Berlinale-Jury mit Sitz für Jafar Panahi

21. Jänner 2011, 15:37
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Zeichen der Solidarität - Juryliste vorgestellt - Wettbewerb komplett

Berlin - Der im Iran verurteilte Regisseur Jafar Panahi wird trotz Abwesenheit seinen Platz in der Jury der 61. Berlinale behalten. Damit setze das Festival ein Zeichen, Panahis Freiheitskampf zu unterstützen, teilten die Internationalen Filmfestspiele Berlin am Freitag bei der Vorstellung der Juryzusammensetzung mit.

Aus Solidarität mit Panahi wird überdies am 11. Februar, dem Jahrestag der iranischen Revolution, sein Film "Offside" gezeigt, der 2006 den Silbernen Bären erhielt. Panahi war im Dezember wegen Propaganda gegen die iranische Staatsordnung zu sechs Jahren Haft und 20 Jahren Berufsverbot verurteilt worden.

Die sieben Jurymitglieder:

- Jurypräsidentin: Isabella Rossellini, Schauspielerin, Italien
- Nina Hoss ("Yella"), Schauspielerin, Deutschland
- Jan Chapman ("Das Piano"), Produzentin, Australien
- Aamir Khan ("Peepli live"), Produzent und Schauspieler, Indien
- Guy Maddin ("My Winnipeg"), Regisseur, Kanada
- Sandy Powell ("Shakespeare in Love"), Kostümbildnerin, England
- Jafar Panahi ("Offside"), Regisseur, Iran

Die Wettbewerbsfilme (komplett vorgestellt am Dienstag):

- "A Torinói Ló" ("The Turin Horse"), Ungarn/Frankreich/Deutschland/Schweiz, von Béla Tarr
- "Bizim Büyük Caresizligimiz" ("Our Grand Despair"), von Seyfi Teoman, Türkei/Deutschland/Niederlande
- "Coriolanus" von Ralph Fiennes, Großbritannien
- "El premio" ("The Prize"), Mexiko/Frankreich/Polen/Deutschland, von Paula Markovitch
- "Jodaeiye Nader az Simin ("Nader And Simin, A Separation"), Iran, von Asghar Farhadi
- "Les contes de la nuit" ("Tales Of The Night"), Frankreich, von Michel Ocelot
- "Margin Call", USA, von JC Chandor
- "Odem" ("Lipstikka") von Jonathan Sagall, Israel/Großbritannien
- "Saranghanda, Saranghaji Anneunda" ("Kommt Regen, kommt Sonnenschein"), Republik Korea, von Lee Yoon-ki
- "Schlafkrankheit", Deutschland/Frankreich/Niederlande, von Ulrich Köhler
- "The Forgiveness Of Blood", USA, von Joshua Marston
- "The Future" von Miranda July, Deutschland/USA
- "Un Mundo Misterioso" ("Rätselhafte Welt"), Argentinien/Deutschland/Uruguay, von Rodrigo Moreno
- "V Subbotu" ("An einem Samstag"), Russland/Deutschland/Ukraine, von Alexander Mindadze
- "Wer wenn nicht wir", Deutschland, von Andres Veiel
- "Yelling To The Sky", USA, von Victoria Mahoney

Außer Konkurrenz in der Wettbewerbs-Programmschiene:

- "Almanya - Willkommen in Deutschland", Deutschland, von Yasemin Samdereli
- "Les femmes du 6ème étage" ("Service Entrance"), Frankreich, von Philippe Le Guay
- "Mein bester Feind", Österreich/Luxemburg, von Wolfgang Murnberger
- "Pina", Deutschland/Frankreich, von Wim Wenders
- "True Grit" von Joel und Ethan Coen, USA
- "Unknown", Deutschland/Großbritannien/Frankreich, von Jaume Collet-Serra (APA)

 

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