Kalter Krieg um Irans Bombe

Stephan Grigat, 23. Jänner 2011, 18:41

Gespräche mit dem iranischen Regime bringen nichts – außer Zeitgewinn für Teherans nukleare Aufrüstung. Im Nahen Osten weiß man das nicht erst seit dem Scheitern der Verhandlungen in Istanbul.

Schon in der Vergangenheit konnte man sehen, dass eine Dialogpolitik gegenüber dem iranischen Regime nicht nur verwerflich ist, weil sie der iranischen Opposition regelmäßig in den Rücken fällt, sondern auch zu keinerlei wünschenswerten Ergebnissen führt. Spätestens nach dem Abbruch der Gespräche in Istanbul sollte jedem klar geworden sein, dass Verhandlungen mit den Machthabern in Teheran rein gar nichts bringen- außer dem Regime Zeit zur weiteren Aufrüstung zu verschaffen und sich jene Legitimität zu arrogieren, die es beim Volk schon längst verloren hat.

Das machen auch die Entwicklungen der vergangenen Wochen deutlich: Notorisch antiisraelische "Nahost-Experten" dürften wohl nicht schlecht gestaunt haben, als Wikileaks kurz vor Weihnachten die unverblümten Aufforderungen arabischer Führer an die USA enthüllte, endlich militärisch gegen das iranische Nuklearwaffenprogramm vorzugehen. Gebetsmühlenartig hatte man ja der europäischen Öffentlichkeit sämtliche Spannungen in der Region mit der "unversöhnlichen" Haltung der Regierung in Jerusalem erklärt.

Wie lernwilig ist Europa?

Nunmehr aber war öffentlich nachzulesen, dass gar nicht wenige der arabischen Akteure über die europäische und auch die US-amerikanische Fixierung auf den Israel-Palästina-Konflikt nur den Kopf schütteln und nachdrücklich auf die Gefahren hinweisen, die vom Streben des iranischen Regimes nach der Technologie der Massenvernichtung ausgehen. Ob Jordanien und Ägypten oder Saudi-Arabien und Bahrain, sie alle betrachten Teherans Atomprogramm keineswegs nur als Gefahr für Israel, sondern für die gesamte Region.

Diese Veröffentlichungen haben zwar nichts Grundlegendes an der Situation im Nahen Osten geändert, wo diese Fakten schon lange bekannt waren. Zu hoffen wäre aber, dass sie das Bewusstsein der Europäer für die realen Gefahren schärfen.

Eine der maßgeblichen Fragen für die Zukunft des Nahost-Konflikts wird sein, wer sich in jener Auseinandersetzung zwischen pro- und antiiranischen Kräften in der arabischen Welt durchsetzen wird, die schon mehrfach als eine Art neuer Kalter Krieg beschrieben wurde. Die proiranische Achse in dieser Konfrontation bilden im Wesentlichen die Baath-Diktatur in Syrien, die Hamas und die Hisbollah. Das Fundament dieses Bündnisses ist ein bemerkenswerter ideologischer Mischmasch, der am ehesten mit einem Begriff des israelischen Politikwissenschaftlers Barry Rubin bezeichnet werden kann: National-Islamismus. Mitentscheidend wird daher wohl auch sein, wie sich die Türkei unter Erdogan, der immer unverhohlener Sympathien für die Führung in Teheran zeigt, diesen Kräften gegenüber in der nächsten Zeit verhält.

Die Gegner dieser Achse, die aus guten Gründen einen Export der khomeinistischen Revolution fürchten, meldeten sich bereits 2006 und 2009 zu Wort. Die autoritären Regimes in Ägypten, Jordanien und Saudi-Arabien kritisierten im Libanon-Krieg deutlich vernehmbar die Hisbollah, anstatt die Reihen angesichts einer militärischen Konfrontation mit Israel zu schließen, und beim Gazakrieg verkündete Präsident Mubarak unmissverständlich, dass die Hamas unter keinen Umständen als Sieger aus der Auseinandersetzung hervorgehen dürfe. In großen Teilen Europas war man aber dermaßen mit der Verteufelung Israels beschäftigt, dass diese Bruchlinien in der arabischen Welt kaum zur Kenntnis genommen wurden.

