualifizierte junge Leute haben keine Arbeit, hohe Preise
fur Grundnahrungsmittel, Leute stehen Schlange wie
in Kuba, dies ist Rückschritt total, keine juridische
Sicherheit , keine Inversionen von Firmen.

Bolivien hat mehr als 40 Ethnien, die in der Regierung
weitgehend nicht vertreten sind.

Olivre
25
24.1.2011, 16:29

einfach nur bline wut gegen ein land, dass einen eigenen weg geht... Sie sind einfach nur lächerlich!

Ernst Guevara
26
24.1.2011, 12:41
na immerhin

wenn sogar schon die kommunistenfresser das thema benachteiligung der indigenen bevölkerung aufgreifen, dann zeigt das doch, dass evo etwas richtig gemacht hat, selbst wenn das thema bei den kommunistenfressern natürlich nur als vorwand dient, um evo ans bein zu pinkeln. vor der amtszeit von evo wurde die soziale integration und das empowerment der indigenen völlig ignoriert und war höchstens ein orchideenthema, für das sich allein die indigenen selbst interessiert haben. heute wird es sogar schon von den rechten trollen wahrgenommen und thematisiert. das ist doch ein fortschritt.

groebben
18
24.1.2011, 10:56

Ihre Meinung ist typisch für viele Bolivianer, aber nicht richtig. Es stimmt, das die Preise fuer die Lebensmittel stark angestiegen sind. Das ist aber nicht der Fehler der Regierung. Im Gegenteil. Diese versucht mit mehr Subventionen Preise wie für Zucker möglichst unten zu halten. Das dies jedoch nicht funktioniert auf dauer ist auch logisch. Lebensmittelpreise steigen auf der ganzen Welt und besonders die 3. Welt ist davon betroffen. Das ist schlimm, den Fehler aber alleine bei der bol. Regierung zu suchen ist nicht richtig.

el topo negro
05
24.1.2011, 10:47
der standardartikel ist noch da!

die redaktion schläft wohl noch :-). Mein lieber glücklcher tintenfisch. Warum der vergleich mit kuba? Warum nicht guatemala, honduras usw.? Welcher rückschritt? Rückschritt wohin? Was schwebt dir vor? Hugo Banzer? Wann waren früher überhaupt indigene ethnien in den regierung vertreten? Jetzt sind sie es. Viele zumindest. Welche frühere regierung hat überhaupt irgendetwas für die bevölkerung getan? Diese versucht es wenigstens. Lasst sie arbeiten und behauptet nicht, sie ist zurückgetreten.

Olivre
12
23.1.2011, 22:34

Lieber Standard bitte besser recherchieren! das ist einer sogenannten qualitätszeitung nicht würdig!
lest euch die quellen durch bitte!
http://www.telesurtv.net/secciones... boliviano/

http://www.telesurtv.net/secciones... e-gestion/

Nicolas Castillo
21
24.1.2011, 11:16
telesur? sehr witzig ...

da hätten Sie früher auch das DDR Staatsfernsehen als Quelle angeben können.

uebel
02
23.1.2011, 23:34
Der Standard hat da wahrscheinlinicht recherchiert

Das ist eine Agenturmeldung, die wahrscheinlich 1:1 online gestellt wird.

Zwar gibt es bei uns viele verschiedene Medien, aber die Nachrichten stammen sicher zu 80% von der gleichen Agentur.

Das ist eine Art vorgegaukelte Pressevielfalt

Laird of Glenmore
215
23.1.2011, 21:52
Klar, dass die Agenturen wieder mal lügen wie gedruckt ...

Es ist in Bolivien eine Voraussetzung, dass alle Ministerinnen und Minister zuerst ihren Rücktritt erklären, damit das Kabinett umgebildet werden kann. Evo Morales hat danach 17 seiner 20 KollegInnen im Amt bestätigt, nur drei wurden ausgetauscht.

Vgl. z.B. diese deutschsprachige Quelle: http://amerika21.de/meldung/2... ei-morales

Traumpass - Spieler
52
24.1.2011, 08:40

amerika21 ist keine seriiöse quelle. da findest du doch bestimmt eine bessere...

