Medien verschweigen Motiv einer Selbstverbrennung

22. Jänner 2011, 23:17
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Großmufti verurteilt Selbstmord

Riad - In Saudi-Arabien haben die staatlichen Medien das Motiv der Selbstverbrennung vom Freitag verschwiegen. Ein Sprecher des Zivilschutzes wurde am Samstag mit der Aussage zitiert, der Mann, der in den 60ern gewesen sei, habe sich in Brand gesetzt und sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Der Großmufti des Königreichs, Abdelaziz al-Sheikh, hat Selbstmorde verurteilt, selbst wenn sie eine Reaktion auf unerträgliche Lebensbedingungen sein sollten.

Begonnen wurde die Serie von Selbstverbrennungen in der arabischen Welt von dem jungen Tunesier Mohammed Bouazizi im Dezember. Seine Aktion löste die schweren Unruhen aus, die schließlich zum Zusammenbruch des autoritären Regimes von Zine el-Abidine Ben Ali führten, der sich nach Saudi-Arabien absetzte. In Mauretanien starb am Samstag ein Mann, nachdem er sich am 17. Jänner aus Protest gegen die Regierung in Nouakchott angezündet hatte. Ein Angehöriger sagte, der 43-Jährige habe Verbrennungen an 90 Prozent seines Körpers davongetragen. (APA/dapd)

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