Hartes Landleben für Frauen

21. Jänner 2011, 15:59
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Weltweit haben es Frauen in ländlichen Regionen schwerer - Sie haben weniger Chancen auf einen Job und gute Bezahlung

Rom - Frauen auf dem Land haben weltweit gesehen vor allem in Krisenzeiten weniger Chancen auf einen Job als Männer und müssen auch oft schlechter bezahlte Arbeit annehmen. "Die jüngsten Finanz- und Nahrungsmittelkrisen haben den Fortschritt hin zu einer größeren Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern gebremst", hält eine am Freitag in Rom veröffentlichte UNO-Studie zu Wirtschaftswachstum und Armutsbekämpfung im Agrarsektor fest. Dramatisch sei das besonders für all jene Frauen, die ihre Familien allein ernähren müssten.

Unterschiedliche Bezahlung ist unbegründet

In den ländlichen Regionen der Welt könnten viele Frauen also weniger zur Versorgung ihrer Haushalte beitragen, so die Studie der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO), des Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Auch für Entwicklungsländer gelte im übrigen, dass 90 Prozent aller Fälle unterschiedlicher Bezahlung von Männern und Frauen "unbegründet" und damit diskriminierend seien.

Aufwertung der unbezahlten Arbeit nötig

Dabei sollten gerade Frauen stärker darin unterstützt werden, die wirtschaftliche Entwicklung auf dem Land voranzutreiben und damit Hunger und Armut abzubauen, forderten die UNO-Organisationen. Arbeits- und Bildungsprogramme seien dort ebenso notwendig wie die Aufwertung der weit verbreiteten unbezahlten Arbeit. 70 Prozent der 1,4 Milliarden extrem armen Menschen in Entwicklungsländern lebten auf dem Land. (APA)

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    Täuschende Idylle: Frauen haben es auf dem Land schwerer.

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