Laird of Glenmore
00
24.1.2011, 16:34
Interessanterweise ist die APA-Meldung bereits eine ganz andere ...

Ich hatte ansonsten nur spanische Quellen, hielt es daher für wenig sinnvoll das hier zu posten - nur ein geringer Anteil der User hier ist des Spanischen mächtig ...

Captain Future
00
24.1.2011, 06:08
Is mir alles wurscht.

Hauptsache Oscar Coca bleibt!

Richard Bayer2
162
23.1.2011, 20:26
Tja....

...all diese linkspopulistischen Regierungen sind im eigenen Volk - anders als bei westlichen Salonbolschewisten - schnell unten durch. Außer sie führen eine Diktatur ein. In jedem Fall muss dann irgendeine "kapitalistische" Regierung das ausgepowerte Land wieder sanieren. So geht das seit über 100 Jahren. OHNE eine EINZIGE Ausnahme!

Horst Holzinger
01
24.1.2011, 18:36
Und wenn nicht (unten durch)

muss man halt ein bischen putschen, wie in Honduras, Ecuador, Venezuela - ach ja, in Bolivien habt ihr es ja auch schon probiert.

Ernst Guevara
38
24.1.2011, 10:00
ja genau

saniert wurde bolivien dann wohl durch den vorbildlichen kapitalisten, putschisten und diktator hugo banzer, nicht wahr. mit diktaturen habt ihr rechtsausleger und vorzeigedemokraten doch nur ein eingeschränktes problem, nämlich wenn diese nicht auf dem eigenen ideologischen misthaufen gewachsen sind. ob ein rechtsausleger eine diktatur ablehnt, hängt nur davon ab, ob eine diktatur für die eigenen interessen nützlich ist oder nicht.

insertnamehere
 
21
24.1.2011, 21:06
"mit diktaturen habt ihr rechtsausleger und vorzeigedemokraten doch nur ein eingeschränktes problem, nämlich wenn diese nicht auf dem eigenen ideologischen misthaufen gewachsen sind."

Anders unsere Linksausleger.

Die verurteilen Dikataturen, die auf IHREM ideologischen Mist gewachsen sind, nämlich aufs Schärfste. Zumindest nach ihrem Fall. Eine Zeitlang halt. Nach einer gewissen Reflexionsphase kommt man dann meist eh drauf, dass es im Endeffekt gar nicht soooo schlimm war mit zB dieser Stasi und so. Und in jedem Fall sind die USA eh noch viel schlimmer und furchtbarer.

Wenn eine Diktatur nun den USA ans Bein pinkelt, sieht die Sache generell schon mal anders aus. Dann adoptiert unsere "Mainstream-Linke" hier im Forum gern und mit Begeisterung auch schon mal Diktaturen, die nicht mal entfernt was mit der eigenen Ideologie zu tun haben.

Sie WISSEN, dass Sie zB als Nicht-Fan der iranischen Mullahs eine Ausnahme sind.

Traumpass - Spieler
21
24.1.2011, 14:29

tu nich so heuchlerisch.

ihr linksausleger habt auch kein problem mit diktatoren solange sie von eurer seite her kommen. solange eine diktatur "links" ist, gefällt euch das. da wird dann verteidigt was das zeug hält.

Lukas Speer
12
24.1.2011, 09:43
das mit dem länder sanieren...

... hat vor allem in lateinamerika eine nette geschichte.

auf welches land spielen sie an herr bayer? gar auf den ach so tollen aufschwung in chile mit pinochet?
oder meinen sie mittelamerikanische beispiele, in denen es dank marktorientiertem "konkurrenzdenken" jetzt ganze 3 firmen gibt; drei plantagen.

Kuni bert
22
24.1.2011, 11:03

Chile hat mittlerweile das höchste Pro-Kopf-Einkommen in Südamerika, BOL nach wie vor das niedrigste. Wobei ich der Meinung bin, dass das weder an Pinochet noch an Morales liegt, sondern an anderen Faktoren.

Morales war deshalb so beliebt, weil er Geschenke verteilen konnte und die über Jahrhunderte benachteiligten Hochlandindianer fördert(e). Das geht aber in einem armen Land wie BOL nicht auf Dauer.

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