Waffennarr hortete Sprengstoff und Kriegswaffen

22. Jänner 2011, 22:32
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Ganzes Dorf wurde geräumt - Kontrollierte Sprengung

Becherbach - Nach dem Fund von hochexplosivem Sprengstoff und anderen Kriegswaffen ist am Samstag im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz ein ganzes Dorf evakuiert worden. Die rund 500 Einwohner von Becherbach mussten auch die Nacht zum Sonntag außerhalb der Siedlung verbringen. Am Abend wurde der erste Teil des von einem Waffennarr in seiner Scheune gehorteten Sprengstoffs vom Kampfmittelräumdienst kontrolliert zur Explosion gebracht. Die Sprengung sollte am Sonntag fortgesetzt werden.

Die Ermittler fanden 50 bis 60 Kilogramm Sprengstoff in einer Kiste verpackt. Besitzer ist ein 62 Jahre alter Mann. Einige Tage zuvor hatte die Polizei aus Kaiserslautern im nahe gelegenen Ort Hundsbach bereits größere Mengen Waffen, darunter Maschinengewehre, Munition und Sprengmittel, sichergestellt.

Nach dem Fund des zweiten Waffenarsenals waren bereits am Freitagabend acht Häuser in der näheren Umgebung geräumt und 30 Personen in Sicherheit gebracht worden. Auch eine Straße wurde gesperrt. Der 62-Jährige Mann, dem die Waffen gehören, erlitt bei der ersten Durchsuchung einen Kreislaufzusammenbruch und konnte nicht befragt werden. Deshalb sei unklar, warum er die Waffen hortete. Ermittelt wird gegen den Mann wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Die erste kontrollierte Sprengung des hochexplosiven Gemischs am Samstagabend verlief ohne Komplikationen. Wegen der Dunkelheit wurden die beiden anderen Sprengungen auf Sonntag verschoben. Der Ort Becherbach sollte bis voraussichtlich Sonntagmittag vollständig gesperrt bleiben. Die meisten Bewohner kamen bei Bekannten und Verwandten unter. (APA/dapd)

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