Seit Wikileaks weiß man, dass sogar über ein militärisches Vorgehen einer arabischen Koalition gegen die Hisbollah nachgedacht wurde. Die Äußerungen der arabischen Staatschefs zeigen zudem, dass sie überhaupt nichts davon halten, im Umgang mit dem iranischen Nuklearwaffenprogramm auf die fatalerweise auch in den USA immer öfter ins Gespräch gebrachte Option einer Abschreckungs- und Eindämmungspolitik zu setzen.

Und das völlig zu Recht: Weder würde solch eine Politik gegenüber einem Regime funktionieren, bei dem nicht ausgeschlossen werden kann, dass es einen ganzen Staat in eine überdimensionierte Selbstmordattentätersekte verwandelt; noch ist absehbar, dass irgendjemand gewillt wäre, solch eine Politik konsequent umzusetzen - allein schon, weil sie permanente militärische Auseinandersetzungen und Stellvertreterkriege beinhalten würde. Damit werden der Weltöffentlichkeit die Alternativen abermals in aller Deutlichkeit vor Augen geführt: Entweder wird das iranische Regime durch Sabotageaktionen, wie zuletzt durch den Stuxnet-Virus, durch die iranische Bevölkerung oder durch eine konsequente Sanktionspolitik daran gehindert, sein Nuklearwaffen- und Raketenprogramm fortzusetzen, oder es kommt in absehbarer Zeit zu einer Situation, in der nur noch Militärschläge dieses Programm stoppen können.

Und Österreich?

In Österreich scheint einen das aber alles nichts anzugehen: Der österreichische Botschafter in Teheran bekundet das Interesse Österreichs an einem Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen, und österreichische Unternehmen sind weiterhin dick im Iran-Geschäft: von der VADO-Group, von der man sich in Teheran erzählt, sie könne trotz Sanktionen fast alles liefern, bis zur Leobersdorfer Maschinenfabrik. Die OMV springt bei der Betankung von Iran-Air-Maschinen in die Bresche, und die Wirtschaftskammer veranstaltet Seminare, bei denen Firmen erklärt wird, wie sie trotz aller Sanktionen weiterhin hervorragende Geschäfte mit dem Iran machen können: beispielsweise mittels der Abwicklung von Finanztransaktionen über die in Hamburg ansässige, unter Kontrolle des iranischen Regimes stehende Europäisch-Iranische Handelsbank.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt solche Aktivitäten, und für Februar ist bereits das nächste Seminar zum Handel mit der Diktatur aus Ayatollahs und Revolutionsgarden angekündigt. In der Zwischenzeit reichert das Regime in Teheran weiterhin seelenruhig Uran an, was nicht zuletzt aus den Einnahmen des Außenhandels finanziert wird. (Stephan Grigat, STANDARD-Printausgabe, 24.01.2011)

 

Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Uni Wien und Mitherausgeber von "Iran im Weltsystem. Bündnisse des Regimes und Perspektiven der Freiheitsbewegung" (Studienverlag 2010).

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    Posting 1 bis 25 von 154
    1 2 3 4
    Francesca
    21
    24.1.2011, 20:11
    Typisch isrealische Propaganda um von ihrer

    Politik des Alltagsterrors gegen die Palästinenser abzulenken. Damit wird die notwendige internationale Kritik an der realen Unterdrückungspolitik gekillt.

    alfred miller
    34
    24.1.2011, 18:29
    Kontaktpflege

    Der Publizist Henryk M. Broder schrieb kürzlich über einen Besuch von Frau Roth (die deutsche Obergrüne) in Teheran, nach dem sie sich verstädnisvoll für die Pflege kultureller Kontakte mit Iran stark gemacht hatte, sinngemäß folgendes: Hätte die Dame seinerzeit Gelegenheit gehabt, sich in Theresienstadt das Häftlingsorchester anzuhören, hätte sie wahrscheinlich dem Lagerleiter die weitere Pflege kultureller Kontakte angeboten. Haben wir Heutigen, die damals selbstverständlich alles besser gewußt hätten, so wenig dazu gelernt? Wenigstens das offizielle Österreich verhält sich sehr anbiedernd, um nicht zu sagen, kaltblütig.

