Gegen Tunesien gelang der zweite Sieg

22. Jänner 2011, 15:47
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Knapper Erfolg zum Auftakt der Platzierungsrunde gegen Tunesien - Gegen die Slowakei um Platz 17

Kristianstad - Österreichs Handball-Nationalteam der Herren hat bei der WM in Schweden in seinem sechsten Spiel den zweiten Sieg gefeiert. Im President's Cup, der Trostrunde, setzte sich die ÖHB-Sieben am Samstag in Kristianstad gegen Tunesien mit 26:25 (12:14) durch und trifft nun zum Abschluss am Sonntag (16.30 Uhr) im Kampf um Platz 17 auf die Slowakei, die sich gegen Rumänien mit 38:33 durchsetzte.

Für Österreich schien die Hoffnung auf den zweiten Erfolg nach dem klaren Auftaktsieg gegen Brasilien allerdings lange Zeit vergeblich. Von der 2. (1:1) und der 56. (24:24) Minute lag die Truppe von Magnus Andersson stets in Rückstand, die erste Führung war schließlich gleichbedeutend mit dem Sieg.

Österreich, bei dem der etatmäßige rechte Flügel Robert Weber vorerst auf der Bank blieb, startete denkbar schlecht in die Partie. Zu behäbig und fehlerhaft war die Vorstellung der Österreicher, die erst danach besser ins Spiel fand und auf 5:6 (14.) herankam. Zur Führung reichte es für Viktor Szilagyi und Co. aber nicht. Wieder setzten sich die Tunesier, die schon in der Vorrunde in Kristianstad gespielt hatten, auf 12:8 ab, wieder kam Österreich zur Pause aber zumindest bis auf zwei Treffer heran.

Teamchef Magnus Andersson gab in der zweiten Hälfte im Tor Thomas Bauer erstmals bei dieser WM erhöhte Spielzeit, auch Michael Jochum oder Martin Abadir standen gegen die Tunesier mehr als bisher am Feld. Aber auch zu Beginn der zweiten 30 Minuten lief bei Österreich zu Beginn wenig, zog Tunesien auf 17:12 davon (35.). Im Angriff zeigte man gegen die variable Abwehr der Nordafrikaner nur Stückwerk, in der Defensive machte man es dem Gegner meist zu leicht.

Doch neuerlich arbeitete sich Österreich bis auf zwei Treffer heran (15:17, 38.) und hielt sich so zumindest die Chancen auf den Sieg noch offen. Ein starker Goalie Bauer, der eine beachtliche Fangquote von fast 50 Prozent aufwies, prägte dann die Schlussphase, in der Österreich noch einmal Blut roch und in der 56. Minute erstmals seit dem 1:1 den Ausgleich zum 24:24 schaffte. Weber, der auch zum Mann des Spiels gewählt wurde, erzielte in den letzten beiden Minuten schließlich die entscheidenden zwei Treffer für Österreich. (APA)

Viktor Szilagyi (ÖHB-Kapitän): "Endlich ist das Glück auch mal wieder zu uns zurückgekommen, denn das war in diesem Turnier wirklich schon gespenstisch. Wir sind wie so oft schlecht gestartet, aber haben dann als Mannschaft Charakter gezeigt. Spieler, die bis dato nicht so oft zum Einsatz gekommen sind, haben uns von außen sehr wichtige, neue Impulse gegeben. Gemeinsam haben wir uns zurückgekämpft."

Markus Wagesreiter (Aufbauspieler Österreich): "Wir haben super gekämpft, sind dem Rückstand so lange nachgelaufen, haben uns gegenseitig hochgepusht und immer an uns geglaubt. Es tut gut, wenn man dann das Glück auch mal wieder auf seiner Seite hat."

Robert Weber (mit sechs Toren bester ÖHB-Schütze): "Man hat gesehen, dass alle schon ein wenig müde waren, aber wir haben uns durch unseren Kampfgeist wieder zurück ins Spiel gebracht."

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    Seltener rot-weiß-roter Jubel in Schweden.

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