Schweigemarsch gegen Gewaltausbrüche

22. Jänner 2011, 17:00
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Öffentlichkeit durch Selbstmord von marokkanischem Jugendlichen schockiert

Madrid - Aus Protest gegen Gewaltausbrüche nach dem Tod eines marokkanischen Jugendlichen haben im Nordosten Spaniens rund 3.000 Menschen an einem Schweigemarsch teilgenommen. Organisiert wurde die Kundgebung in der Stadt Salt von politischen Parteien und Einwandererverbänden. Teilnehmer trugen Transparente, auf denen in der Stadt zur Ruhe aufgerufen wurde.

In der vergangenen Woche war es zu gewalttätigen Ausschreitungen von Banden gekommen, nachdem ein junger Marokkaner im fünften Stock eines Gebäudes aus dem Fenster gestürzt war. Er war wegen eines gestohlenen Fahrrads von Polizisten verfolgt worden. Der Jugendliche wurde ins Krankenhaus gebracht, erlag aber am Donnerstag seinen Verletzungen. Stunden vor dem Schweigemarsch nahmen die Behörden drei Jugendliche unterschiedlicher Nationalität fest. Ihnen wurde vorgeworfen, zwei Autos in der Stadt in Brand gesetzt zu haben. Rund 40 Prozent der 30.000 Einwohner Salts haben einen Migrationshintergrund. (APA/dapd)

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