    Michael Holzermayr2
    11
    24.1.2011, 19:13
    Einen guten Kommentar zu Broder finden Sie bei

    Finkelstein: The Holcaust Industry.

    RichardRoe
    11
    24.1.2011, 19:06

    Stichwort H. Broder. In seiner Serie 'Entweder Broder ..' hat er zusammen mit seinem Co Hamed Abdel-Samad in scharf-satirischer Weise die verantwortungslose Friedensbesoffenheit breiter deutscher Kreise aufs Korn genommen.

    Diese europäische Grundstimmung - 72 Jahre nach Chamberlain noch immer nix gelernt? - ist den iranischen Ayatollahs natürlich bekannt und darauf setzen sie. Viel reden und hinhalten, die Gesprächspartner bei guter Gegelegenheit und im Wissen um deren Friedenswillen über den Tisch ziehen. Adolf, der Lehrmeister des iranischen Regimes, hats ja vorgemacht und seine gelehrigen Schüler werden das schon umsetzen.

    Black Widdow
    01
    24.1.2011, 18:21
    Und nicht zu vergessen:

    Es ist hauptsächlich China, die dem Iran die Bestandteile von Raketen und Bomben liefert.

    Freiherr von Kuttenberg
    01
    25.1.2011, 00:04
    Und die USA und Deutschland liefern Waffen an Israel und Länder wie Saudiarabien.

    Michael Holzermayr2
    00
    24.1.2011, 18:20
    Jezt werden auch schon wörtliche Zitate aus Wikipedia

    zensuriert, bravo, Herr Bronner!

    bye bye austria
    43
    24.1.2011, 17:51
    ein lehrbeauftragter an der uni wien...

    ...anscheinend mit propaganda-ausbildung im einzigen land der erde das bisher kriegsverbrecherisch die atombombe auf rein zivilem dicht besiedeltem städtischem gebiet eingesetzt hat und auf der ganzen welt seit jahrzehnten bei div. kriegseinsätzen tausende zivile opfer achselzuckend wie menschlichen abfall zurücklässt.
    da plappert man dann auch noch die simple us-doktrin nach: "...reichert das Regime in Teheran weiterhin seelenruhig Uran an, was nicht zuletzt aus den Einnahmen des Außenhandels finanziert wird...", und das bei einer volkswirtschaft wie dem iran! keine rede vom verdeckten us-handel, oder wie sehr die breiten sanktionen die bevölkerung sozial treffen, mit ohne atomprogramm, das sie so und so durchziehen können wenn sie wollen.

    super Typ
    03
    24.1.2011, 17:49
    Was soll da das Argument sein?

    Weil die Saudis aus verschiedenen Gründen ein Interesse an einem (in jeder Hinsicht) möglichst schwachen Iran haben, ist jetzt geklärt, dass ein schwarcher Iran besser ist? Weil die Saudischen Interessen edel und gut sind und daher auch unsere Interessen sein müssen?

    RichardRoe
    00
    24.1.2011, 18:29

    Die Saudis haben Interesse daran, keine Atombombe auf den Kopf zu bekommen, so einfach ist das. Der Iran rüstet seit Jahren wie verrückt - der braut nicht nur in den Atomlabors was zusammen. Ahmadi-Nezhad bringt mit seinem irren Rüstungsprogramm das Land an den finanziellen Abgrund. Zwischen 25% und 50% Inflation - pro Jahr! Raketen mit immer größerer Reichweite, Jagdflugzeuge, Schiffe, U-Boote, Waffen, Waffen, Waffen ..

