Präsident und Parlament werden gewählt

22. Jänner 2011, 22:48
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Opposition misstraut Staatschef Bozizé

Bangui - Die Zentralafrikanische Republik wählt am Sonntag nach mehrmaliger Verschiebung der Termine einen neuen Präsidenten sowie ein neues Parlament. Zu den Wahlen sind rund 1,8 der insgesamt 4,5 Millionen Einwohner des Landes aufgerufen. Die stark zersplitterte Opposition hat vor der Fälschung der Wahlen durch Präsident Francois Bozizé gewarnt. Der General war 2003 durch einen Putsch an die Macht gelangt, bevor er 2005 die Wahlen gewann. Seine wichtigsten Herausforderer sind der frühere Premierminister Martin Ziguélé und der frühere Präsident Ange-Félix Patassé.

Die ehemalige französische Kolonie Oubangui-Chari war seit ihrer Unabhängigkeit 1960 oftmals Schauplatz von Militärrevolten und Aufständen. 1966 wurde der erste Präsident des Landes, David Dacko, von Oberst Jean-Bedel Bokassa gestürzt, der eine Diktatur errichtete und sich 1977 als Bokassa I. zum "Kaiser" krönen ließ. Eine französische Militärintervention beendete 1979 Bokassas Terrorherrschaft und brachte Dacko zurück an die Macht, doch hielt sich dieser nur bis 1981, als General André Kolingba die Regierungsgewalt an sich riss. 1993 wurde Bokassas ehemaliger Premier Ange-Felix Patassé Präsident. Im März 2003 übernahm General Bozizé die Macht und ließ sich 2005 durch Wahlen im Präsidentenamt bestätigen. (APA)

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