    Den Amis sind die Saudis natürlich nicht wurscht, Stichwort 'our oil', aber eins ist klar: wenn dem Ahmadi-Nezhad der Mahdi erscheint, woran er fest glaubt, dann tut der das in Kriegszeiten, so geht die Sage. Ahmadi-Nezhad hat dem Mahdi für seinen prachtvollen Einzug in Teheran eine Strasse bauen lassen. Tatsache.

    super Typ
    00
    24.1.2011, 20:28

    Saudis und der Iran kämpfen um die Vorherrschaft in der Region. Die Saudis werden von den Amerikanern aufgerüstet, der Iran muss sich halt selbst um seine Aufrüstung kümmern.
    Die Saudis möchten keine Atombombe vom Iran auf den Kopf bekommen. Das ist allerdings eh unrealistisch. Vor allem ist ihnen jede Schwächung des Iran recht.
    Und das Iranische Regime möchte halt keinem gewaltsamen "regime change" zum Opfer fallen. Da gibt es nämlich welche, die sich dafür zuständig fühlen und irgendetwas von arms of mass destruction reden und dann einfach in ein Land einmarschieren und das Regime stürzen und das Land ins Chaos stürzen. Subjektiv durchaus verständlich, dass man sich davor zu schützen sucht.

    RichardRoe
    00
    25.1.2011, 07:25

    Nein, die Saudis sind an einer Vorherrschaft nicht interessiert. Sie kaufen zwar jede Menge Rüstungsgüter, das meiste davon liegt aber (noch) unkatalogisiert in übers Land verstreuten Lagerhäusern.

    Der Gegensatz Saudis-Iran ist religiös bedingt, die Geistlichen beider Seiten tauschen jedes Jahr ein paar deftige Unfreundlichkeiten aus, so vor ein paar Jahren als in einer in Mekka verteilten Fatwa die Schiiten als zu tötende Ungläubige bezeichnet wurden.

    Eine militärische Eroberung des Iran (wie Iraq oder Afghanistan) ist nicht möglich. Wenn das möglich gewesen wäre, hätte es schon längst stattgefunden. Und es ist auch nicht sinnvoll, denn die Mehrheit der Iraner ist ohnehin amerikafreundlich und wünscht die Mullahs zum Teufel.

    sauereiter
    01
    24.1.2011, 18:23
    sie kapierens auch nicht.

    es eght darum, dass ein irankrieg unwiderbringlich ist, weil eben ncith nur ein kleinstaat was gegen einen atomaren iran hat sondern die halbe region. will man den krieg verhindern, so muss man verhindern, dass der iran die bombe bekommt. nicht mehr, nicht weniger.

    super Typ
    00
    24.1.2011, 20:32

    Also die Gefahr ist nicht, dass der Iran jemanden angreift, sondern dass andere den Iran angreifen? Und deshalb darf der Iran keine Bombe haben? Wäre es dann nicht besser, wenn der Iran die Bombe hätte, um andere davon abzuschrecken einen Krieg gegen ihn zu beginnen?

    RichardRoe
    00
    25.1.2011, 11:50

    Na, sehr wohl wird der Iran seine Vorstellungen auf der arab. Halbinsel durchsetzen - mit der Bombe in der Faust. Und das wissen alle. Ob es sich dann um aggressive Eroberung oder 'nur' um massive Einflussnahme handeln wird, das kann man jetzt noch nicht sagen. Wenns eine Einflussnahme auf den Staat wie die Hisb'Allah im Libanon ist, dann Gute Nacht! Hinter denen steht bekanntlich Syrien und der Iran. Die geschätzten 30.000 Raketen in den Bunkern der Hisb'Allah kommen alle aus dem Iran.

    Und so wollen weder die Saudis, noch die Emirate, der Yemen etc enden. Die müssen sich - unter Mithilfe aller Verbündeten die sie bekommen können (Israel, USA) dagegen zur Wehr setzen. Vorher.

    MondXicht
    12
    24.1.2011, 17:08

    Netter Propaganda Artikel. Die Regierungen der arabischen Halbinsel unterstützen also auch einen militärischen Angriff, das klingt wie die Kindergarten Rechtfertigung "die anderen haben aber auch mitgemacht".
    Und dann erst die Österreichischen Firmen, die mit dem Iran Geschäfte machen. Wie können sie nur? Handel mit Diktaturen ist ja wohl immer noch ein anglo-sächisches/französisches Privileg.

    sauereiter
    00
    24.1.2011, 18:17
    sie reden immer irgendwas von rechtfertigungen

    hier gehts um keine rechtfertigung, sondern, das, wenn man dem iran nicht schleunigst nichtkriegerisch die wadln nach vorne richtet, es entweder:

    a. zu einem massiven atomaren wettrüsten in der region kommt.
    b. viel wahrscheinlicher: irgendeiner der erwähnten protagonisten eben den besagten krieg anfängt, egal ob nun gerechtfertigt oder nciht.

    die leute in europa sollten endlich mal aufhören, über die rechtfertigung oder nichtrechtfertigung eines irankrieges zu hirnwichsen und endlichs ehen, dass es, wennd er iran wirklich in oder nahe des besitzes einer atombombe kommt, krachen wird und es dieses zu verhindern gilt.

    Michael Holzermayr2
    00
    24.1.2011, 16:48
    http://de.wikipedia.org/wiki/Step... schaftler)

    "Im Zentrum von Grigats Interesse steht das Thema Antisemitismus.................."

    Wer sonst würde so einen Artikel schreiben?

    mistvieh666
     
    00
    24.1.2011, 16:25

    um es auf einen punkt zu bringen:
    wollen wir JEDEN staat und vielleicht auch noch jeder groesseren privaten firma auf dieser welt erlauben mit einem knopfdruck 1 milliarde menschen zu toeten.
    oder ist es ausreichend wenn cirka 8 staaten, die sich bisher ziemlich gut gegenseitig kontrolliert haben, dieses zweifelhafte privileg haben.
    uebrigens: nordkorea hat sowas wie eine atombombe und beginnt sofort damit zu drohen. droht zb china mit seinen atomwaffen?

    karl radek1
    11
    24.1.2011, 15:49
    Was ist der Koffer?

    Lehrbeauftragter oder Leerbeauftragter?
    Oder einfach ein schlichter Hassprediger?

    miss chicken
    00
    24.1.2011, 15:19
    Immer wieder findet sich jemand,

    dem das Gemetzel im Irak und in afghanistan nicht blutig genug sein kann.
    Für Cheney und Rumsfeld haben sich die Kriegszüge zumindest gerechnet. Wenn es darüber hinaus weitere Apologeten für ähnliche Eroberungspläne gibt, so ist die Frage angebracht: was bringts?
    Ist der Herr Grieger am Reinerlös beteiligt?
    Oder kriegt er nur Zeilenhonorar?

    Kinkidra
    21
    24.1.2011, 14:56

    Dieser Artikel ist ein derartiges Musterbeispiel an einseitig-polemischer Rhetorik, dass es mich nicht wundern würde, wenn er bald von diversen rechten Anti-Islam-Websites übernommen wird. Auch wenn es sich um einen Kommentar handelt - eine Zeitung, die sich wie der Standard zu der Riege der Qualitätsmedien gezählt wissen möchte, sollte Abstand halten von undifferenzierten Aussagen, wie jene vom " Regime ... bei dem nicht ausgeschlossen werden kann, dass es einen ganzen Staat in eine überdimensionierte Selbstmordattentätersekte verwandelt". Auch im Iran gibt es viele gebildete, säkularisierte und regimekritische Menschen, diese gilt es zu unterstützen, anstatt sie mit Islamisten und Kriegstreibern in einen Topf zu werfen.

    RichardRoe
    00
    25.1.2011, 07:05

    Ahhh, wenn Sie glauben, dass Grigat mit der Selbstmordattentäter-Sekte masslos übertreibt, dann erklären Sie mir doch bitte die Rede von Hashemi Rafsanjani vom 14.12.2001 vor dem Technischen Rat, in der er lang und breit einen Atomkrieg für den Iran als führbar darlegt und das trotz der hohen Opfer den der Iran und seine Bevölkerung dabei bringen müßten.

    Und dann erklären Sie bitte, warum die Anreicherungsanlage in Ghom jahrelang geheim gehalten worden war. Und warum diese Anlage vom Militär, den Revolutionsgarden, betrieben wird. Erst die Flucht / Befragung eines Atomwissenschaftlers deckte die Existenz dieser unterirdischen Anlage auf. Wie deckt sich das mit der 'friedlichen Nutzung'?

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